Inneren Frieden finden

Was bedeutet es, Frieden im inneren zu finden? Schauen wir uns die Realität mal genauer an, dann finden wir wohl Antworten auf die Frage dazu.

Der Alltag ist von einem Leistungsdruck und einer Hektik bestimmt, welche sich wie ein Faden durch den Tag zieht. Morgens beginnend mit dem alltäglichen Ritual der Morgentoilette, über das Frühstück bis zum verlassen des Hauses. Alles muss an seinem Platz sein, alles hat seine Reihenfolge und wenn irgendwas davon nicht wie geplant funktioniert, rüttelt das schon bedächtig an der inneren Ruhe.

Das Haus ist verlassen, diese Hürde genommen, da geht es weiter mit dem Weg zur Arbeitsstelle. Ist die Zeit ja meist noch knapp bemessen, ist man schon sichtlich genervt, wenn eine Baustelle den Verkehr ausbremst, sich ein paar Fahrer noch nicht einig sind, wo sie hin wollen,  oder wieder ein Traktor gemächlich vor einem her fährt. Ich nennen das auch gerne „das Safetycar ist draußen!“

Wir kommen auf der Arbeit an. Tags zuvor war noch alles ruhig, man hat sich auf einen ruhigen Start eingestellt und Pustekuchen! Es geht direkt mit Stress los. Der Tag verläuft dementsprechend und irgendwann wird es mal Feierabend. Der Weg nach Hause verläuft ähnlich wie der Hinweg und während man kopfnickend bei Rushhour nach Hause kriecht, denkt man schon an weiteres, was noch zu tun ist. Einkäufe? Kochen? Termine? Unentwegt rattert es im Kopf und an Ruhe ist nicht zu denken.

Dies war wohl ein typischer Tag, wie ihn alle kennen, immer unter Strom, dauerhaft darauf bedacht, nichts zu vergessen, dabei vergisst man sich selbst! Der eingangs erwähnte innere Frieden ist bedroht, die Psyche ist gestresst und das schlägt sich zwangsläufig auf den Körper nieder. Stressmagen, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck sind nur einige wenige Probleme, welche auftreten können. Letztlich, das ist das größte Problem, leidet die Psyche, eine mentale Erschöpfung macht sich breit und führt zusammen mit den körperlichen Einschränkungen zu einem großen Problem. Nachts ist der wichtige Schlaf empfindlich gestört, Erholungsphasen, die Tiefschlafphase und die sogenannte  REM-Phase finden nicht, oder kaum statt. Die genannten Symptome verstärken sich.

Natürlich gehen wir zum Arzt und lassen uns mit Pillen versorgen um dem Stressmagen, den Schlafstörungen etc. entgegenzuwirken. Das Problem ist damit aber nicht aus der Welt geschafft.

Wir schneiden uns, machen ein Pflaster drauf und sorgen dafür, dass dies nicht nochmal passiert. In dem oben beschriebenen Fall, schneiden wir uns aber ständig, kleben immer Pflaster drauf und belassen alles beim Alten. Warum? Wäre es nicht besser auch in diesem Fall Abhilfe zu schaffen, um auch für die Seele nicht immer ein „Pflaster“ zu benötigen? Oftmals sind es einfach nur organisatorische Dinge die verändert werden müssen.

Zeitmanagement statt Zeitmangel. Auch mal Nein sagen, Termine absagen und bewusst „Ja“ zu sich selbst sagen! Der Körper wird es einem danken, schon allein weil es einem spürbar besser geht, Energie abrufbar ist und im Kopf Platz für positive Gedanken ist.

Wieviel mehr Lebensqualität würden wir erreichen, wenn wir uns etwas mehr für uns selbst interessieren und weniger für anderes. Man sollte sich vor allem die Frage stellen, wieviel Prozent von dem, was man den ganzen Tag als wichtig ansieht, tatsächlich unwichtig sind, oder zumindest nicht so dringlich, dass es nicht noch eine Weile warten kann.

Ich denke, das wäre eine Möglichkeit ganz einfach und schnell Luft für sich selbst zu schaffen. Oder wie siehst Du das?

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