Erinnerungen

Es kommt immer mal zu Situationen oder Momenten,  wo man an Dinge oder vergangene Zeiten erinnert wird.  Meistens sind es schöne Erinnerungen und man schwelgt eine Weile in ihnen. Gar genießt man es nochmal daran zurückzudenken und hat das Gefühl im Gedanken versunken per Zeitreise nochmal mitten im Geschehen zu sein.  Wunderbar, denke ich da beispielsweise an meine Hochzeit, die Geburten meiner beiden Kinder  oder so Dinge wie die Einschulungen. All diese genannten Momente und noch viel mehr davon gehen mir öfter im Kopf herum, weil sie wie Treibstoff für die Seele sind. Man besinnt sich darauf, wofür man all die Anstrengungen auf sich nimmt und entwickelt so täglich aufs neue Kraft um weiterzukämpfen.
Nichts davon wollte ich jemals für Irgendetwas eintauschen, nichts davon sollte anders verlaufen als es der Fall war!

Es gibt aber auch Erlebnisse und Situationen, die man gerne nochmal neu starten wollte um den Verlauf zu beeinflussen.  Dies mag nicht immer funktionieren, denn manches ist nicht vom Menschen gemacht, gewollt oder beeinflussbar. So zum Beispiel die Erkrankung meines Sohnes als es damals, wo er gerade seinen ersten Geburtstag erlebt hatte, ins Krankenhaus musste.  Es war eine schlimme Zeit und ich empfinde heute noch ein beklemmendes Gefühl,  wenn ich daran zurückdenke. Ändern hätte aber auch eine Zeitreise nichts können.  Man nahm es an, machte im Sinne unseres Jungen das beste daraus und hielt fest zusammen. Heute sehen wir positiv in die Zukunft, weil wir wissen, dass er seinen Weg machen wird!

Bei mir ist ebenfalls der Fall, dass eine nachträgliche Manipulation der Ereignisse nichts an meiner Erkrankung geändert hätte.  Möglicherweise, wäre es erst viel später passiert, aber erkrankt wäre ich definitiv.  Das ist an sich ja mal nicht so schlimm, ich lebe damit und mache das was mir möglich ist. Dinge verändern sich, wie zum Beispiel Hobbys und sonstige alltägliche Sachen.  So auch der Job, welcher krankheitsbedingt natürlich etwas anders zu gestalten ist. Auch wenn man sich dieser Veränderung versucht zu entziehen,  ist es absehbar, dass es zu dieser Veränderung kommt. Alles nicht so schlimm denkt man  sich und macht sein Ding.  Dann kommt es auch hier zu Momenten, wo man plötzlich an ehemaliges erinnert wird.  So wie heute,  als ich beim aufräumen meines Schreibtisches, meine alten Visitenkarten fand. Neben meinem Namen und Kontaktdaten  stand auch als Bezeichnung „Leiter“  darauf. Man sieht die Karten an und war in der Erinnerung zurückgeworfen, als ich damals die Stelle angeboten bekam und somit mein Ziel erreicht hatte. Das ist ein paar Jahre her…  Vor einiger Zeit, nahm man mir diese Position wieder ab,  weil es mit meiner Erkrankung nicht mehr zu vereinbaren war.  So befanden es die Chefs. Sie hatten klar recht und es fiel auch eine riesen Last von meinen Schultern. Dennoch schmerzt es noch etwas, wenn man zurückdenkt.

Seis drum. Schauen wir nach vorne!  Da gibt es noch viel zu entdecken! Mal sehen, was das Leben noch so für mich bereithält. In diesem Sinne…