Herzmensch vs. Kopfmensch

Das ganze Leben besteht aus Entscheidungen, Wege die uns führen und Situationen, die einer bestimmten Handlung von uns bedürfen. So hat Jeder seine eigene Art, damit umzugehen. Das ist auch gut so, denn es ist ja auch noch von anderen Faktoren abhängig, wie etwa familiäre Verhältnisse, finanzieller Background, Gesundheit und vieles mehr. Trotzdem kann man grob in zwei Lager aufteilen, welche relativ schnell erkennbar sind.

So hat man zum einen die Kopfmenschen, die immerzu alles bedenken wollen, oder gar müssen, weil es so in Ihnen manifestiert ist. Es kann kommen was mag, es wird Ruhe bewahrt und erstmal alle Pro’s und Kontra’s berücksichtigt. Jedes nich so kleine Detail wird berücksichtigt und nichts soll dem Zufall überlassen bleiben. Allein der Gedanke, irgend etwas nicht in die Planung mit einbezogen zu haben, löst Unbehagen aus. Umso mehr ist es verständlich, dass Kopfmenschen mit ihren Überlegungen eine Weile beschäftigt sind und bei jedweder Möglichkeit, die das Vorhaben scheitern ließe, Bedenken anmelden. Der Kopfmensch steht sich dadurch bei einfachen gefühlsbetonten Entscheidungen meist selbst im Wege und ehe er eine für sich schlüssige Entscheidung getroffen hat, ist er längst von einem anderen Typen überholt worden.  Man sieht also, dass Kopfmensch zu sein, nicht nur Vorteile in sich birgt, mal abgesehen, dass Kopfmenschen mit unter auch sehr anstrengend sein können. Denn in Themen, welche z. B.  die Partnerschaft betreffen braucht es Herz und weniger den Kopf!

So kommen wir zum anderen Lager,  den sogenannten Herzmenschen. Sie sind sehr stark emotional ausgeprägt, hören auf ihr Bauchgefühl, welches selten trügt und folgen immer dem Ruf des Herzens. Mit Emotionen geladen bis über die Haarspitzen, neigt der Herzmensch oft zu Schnellschüssen. Diese müssen nicht von Nachteil sein, wenn es um Beziehungsfragen geht, Familienplanung, oder gemeinsame Aktivitäten wie etwa Urlaub usw.  In diesen Disziplinen ist der Herzmensch ungeschlagen und agiert in seinen Element. Diese Stärke der Herzmenschen schlägt aber schnell in eine Schwäche um, wenn sie ihre sichere Umgebung verlassen und sich ins Territorium der Kopfmenschen begeben. Nüchterne Entscheidungen die nicht mit Emotionen aufwarten sind nicht ihr Ding. Sie neigen dann zu falschen Entscheidungen, weil das Herz in solchen belangen meist nur wenig Kraft hat.  Schnellschüsse die aus dem Bauch heraus getroffen werden, sind beispielsweise in der Wirtschaft, in großen Unternehmen fehl am Platze. Der Kopfmensch hat hier sein Hoheitsgebiet!

Es gibt aber auch auf diesem Gebiet noch eine Spezies.  Dabei handelt es sich um einen Hybriden. Eine Mischung aus Herz und Kopfmensch quasi und prädestiniert für Jobs im Sozialwesen. Meines Erachtens nach die beste Variante, welche absolut erstrebenswert ist, weil zum einen nüchterne Entscheidungen mit dem Blick auf Veränderungen bei Menschen, beispielsweise Patienten, Kinder, Tiere getroffen werden. Dazu braucht es beide Lager in einer Person und die sind wie ich finde, besonders wertvoll und selten.

Wie ich mich einschätze? Schwierig…  Es ist wohl generell schwer,  eine Selbsteinschätzung zu diesem Thema zu machen, ohne dabei selbstverliebt zu wirken.  Aber ich bin auf jeden Fall Herzmensch, das zeigte sich daran,  dass ich mich schwer tue, Entscheidungen zu treffen die einem bestimmten Zweck dienlich wären, aber womöglich Mitmenschen wegrationalisieren. Da bin ich lieber Herzmensch mit jeder Faser meines Körpers.

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2 Responses to Herzmensch vs. Kopfmensch

  1. Ein schöner Beitrag, der sehr zum Nachdenken anregt. Vermutlich sind wir alle Herzmenschen, die sich daran gewöhnt haben in der Gesellschaft den Kopf statt das Herz zu verwenden… lg Melanie – http://www.honigperlen.at

  2. Mark Knietsch says:

    Da hast Du vermutlich Recht Melanie,

    aber wir sollten wieder zu uns zurückfinden. Herzmenschen mit Köpfchen quasi!

    Gruß Mark 🙂

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