Depression

Viele können es nicht nachvollziehen,  oder überhaupt verstehen,  wenn es einem psychisch nicht gut geht.  Schließlich ist das Leben doch schön,  die Sonne scheint,  die Natur ist schön anzusehen  und womöglich kann man bei einem leckeren Eis tolle Spaziergänge an der frischen Luft machen. Nun stellt sich bei vielen die Frage,  wieso manche Menschen traurig oder einfach nicht gut drauf sind.

Depressionen sind keine Kleinigkeit,  keine momentane Mißstimmung oder Phase.  Um an einer Depression zu erkranken,  bedarf es eigentlich immer abnormes psychisches Leid. Es ist dann schwierig,  aus dieser Situation einen Ausweg zu finden.  Man fühlt sich schlecht,  weil man das Gefühl hat unzulänglich zu sein, kann es nicht recht machen,  fühlt sich unverstanden und der Rückzug ist nur noch Formsache.  Es wird schlimmer,  man beginnt sich selbst nicht mehr wertzuschätzen,  geht sogar sehr hart mit sich selbst ins Gericht.  Kleinste Fehler haben große emotionale Auswirkungen.  Selbsthass überwiegt Selbstliebe,  man brennt total aus und wandelt nur noch wie eine gefühlt leere Hülle durchs Leben.  Immer versucht etwas anderes zu spüren,  Anerkennung zu bekommen,  gibt man sich selbst total auf um sich an Gefälligkeiten messen zu lassen.  „Ich tu dir gerne was gutes,  wenn Du mir im Gegenzug das Gefühl vermittelst,  etwas in der Gesellschaft wert zu sein.  Die Spirale dreht sich weiter abwärts.Irgendwann ist der Punkt erreicht,  an dem man sich selbst nicht mehr als Lebens- sowie Liebenswert wahrnimmt.  Suizidale Gedanken,  was wäre wenn….  Würde es jemandem auffallen?  Wäre eventuell manches besser…  Und noch schlimmere Gedanken.Spätestens jetzt,  ist eine gereichte Hand,  ein paar warme und ehrliche Worte die richtige Hilfe. Vorwürfe,  Unverständnis und Höflichkeitsfloskeln Schaden sonst nur zusätzlich.

Depressive Menschen  sich teils wahre Meister darin sich zu verstellen,  beinahe Oskarreif, wenn es darum geht eine Fassade zu errichten und nach Außen hin zu signalisieren,  dass alles gut ist.  Immer ein  Lächeln,  immer nen Spruch,  alles bestens und innerlich am zittern,  wenn unvorhergesehene Situationen und Konfrontationen auftreten,  welche man nicht vorausberechnen konnte.  Solche Situationen wackeln immer an diesem Konstrukt,  diesem Kartenhaus,  was sich depressive Menschen errichten.  Zuhause,  brechen sie unter dem erlebten zusammen,  verkriechen sich und kämpfen mit Apetitlosigkeit,  Gefühle der Trauer,  Selbsthass… Ich wurde mal gefragt,  wie sich eine Depression anfühlen mag.  Ich sagte: „wenn du aus irgend einem Grund traurig bist und womöglich sogar weinst,  tröstet dich jemand oder es ist ein tröstlicher Gedanke,  der die Tränen trocknen  und dich wieder positiver denken lässt.  Die Seele reinigt sich,  Optimismus stellt sich ein,  und man schöpft Kraft.  Bei  einer Depression fällst du in ein Loch,  viele Gründe und Situationen waren nötig um dich in diese Situation bringen und du kannst aus der Summe dessen nur schwer einen Grund nennen,  welcher mitverantwortlich war,  weils einfach zu viele Situationen und Schicksalsschläge waren.  Man ist dauertraurig,  verliert das Selbstwertgefühl und endet schließlich bei absolutem Selbsthass.  Man gibt sich in der Regel für alles die Schuld,  ja man sucht regelrecht nach einen Grund im sich schuldig zu fühlen. Wird einem Unrecht getan,  fühlt man sich auch dafür noch schuld.  Ein absoluter Teufelskreis.

Man sieht,  dass es zum einen nicht viel braucht,  um depressiv zu werden und es jeden treffen kann.  Eine Depression ist eine psychische Erkrankung,  welche nicht auf die leichte Schulter genommen  werden darf.  Offene Augen,  Empathie und eine freundliche Geste vermögen da schon  ein Anfang zu sein.  Der Anfang für den Erkrankten sich Hilfe zu suchen und das Ende dieser schlimmen psychischen Erkrankung.  Ich danke jedenfalls jedem,  der menschlich handelt und nicht wegsieht.

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