Ärzte…

Es kommt mir in letzter Zeit all zu oft zu Ohren, oder ich bekomme es zu lesen,  dass Patienten nur noch verwaltet und abgefertigt werden.  Oftmals schreiben mich MS-Erkrankte an und erzählen von ihrem Problem und das finde ich teils haarsträubend,  was man da erzählt bekommt. Man kommt zum Arzt,  wie in unserem Fall,  zum Neurologen,  weil man ein Problem hat und es wird abgetan,  als ob man sich das nur einredet.  Dabei hat man tatsächlich starke Probleme,  wie Missempfindungen,  Probleme mit der Blase etc.  All diese Probleme, auch wenn sie noch so klein erscheinen,  gehören begutachtet! Es muss auf den Patienten eingegangen werden.  Ich meine,  was soll das?  Ists nur Beruf und keine Berufung? Der hypokratische Eid nur hohles Geblubber? Die Selbstdarstellung wichtiger, um weiter den Halbgott in weiß zu geben?  Oder schlicht und einfach zu bequem auch nur einen Handschlag und einen Gedanken mehr zu investieren, um zu helfen?

Der Patient hat noch immer die Probleme,  wenn er wieder heim geschickt wird,  nachdem der Arzt mit einfallslosem Schulterzucken fertig ist.  Aber der Patienten hat dafür noch mehr Unsicherheit und das Gefühl des alleingelassenseins im Gepäck.  Das is meines Erachtens nach wohl eher Berufsverfehlung. Womöglich wäre solch eine Arzt in der Pathologie besser aufgehoben.  Da kann er wenigstens niemanden mehr verunsichern. Es geht ja hier nicht allein um MS-Erkrankte,  in allen Bereichen herrschen solche zustande vor.  Ich will auch nicht alle über einen Kamm scheren,  aber es ist,  wie es scheint,  doch eine beträchtliche Zahl an Ärzten die entweder den falschen Beruf gewählt haben oder gar auf einem Kenntnisstand sind,  dass selbst ein Laie mit den Ohren schlackert. Ständige Fortbildungen scheinen wohl nicht fest vorgeschrieben zu sein. Anders kann  man sich diese Aussagen zum Teil nicht erklären. Ich erwarte von einem Arzt,  vor allem von einem niedergelassenen Arzt,  dass er immer auf dem neusten Stand ist.  Oder wenigstens halbwegs.

Und noch was ganz wichtiges.  Auch wenn der alte Spruch „Time is Money“  immer noch vorherrscht,  so sollte die Empathie auch bei Ärzten nicht zu kurz kommen.  Es kommen Menschen mit Ängsten und Unsicherheit, auf der Suche nach Antworten! Pillenwichteln mag witzig sein,  aber erstmal ne vernünftige Diagnose auf die Beine stellen,  das wäre wichtiger!  Eure Pharmageschenke könnt ihr im nachhinein noch an den Mann/ die Frau bringen! Und solltet ihr wirklich keine Ahnung habe z,  so wäre euch der Patient gewiss nicht böse,  wenn ihr an einen kompetenten Kollegen verweist.

Danke!

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