Ich denke, also bin ich…

Ich denke, also bin ich… Ein oft gewähltes Zitat, nur stimmt es immer? Sind wir, weil wir denken oder denken wir nur, dass wir sind? Was bedeutet es denn „Ich denke, also bin ich“? Herauszulesen ist, dass man seiner Gedanken Herr sein sollte, dass man frei denken sollte, um nicht einem falschen System nachzueifern, was bereits sehr lange, sehr viele tun.

Voll und ganz sein, sich seiner Stärken bewusst sein und sich unabhängig von äußerlichen Eindrücken entwickeln. Wir sind aus der Ferne betrachtet, nichts weiter als ein Sandkorn in der Wüste. Einer von vielen und nur schwer auszumachen, wenn man den Fokus nicht genau darauf legt. Prinzipiell ist es ok, einer von vielen zu sein, aber es sind die Besonderheiten, die Fähigkeiten und Begabungen, welche uns besonders machen. Ich bin klar der Meinung, dass jeder aus einem bestimmten Grund auf der Welt ist. Niemand ist um sonst, oder überflüssig, auch wenn manche so empfinden. Einige werden aufgrund dieses negativen Denkens nie ihre wahre Stärke und Begabung finden. Sie vergeuden sich und stehen vor einer geistigen Klagemauer, bedauern ihr Dasein und erweitern nicht ihr Denken, ihr Bewusstsein, um das besondere in sich selbst zu erkennen. Es bedarf Mut, über seinen Tellerrand blicken zu wollen und gewiss ist es  anstrengend, aber es lohnt sich!

Was macht uns also wirklich aus? Besitz und Vermögen? Das ist alles schmückendes Beiwerk! Darüber kann man sich nicht definieren, es wäre nur wie ein Umhang, welcher jederzeit abgelegt werden kann. Aber erst dann, wenn all das abgelegt ist, zeigt sich wer du wirklich bist. Deine Seele, dein Charakter, aber nicht dein Besitz definieren dich!

Luftschlösser und deren Baumeister

Wer kennt es, du sitzt bei einer Gruppe von Leuten, einer erzählt und prahlt über super tolle Erlebnisse und Geschehnisse die er erlebt haben mag. Ein Großteil der Zuhörer feiert in wie einen Helden und du legst die Stirn erst in Falten, dann in die Hand und denkst dir, wieso man nur solchen Seemannsgarn erzählen muss, aber auch wieso die anderen dazu applaudieren. Haben sie es längst erkannt und wollen ihn nicht Bloß stellen, oder sind sie wirklich so einfach hinters Licht zu führen?

Zugegeben, manche Artgenossen lügen so geschickt, dass man tatsächlich erstmal drauf rein fällt, was daran liegt, dass man den gegenüber nicht sehen kann, weil telefoniert oder geschrieben wird. Und es gibt tatsächlich Menschen die ihr Spiel so perfekt beherrschen, dass man selbst an der Mimik kaum zu erkennen vermag, dass sie lügen. Jene Menschen sind arm dran, weil sie sich ihre Lügen gar selbst glauben, leben in einer fiktiven Welt und müssen diese wahren, weil sie ohne diese plötzlich mit Nichts da stehen.

Wenn ich die Möglichkeit habe, lenke ich mich von solchen Geschwätz ab und ist dies nicht möglich, verlasse ich den Ort. Man kann das nennen wie man mag, aber ich finde es anstrengend, es besser zu wissen, aber nicht aussprechen zu wollen um niemanden bloß zu stellen. Klar wäre es mir ein leichtes, zumal ich es interessant finde die Mimik anderer zu deuten. Man erkennt sehr schnell ob jemand sich ertappt fühlt, schlecht drauf ist, oder schier keine Ahnung hat. Letzteres erkenne ich sehr oft. Aber sei es drum, soll ein anderer seinen Fuß ins Fettnäpfchen stellen.

Ich für meinen Teil halte es weiter mit dem Leitsatz, dass man bei Ahnungslosigkeit besser mal die Klappe hält. Lügen finde ich charakterlich auch sehr schwach und zu anstrengend wäre es mir obendrein! Eine kleine Flunkerei in Ehren, mehr aber auch nicht. Und selbst diese müssten nicht sein, brächte man sich nicht erst in eine Lage, die solch ein Handeln nötig machen würde. Ehrlich wehrt eben doch am längsten!

Tage

Uns ist nicht bewusst, was für eine Geschenk wir alle 24 Stunden bekommen. Ein neuer Tag, eine neue Chance etwas Gutes zu tun, besonders zu sein, selbst und glücklich zu sein.
Wir kümmern uns zu viel um Unnützes, zu wenig um Wichtiges, zu selten um sein direktes Umfeld und gar zu wenig um sich selbst.
Alles ist wichtiger, das Internet, das shoppen, fernsehen und sonstige Drogen dir der Massenverblödung und Gehirnwäsche dienen. Wer nicht denkt, stellt kein Problem dar, wer nachfragt und hinterfragt wirkt als Störfaktor. Ich bin gerne unbequem! Aber dennoch nehme ich mich da nicht raus, das Smartphone bestimmt beinahe den Tagesablauf, ist zumindest als Zeitfaktor eine nicht zu leugnende Größe geworden, dass sie mich sogar selbst schon erdrückt. Es gilt dies zu ändern, wichtigen Dingen seine Aufmerksamkeit zu schenken. Freie Zeit der Familie zu widmen.

Vierundzwanzig Stunden jeden Tag, sieben Tage pro Woche, und dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr, können wir so viel besseres tun als uns von Elektronik, Trends und sonstigen fragwürdigen Modeerscheinungen ablenken zu lassen. Sollte man tatsächlich mal darüber nachdenken. Statt dessen raus in die Natur, es wäre nicht nur physisch gesünder, denn auch der Geist muss ab und an mal gelüftet werden. Wenn es im Kopf dann wieder frischer ist fällt auch das Denken leichter!

Aber nutzen wir unsere Zeit für gutes, helfen wir anderen und lernen dabei über uns selbst. Reflektieren wir unser Handeln und sehen wir, wo wir stehen. Der oft zitierte Stellenwert in der Gesellschaft ist etwas, dass ein gesunder Menschenverstand nicht benötigt. Durch unser lernen über uns selbst, ergibt sich unser Platz von ganz alleine. Ich bin mir sicher dass viele das ebenso sehen und ich mit dieser Meinung nicht alleine da stehe. Bin gespannt, was an Reaktionen auf diesen Blog Eintrag kommt, würde mich jedenfalls über Antworten freuen.

Und um eine liebe Userin aus einer meiner Gruppen zu zitieren:

„Namaste liebevolle Herzmenschen!“

 

Lust am Genuss

Ein gutes Essen. Selbst gekocht, am liebsten zusammen, damit allein die Vorbereitungen schon hungrig stimmen und Spaß machen. Frische Zutaten, fein gewürzt und angerichtet. Ein Gedicht! Auf der Zunge wird es zergehen, ein Geschmackserlebnis soll es sein!

Gib dem Körper Feines zu essen, damit die Seele Lust dazu verspürt, darin zu wohnen!

Essen sollte mehr sein als nur stupide Völlerei, es ist neben der Köstlichkeit auch eine gute Gelegenheit um gemeinsam Zeit zu verbringen. In Ruhe, bei einem netten Gespräch, einem Glas Wein, mit der Liebe seines Lebens oder gar der ganzen Familie und Spaß.

Lust am Genuß, kann dann schnell, um es etwas frivol auszudrücken, zum Genuss an der Lust werden, da Liebe ja bekanntlich durch den Magen geht.

Ich finde es sehr schade, dass man dazu kaum noch Zeit findet. Solche Momenten verlagern sich, wenn überhaupt, aufs Wochenende, da die übrigen Tage der Hektik des Alltags gehören. Verlorene Zeit wie ich finde. Aber ändern kann man es nicht. Wenigstens das gemeinsame Essen am Abend gehört noch der Familie.

Zum Wochenende aber sollte es ein Highlight sein!

Rezepte gibt es genug, sie leiten an, ein leckeres Mahl zu bereiten. Schreibt euch doch auch mal ein Rezept für den Tag, um ein schönes miteinander zuzubereiten. Es ist nicht schwer, aber es macht glücklich und zufrieden! Ich verspreche es euch!

Tunnelblick

Ich möchte euch heute mal erzählen, wie ich damals meine Depression empfand. Wie es sich auf mich auswirkte. Jetzt ein paar Jahre danach, traue mich darüber zu erzählen. Ich hoffe, ich kann zum einen erklären wie es wohl sein mag und zum anderen Erkrankte dazu bewegen, sich Hilfe zu suchen. Sehr gerne biete ich auch meine Hilfe an. Viel Spaß beim Lesen. 

 

Ein trister grauer und verregneter Tag. Es ist frisch, nasskalt fährt es einem durch und durch, man versucht sich in seine Jacke zu kuscheln. Ob es heute nochmal heller wird, die Sonne scheint? Wohl eher nicht. Es ist eher damit zu rechnen, dass es so bleibt und einfach nur noch dunkel wird. Trostlos! Man versucht sich mittels Gedanken positiv zu stimmen, im Kopf wenigstens die Sonne scheinen zu lassen, aber auch da herrscht trübes Wetter. Es friert mich noch mehr, weil ich garnicht in der Lage bin, mich zu erheitern. Ich funktioniere, gehe von der Arbeit aus den Weg zum Bus. Musik wird es richten und der Stimmung angepasst schön laut, damit die finsteren Gedanken nicht zu hören sind. Schwierig, denn ich könnte nicht so laut stellen, wie es dazu nötig wäre. Fortwährend kreisen die Gedanken. Was bin ich, wer bin ich, wozu bin ich da? Ich bin unachtsam, stolpere kurz und trete auf die Fahrbahn, ich höre Reifen quietschen, drehe meinen Kopf und sehe in die erschrockenen Augen des Kurierfahrers, vor dessen Auto ich lief. Kein Ton wurde gesprochen. Stille. Ich drehe mich um, gehe weiter, völlig emotionslos. Es war mir schier egal ob er mich platt fährt. Wäre doch der Welt gutes getan, wäre ich weg. Dass ich zuhause Frau und zwei Kinder hatte, kam mir in dem Moment nicht in den Sinn. Ich war leer und mir selbst im Weg. Nicht mal mehr weinen konnte ich, keine Chance. Die Tränen versiegt, der Kopf finster, es flackert der Gedanke an Suizid auf. Es war nicht erschreckend oder befremdlich, es war aber auch nicht angenehm, irgendwie wars garnichts. Keine Regung! Gerne hätte ich Angst gehabt, denn es wäre ein Zeichen gewesen, dass wenigstens irgendetwas noch halbwegs normal läuft. Aber nichts, gar nichts!

Ich verbrachte so Wochen und Monate, immer auf der Suche nach Leben in mir, den Sinn meines Daseins, einfach einen Grund, wofür ich gut bin. Die Tage kamen und gingen, hell, dunkel, ob die Sonne schien oder es regnete, egal! Ich spielte meine Rolle des fröhlichen Ehemanns, Vater, Kumpel. Aber in mit drin war nichts fröhlich. Meine Seele schrie, erlebte Schmerz und wusste nicht, wie damit umzugehen ist. Ich war dankbar, als ich endlich so weit war und mir meine Hilflosigkeit eingestand. Der Gang  zu einem Psychologen war zwar schwer aber gut, denn nach und nach lernte ich mich kennen und Mut zu fassen, der zu sein der ich bin und nicht der, den jeder haben wollte. Heute sehe ich entspannter auf die Zeit zurück, gehe offen damit um, weil ich denke, dass es sehr vielen so gehen wird. Seid mutig und sucht euch hilfe! Ich kann heute wieder lachen, ich kann Scherze über mich selbst machen und steh zu meinen Gefühlen. Jetzt achte ich mehr auf mich und wenn mir etwas nicht gut tut, lass ich es. Nein, ich suche keine Kompromisse, ich lass es! Ob das dann jemanden stört, ist nicht mein Problem. Ich mache, was mir gut tut und lebe lediglich für meine Familie! Leben… Nicht vegetieren…. Das Leben genießen!