Zeit

Meine Frau fragte mich heute, was ich mir denn zu Weihnachten wünsche. Ich sagte, dass ich nichts brauche, da ich alles habe was ich brauche. Ich habe eine wundervolle Ehefrau, welche voll Liebe, Güte und Toleranz steckt. Ich habe zwei wundervolle Kinder, die mich glücklich machen, allein durch Ihr handeln und wie sie sich entwickeln. Wir haben ein sehr schönes und warmes Zuhause und können uns etwas leisten, wenn wir es denn wollen. Es mangelt uns also an nichts. Zumindest nicht an Materiellem. Tatsächlich aber mangelt es uns an Zeit! Zeit für die Familie, Zeit für die Zweisamkeit, für Gespräche und Aufmerksamkeiten. Ja, es mangelt einem sogar an der Zeit für sich selbst. Die Arbeit und die damit verbundene Zeit bildet einen Teil, das Streben nach besonderen Momenten oder Dingen aber, tut sein Übriges, dass die Zeit für wirklich Wichtiges zu knapp wird, oder gar schwindet.

Wir verfügen aber in unserem Leben nicht wie in der Arbeit über ein Zeitkonto, welches zwischen vorgegebenem Plus und Minus schwanken darf und uns flexibel macht. Nein… Unser Leben duldet keinen Aufschub, hat keine Pause-Taste und verpasste Jahre können wir uns auch nicht gutschreiben lassen. Die sind weg! Verpasst, gar verschwendet in Dinge, die wir als besonders betrachten, es aber nicht sind. Statussymbole, die uns dienlich sein sollen, um uns von der breiten Masse abzuheben, was uns aber schlecht gelingt, weil es schon genug andere gibt, die ebenfalls dies versuchen. Was bringt uns also das Streben nach dem Besonderen? Macht es uns besonders? Macht es uns einmalig? Mit den monetären Mitteln des Mittelstands mag es gewiss nicht gelingen, sich großartig von der breiten Masse abzuheben, man merkt also wie sinnlos dieses Unterfangen ist, weil es zu keinem Erfolg führen kann.

Was aber, wenn sich jeder auf eine andere Weise transformiert? Was, wenn man beginnt sich mental zu verändern? Diese Fähigkeit ist jedem gegeben, man muss sie nur nutzen. Sicherlich ist diese Veränderung keine leichte. Sich irgendwelche Dinge anzuschaffen, um sich dadurch zu definieren, mag leichter sein, aber gewiss nicht authentisch. Aber wenn man diese Veränderung anpackt und sie Stück für Stück umsetzt, wird man sich selbst ganz automatisch von der Masse absetzen, weil man zu dem findet, was man tatsächlich ist. Es lohnt sich definitiv und ich kann es euch nur raten.

Was also soll ich mir denn zu Weihnachten wünschen? Ganz klar, mit der Familie zusammen kommen um Weihnachten miteinander zu verbringen. Man sieht sich ohnehin recht selten und sollte diese Tradition immer fortführen. Ich sagte ja eingangs schon, die Zeit die weg ist, wird uns nicht gutgeschrieben und wie lange die Uhr jedes Einzelnen tickt ist auch nicht vorherzusehen, deshalb ist gerade die Familie und die gemeinsame Zeit so wichtig und ein wahres Geschenk! Wir sehen also, wir sind reich! Reich an Liebe, Wärme und Geborgenheit, was mit keinem Geld der Welt zu kaufen ist!

Euer Mark

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