MS und Partnerschaft

Eine solch schwerwiegende Änderung im Leben wirkt nicht nur auf den Erkrankten schwer,  den die Diagnose getroffen hat.  Es ist auch für den Partner oder die Partnerin schwer,  dieses Schicksal an sich heran zu lassen.  Ist es dann noch so,  dass man dem Partner die Erkrankung nicht direkt  ansieht,  weil es sich um eine  Autoimmunerkrankung handelt,  macht das die Sache noch schwieriger. Man kann nicht hinein sehen,  man kann maximal mitfühlen und Verständnis haben,  aber es kommt im wesentlichen darauf an, wie der Erkrankte seinen Lebenspartner mit einbezieht.

Erklären wie es einem geht,  Rücksicht fordern  wenn nötig und Verständnis fördern wenn machbar.  Dabei ist es aber entscheidend wie man die Dosis wählt.  Wer seinen Partner kennt,  weiß um sein Geschick solche Dinge zu verarbeiten, deshalb gibt es da keine Maßgabe, sondern es muss individuell geführt werden.
Man kann bei zu schnellem vorspreschen nämlich genau das Gegenteil bewirken. Dies gilt aber nicht nur für die alltäglichen Dinge,  die es zu bewerkstelligen gilt. Auch der sexuelle Aspekt spielt dabei eine große Rolle, nur wird das Thema aus Scham gerne totgeschwiegen.  Autoimmunerkrankungen wie die MS können nicht nur das zentrale,  sondern auch das vegetative Nervensystem betreffen. Empfindsamkeiten werden gemindert,  das sexuelle Verlangen herabgesetzt. Dies ist aber keine absichtlich Handlung des Erkrankten,  sondern die Erkrankung selbst,  welche auf die Libido einwirkt.In solche Fällen empfinde ich es als absolut wichtig,  das Gespräch mit dem Partner zu suchen, um nicht womöglich ein falsches Gefühl aufkommen zu lassen.  Mangelt es an der Liebe,  oder stimmt was anderes nicht?  Solche Fragen wirft es ganz schnell auf,  wenn man nicht miteinander spricht.

Abschließend sei gesagt,  dass man dann am besten gemeinsam zu einem Arzt geht um sich Hilfe zu holen.  Meist kann man solch ein  Problem medikamentös lösen und der Unmut hat ein Ende.Nur bitte redet offen miteinander! Traut eurem Partner mehr Verständnis zu und nehmt Euch an der Hand.  Gemeinsam und nicht einsam!

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