Schön blöd…

Nicht jeder Tag ist dazu prädestiniert, ein guter Tag zu sein. Weil man das weiß, ist man ja stets darum bemüht, so viele gute Tage wie möglich zu haben, damit man einen schlechten Tag auch mal wegstecken kann. Was aber, wenn es einige schlechte Tage nacheinander sind? Das Konto mit den positiven Erlebnissen schwindet allmählich und man wünscht sich wieder mal was positives, bevor der Tank leer ist. Klar, nun könnte man wieder die alten Sprüche auspacken, wie etwa „Es kommen auch wieder bessere Tage!“ oder „Es gibt Menschen, denen geht’s noch schlechter, also hab dich nicht so!“

Ja das mag schon sein, aber ich bin ich, meine Empfindungen lassen sich weder schmälern, noch leugnen. Deshalb steht mir auch nicht der Sinn danach, mir in dem Moment um die Gebrechen anderer Sorgen zu machen. Sollte man denken…
Bei mir läuft der Hase da ein wenig anders. Hat wohl auch MS der Hoppler, aber ich sorge mich sehr wohl um meine Mitmenschen. Stelle da allzuoft meine eigenen Bedürfnisse und Problemchen hinten an, bis es so weit kommt, wie es aktuell der Fall ist. Ich habe heftige Schmerzen, welche ich mit Kortison-Tabletten etwas milder, um brav in die Arbeit zu wackeln. Der Schwindel tut sein übriges und schon machen die Tage so gar keinen Spaß mehr. Wie so oft, gab ich dem Rat meiner Frau, von der Arbeit aus zum Arzt zu gehen zu spät nach, weshalb ich nun an einem Mittwoch Nachmittag in die Röhre gucke… Pech gehabt! Werde also etwas früher heim gehen, und morgen früh zum Arzt wackeln, weil das so nimmer geht.

Und was lernen wir daraus? Wahrscheinlich nix… Zumindest sind die in diesem Moment gefassten und gelobten Vorsätze spätestens beim nächsten mal vergessen. Man ist ja schließlich Mensch…

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