Fatique

Fatique (aus dem Französischen, steht für Müdigkeit, Erschöpfung und Mattheit) dieses fiese Monster, welches eines der, wie ich finde, gemeinsten Symptome der Multiple Sklerose beschreibt. Plötzlich auftretende Attacken von Müdigkeit und Erschöpfung, ohne dass es dazu einen Grund braucht. Meist reichen schon minimale Anstrengungen, wenn die Zeichen an einem Tag auf Erschöpfung stehen. Oftmals geht dieses Syndrom dann auch mit kognitiven Störungen wie Konzentrationsprobleme und Lücken im Kurzzeitgedächntnis einher.

Wie genau Fatique entsteht ist nicht klar. Man geht aber davon aus, dass mehrere Faktoren gleichermaßen in Frage kommen, es also ein multifaktorielles Geschehen ist.

Im Verdacht stehen demnach:
(Quelle Netdoctor)

Veränderungen innerhalb des zentralen Nervensystems

Veränderungen im endokrinen System (Hormonhaushalt)

Fehlregulationen des Immunsystems (Fatigue ist ein häufiges Symptom bei Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose)

Entzündliche Prozesse wie bei Fibromyalgie.

Was kann man gegen Fatique tun?

Nun, prinzipiell ist gegen dieses Syndrom kein Kraut gewachsen. Es wird zwar mit verschiedenen Medikamenten, welchen ein Zusatznutzen nachgesagt wird, herum experimentiert, aber wirklich helfen tut es den wenigsten. Meist handelt es sich dabei um Antidepressiva und Parkinson-Medikamente.
Was allerdings am wirksamsten gegen Fatique hilft, sind neben Bewegung an der frischen Luft noch kurze aber intensive Schlafphasen, auch als Power-Nap bezeichnet, welcher die Batterie wieder etwas nachlädt.

Leidet man an Fatique, sollte man sich an Tagen, wo es einen besonders schlimm trifft Ruhe gönnen und sich seinen Tag nicht mit unnötigen voll machen. Man kann nichts dagegen tun und ist diesen Syndrom ausgeliefert. Seid also nicht böse zu euch selbst, ihr könnt nichts dafür!
Versucht eure Tage nach eurem Befinden zu planen, lasst weg, was nicht funktionieren könnte ohne wenn und aber! Versucht Pausen einzubauen, esst ausgeglichen und möglichst eiweishaltig. Macht vor allem aber etwas, was euch Freude bereitet. Meine eigene Erfahrung bislang ist, dass man gut zu sich selbst sein muss und nicht zu anderen. Erklären lässt es sich ohnehin schwer und ist auch nur dann möglich, wenn ernsthaftes Interesse besteht. Gebt auf euch acht!

Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.