Zweifel

Habe ich alles gegeben? Was muss ich noch erreichen um anerkannt zu sein? Wie komme ich bei anderen an? Was kann ich eigentlich? Habe ich etwas nicht richtig gemacht? Bin ich ein guter Mensch? Was wird noch auf mich zukommen? Schaffe ich das alles? Bin ich überhaupt zu etwas gut? –  all diese Gedanken sind destruktiv, was die eigene Person, die eigene Seele betrifft.  Man zerfleischt sich regelrecht bei dem Gedanken was man tun muss um in die Gesellschaft zu passen, gar so zu sein wie andere einen haben wollen.

Man schadet dabei nicht nur seiner Psyche, da der Selbstwert darunter leidet, sondern man schadet dadurch auch seinem Körper, da die psychische Verfassung signifikante Auswirkungen auf ihn hat.  Reizmagen, bis hin zu Magengeschwüren, Reizdarm, Schwindel, Bluthochdruck um mal einige Beschwerden zu nennen, welche durch abnorme psychische Belastung auftreten können.  Aber warum tun wir das? Warum denken wir immer einem gesellschaftlich zurechtgesponnenen Leitfaden folgen zu müssen? Nachweislich ist es ein Problem was in vielen Ländern vorkommt, die leistungsgeprägt sind. Burnout nennt sich die neue Volkskrankheit, was nichts anderes als ein aufgehübschtes, dem Mainstream angepasstes Wort für stressbedingtes Erschöpfungssyndrom ist. So klingt es gleich unspektakulärer aber auch unangenehm ehrlich und nicht selten endet dieses Krankheitsbild im Suizid.
Aber nochmal die Frage „warum machen wir das?“ Ganz klar, weil wir nicht aus dem Raster fallen wollen. Weil wir nicht auffallen wollen. Wir nicht mit dem Finger auf uns zeigen lassen wollen. Es wäre beschämend und mit Schwäche gleichzusetzen, was daran liegt, dass wir zu jedem Begriff immer direkt einen Negativbegriff finden. Wer schlank ist, ist magersüchtig. Wer sich zurecht macht ist nicht hübsch, sondern direkt eingebildet. Man könnte noch eine Vielzahl an Begriffen finden und das negative Gegenstück dazu. So dumm ist die Gesellschaft. Dabei ist es doch so, dass der bunt angezogene, der extrovertierte nicht der Kranke ist, sondern die anderen gewiss 80 Prozent der Bevölkerung, welche psychisch krank sind. Nein? Nicht? Schau dir die Gesellschaft genau an!

Das und nur das ist jenes Problem, was uns ängstigt und uns dazu veranlasst jemand zu sein, der man nicht ist. Aber stellen wir uns die Fragen doch anders…  Was will ich denn erreichen? Warum lieben mich andere nicht so wie ich bin? Was mache ich mit meinen Begabungen und wie setze ich sie zu meinem Vorteil ein? Lieb dich selbst, weil du toll bist, wie du eben bist! Werd dir deiner stärken bewusst und nutze sie! Kleide Dich, wie du dich wohlfühlst! Sei einfach wie du bist. Nicht du hast ein Problem, sondern die anderen und die sollten an sich arbeiten. Ich mag dich so, wie du bist!!

Bookmark the permalink.

2 Responses to Zweifel

  1. Lydiaswelt says:

    Du hast recht. Und im Grunde ist dieses Verhalten absolut irrational. Denn weh tun uns schon die anderen. Das muss man nicht auch noch selbst machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.