Die Chance

Wenn man an einem Punkt angekommen ist, wo die Gedanken im Kopf, die Beine schwer wie Blei werden lassen und so den Schritt in die Zukunft, oder ins Leben unmöglich erscheinen lassen, hat man genau zwei  Möglichkeiten. Die erste wäre die in dieser Situation einfachste Möglichkeit, nämlich sich selbst aufzugeben, zu resignieren und in einer Endlosschleife den vergangenen und schöngelogenen so viel besseren Zeit nachzutrauern. Man hat nur nichts davon, denn es wird nicht besser! Eher das Gegenteil ist der Fall, man verliert jeglichen Bezug zur Realität und baut sich seine eigene Welt. Eine solche falsche Realität kann man sich bequem ausdenken, sie passt für den Moment. Blendet man noch sein Umfeld aus, welches auf ein falsches Verhalten hinweist und gute Ratschläge erteilt, hat  man seine perfekte Illusion geschaffen. Nur steht Diese sehr wackelig und droht schon bei Kleinigkeiten einzustürzen. Spätestens dann sollte man erkennen, dass man Hilfe braucht, die einen wieder ins reale Leben zurück führt.

Variante Nummer zwei ist unbequem. Sie erfordert Mut, Willen und den unstillbaren Drang nach Leben. Man muss sich mit den Problemen, den schlechten Gedanken und deren Quelle auseinandersetzen. Dies ist wichtig, da nur dann eine neue Richtung, also ein neuer Weg in die Zukunft eingeschlagen werden kann. Kleine  Rückschläge sind immer mal wieder zu verzeichnen, dürfen aber nicht entmutigen. Im Gegenteil, gerade dann sollte man den Biss entwickeln, für sich und sein eigenes Seelenheil zu kämpfen. Oft bist Du aber müde, weil das Ändern seiner eigenen Einstellung und dem Erreichen einer damit verbundenen neuen Lebensqualität erschöpft. Gönne Dir dann die Ruhe,  sei nicht streng mit Dir und schau auf das bereits Erreichte zurück! Wenn man es geschafft hat, den Auslöser der einst so destruktiven Gedanken zu benennen, ihm die Bedrohlichkeit durch das Wissen darüber nimmt und ihm mit damit verbundener Gelassenheit begegnet, löst sich dieser Dämon von ganz allein auf, da seine Nahrungsquelle der schlechten Gedanken versiegt. Die Wolken im Kopf lichten sich,  Energie für Neues wird freigesetzt und der Blick in die eigene, selbstbestimmte Zukunft schärft sich zunehmend, man ist frei!

Es sind häusliche, familiäre Probleme, welche oft, jedoch nicht immer, den Ursprung, ich nenne sie bewusst Dämonen darstellen. Falsches Loyalitätdenken, der eingepflanzte und stets propagierte Drang nach Spitzenleistung. Seitens der Eltern ungestillte Wünsche, die man ausgleichen will, bis hin zu dem Moment sich selbst allen Belangen anderer unterzuordnen. Der Selbstwert sinkt bedrohlich um letztlich in diesem Eingangs erwähnten Problem verhaftet zu sein. Ist man sich dieser Problematik bewusst, ist man in der Lage zu leben und das Leben mit all seinen Facetten zu genießen. Kinder werden alle gleich klug geboren und es liegt in den Händen der Eltern, ob sie ihre Kinder emotional intelligent erziehen, oder sie zu Patienten machen.

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