Wie sehr man vom eigenen Ego in die Irre geführt wird.

Reflektieren und Selbsterkenntnis.

Ich hatte heute einen Text gelesen, den eine befreundete Blogger-in verfasste. Ich fand ihn wunderbar! Es ging um Sympathie und Antipathie. Was uns also dazu bringt, jemanden direkt zu mögen oder gar abstoßend zu finden. Sie nannte als möglichen Grund zum Beispiel, dass man an seinem Gegenüber Charakterzüge feststellt, die man selbst gerne hätte. Also ein Stück weit egoistischer zu sein um auf sich selbst zu achten, Durchsetzungsvermögen usw.

Das klingt alles sehr stimmig und ich bin da völlig bei Ihr, aber ich gehe da noch einer anderen Frage nach. Ist es nicht so, dass man an manchen Mitmenschen Verhaltensmuster und Handlungen wahrnimmt, welche man an sich selbst eigentlich bemängelt? Also, dass einem gewisse Personen einfach nur einen Spiegel vorhalten? Unbewusst versteht sich, wer macht sowas schon absichtlich. Aber ich habe in den letzten Jahren, seitdem ich bewusst an mir arbeite, oft solche Situationen gehabt, wo ich mir die Frage öfter gestellt habe.

Wenn Jemand wirkt als wäre er hochnäsig, sich unnahbar gibt und man erkennt dieses Verhalten plötzlich bei sich selbst, weil es auch der eigenen Unsicherheit herrührt. Man möchte ja nicht schwach wirken und ein leichtes Opfer darstellen, um nur ein Beispiel zu nennen. Ich selbst gehöre ja nicht zu den Ordentlichsten, man sagt ja auch, das kreative Köpfe wohl eher kleine Chaoten sind. Bei anderen aber bringt mich das zur Verzweiflung. Das Zimmer meines Sohnes ist ein rotes Tuch, dabei war ich genauso. Es sind immer die Spiegel die einem vorgehalten werden, die einem dann absolut klar werden lassen, wo die eigenen Fehler oder Schwächen liegen.

Ich persönlich finde das gut, denn ich nehme diese Spiegelbilder an und transformiere meinen Geist dadurch. Es hilft mir, an mir zu arbeiten, besser zu werden, Unsicherheiten abzuschaffen und dadurch offener und stärker zu sein, weil mir keine Gefahr droht. Eine Gefahr, die lediglich von mir selbst ausging. Oder etwa nicht? Wie ist es, wenn man durch die Stadt geht und man das Gefühl hat, von allen angesehen zu werden und man sich in seinem Kopf die wildesten Dinge ausdenkt, was andere wohl gerade über einen denken? Eigentlich ist man da schon sehr von sich eingenommen, oder wie erklärt man sich, diese Denkweise, dass alle wohl grad mich im Kopf haben? Ich interessiere die gar nicht, sind mit ihren Köpfen gerade ganz wo anders und blicken durch mich hindurch. Aber wir beziehen wegen unserer Unsicherheit sofort alles auf uns. Das ist nichts weiter als eine Blockade, die man sich selbst auferlegt, die einen daran hindert einfach der zu sein, der man eben ist.

Wir alle dürfen eins nicht machen, wir dürfen uns nicht immer in Frage stellen, denn wir haben alle unseren Grund und unsere Berechtigung! Viele unserer negativen Gedanken sind nur in unseren Köpfen entstanden und hatten keinen Anlass dazu. Unsere eigene Unzufriedenheit ist unser schlimmster Dämon der uns zu beherrschen versucht. Dies ist auch die einzige Aufgabe die wir haben, diesen Bewohner aus unseren Köpfen zu verbannen.

Eins noch, durch mein Engagement zum Thema MS und Depression, begegne ich Menschen, die rein äußerlich sehr erfolgreich, talentiert und sicher wirken und welche die dazu noch wunderhübsch aussehen. Und dann merke ich in Gesprächen, dass diese Personen, welche scheinbar das Glück gepachtet haben, ebenso ihre Probleme und Ängste haben. Es ist also kein Phänomen, was zwangsläuft mit körperlichen Eigenschaften zu tun hat. Wir sind alle gleich!

Verrückt sein macht Spaß und befreit!

Ernst ist das Leben, jeden Tag aufs neue sind wir alle gefordert, uns den wichtigen Dingen zu widmen, uns regelrecht diesem Regelwerk zu unterwerfen, was irgendwann mal, irgendwelche schlauen Köpfe beschlossen haben. Sicherlich ist nicht alles schlecht, ganz gewiss nicht. Was wäre die Welt ohne Regeln und was wären wir, wenn wir nicht ein „geregeltes Leben“ hätten. Wir würden wie planlose Hühner durch die Gegend irren und alles ginge drunter und drüber. Es ist also von Nöten, dass wir einem gewissen Regelwerk folgen und uns zivilisiert benehmen, weil dies eine Zivilisation wie die unsrige erst ausmacht.

Gut, sieht man sich manche Mitmenschen so an, fragt man sich schon, wer deren Regeln verfasst hat, oder ob sie Regeln überhaupt für sinnvoll erachten. Benehmen Sie sich doch wie Bestien, dieser Begriff erscheint mir passend, weil sie als Tiere zu bezeichnen, wäre eine Beleidigung für die Tierwelt. Ich möchte da aber nun gar nicht auf einzelne Namen eingehen, zumal ich diesen Beitrag nicht mit politischem Geschwätz vergiften mag. Dennoch finde ich es schlimm, dass Menschen mit so wenig emotionaler Intelligenz und Verstand solch wichtige Positionen begleiten dürfen. Ich denke man muss sich dann nicht wundern, wieso Vieles so ist wie es eben ist.

Aber um diesem Irrsinn zu entfliehen, muss man auch einfach mal Fünfe grade sein lassen. Dem Clown den man gefrühstückt hat mal Auslauf geben. Eben einfach für einen Moment kindisch sein. Es heilt die Seele, schafft Platz, weil man negative Gedanken verdrängt. Und wenn die Seele erstmal durchgefegt ist, kann man sich auch wieder alltäglichem Wahnsinn hingeben.

Unsere Seele und unser Verstand, ich trenne das ganz gerne bewusst voneinander, sind wie Gläser. Irgendwann sind diese so voll, dass nichts mehr hinein passt. Daher ist es zwingend notwendig, durch eine Entleerung der Gefäße Platz zu schaffen. Es erleichtert, bringt Schwung und regeneriert Kräfte, welche wichtig für unser Bewusstsein sind. Erst wenn wir uns voll und ganz unserem Umfeld bewusst sind, uns Situationen stellen und uns behaupten können, sind wir ganz bei uns! Wenn es also dazu nur nötig ist, ab und an etwas Verrücktes zu tun und einfach mal Kind zu sein, dann sollte dies doch eine leichte Übung sein?

Gewiss nicht, denn wir verlernen es Kind zu sein. Wir sind so in unserem täglichen Trott verhaftet, dass wir uns nicht mehr wirklich daran erinnern, wie es sein mag Kind zu sein. Dabei ist gerade das so wichtig. Lachen, Spaß haben, völlig egal ob es einfach nur Blödsinn ist. Eine wunderbare Kissenschlacht, toben im Garten, sich blöde Grimassen schneiden und einfach herzlich darüber lachen. Es tut so unheimlich gut und befreit! Vor allem aber, wenn man sich diesem Versuch hingibt und man Erfolg hat, so erlangt man auch wieder Kreativität. Sei es nur sich seinen Alltag etwas umzustrukturieren oder gar eine Fähigkeit bei sich zu finden die ein Hobby, oder gar eine berufliche Veränderung bedeuten könnte. Warum nicht? Denkt mal darüber nach.

Natürlich würde ich mich wieder über Kommentare und Ideen von Euch freuen!

Euer Mark

 

Wenn Einkaufen zum Stress wird

Einkaufshorror dank MS.

Normal hat mir das nie was ausgemacht, egal wie dicht das Gedränge war, wie hektisch es zuging. Ich mittendrin, kein Problem! Hab meinen Einkauf durchgezogen und fertig. Nichts hat mich dabei stören können. Seit dem ich aber erkrankt bin, wird das von Jahr zu Jahr schlimmer. Mittlerweile schaffe ich es nicht mehr an hektischen Tagen durch einen großen Supermarkt zu gehen, meinen Einkauf zu tägigen, ohne dabei Probleme mit Symptomen zu bekommen, die aufflackern und mir das Leben schwer machen.

Innerhalb kurzer Zeit tritt Schwindel auf, das sehen verschlechtert sich rapide und einen heftige innere Unruhe macht sich breit. Raus… Nur noch fix alles zusammenraffen was gebraucht wird und raus. Nicht selten bricht man einen Einkauf ab, geht mit den paar gesammelten Dingen zur Kasse und versucht danach nochmal einen Anlauf bei einem kleineren Discounter.

Es belastet schon, wenn man so unvermittelt vom eigenen Körper darauf aufmerksam gemacht wird, was nicht mehr gut ist. Halt schreit er regelrecht. Hör auf damit, achte etwas mehr auf mich! Tu mir Ruhe an! Aber wie viel Ruhe denn noch? Man kann doch nicht nur erschöpft auf der Couch liegen?

Spaziergänge in der Natur sind eher mein Fall, wobei ich auch da auf die Wegstrecke achten muss, da auch dann fix die Luft raus ist. Ja, es ist nicht einfach. Aber ich schaff das irgendwie. Der Körper will das ich auf ihn achte. Ok! Dann wird versucht Gewicht zu reduzieren. Ich will dieser verdammten Krankheit so lange wie es nur geht, ne blöde Fratze schneiden und mein Ding machen! Das ist mein erklärtes Ziel.

Derweil überlege ich mir, wie ich diesem physischen Stress beim Einkaufen einhalt Gebiete um das mit den Symptomen noch irgendwie in den Griff zu bekommen. Dazu mach ich mit auf meiner Couch, auf der ich just in diesem Moment, wo ich diesen Text verfasse, ausruhe. Wenn ihr Ideen habt, wie man diesem Stress vorbeugen kann, würde ich mich über Kommentare unter dem Text freuen.

Euer Mark

Pessimismus in Reinkultur

Was Pessimismus schafft.

Ich habe in den letzten Jahren sehr hart an mir gearbeitet um endlich so zu sein ich eben bin. Authentisch, ehrlich und zu meinen Gefühlen stehend. So, wie ich eigentlich schon immer war und es nur versteckt habe, um so zu sein wie andere mich gerne haben wollten. Ich sehe vieles anders und nutze gerne die Fähigkeit, meinen Blickwinkel zu verändern, um das Wesentliche zu betrachten. Die Medaille hat eben nicht nur eine Seite! Tätigt man also den oft zitierten „Blick über den Tellerrand“ eröffnen sich einem völlig neue Perspektiven. Des weiteren liebe ich die Stille, denn wer es schafft, mit sich selbst im Stillen allein zu sein und es ihm dabei nicht unangenehm erscheint, der hat vollkommen zu sich gefunden! Das ist es, was so unheimlich wichtig ist um seiner Gedanken und seinem Tun Herr zu sein.

Was ich dabei total verlernt habe und worum ich auch froh bin, ist mit lauten Menschen und Umgebungen umzugehen. Diese Umstände schaden mir, lassen Unruhe in mir aufkeimen und hindern mich, meine Kreativität auszuleben, ja auch einfach zu leben. Ich weiß dass ich zu den HSP gehöre, den hoch sensibilisierten Personen. Das habe ich mit Tests von seriösen Anbietern ausgiebig getestet und es bleibt kein zweifel bestehen. Daher auch mein hohes Maß an Empathie und extremer Hilfsbereitschaft. Wenn ich einfach die Umgebung und was geschieht, auf mich wirken lasse, kommen mir die besten Ideen zu Texten. So wie ich dieser hier aus einer Situation heraus entstanden ist.

Die Überschrift verrät es schon und deshalb war die Einleitung auch so wichtig, damit man versteht was mich da beschäftigt hat. Das Gespräch um das es geht war sehr pessimistisch und aggressiv, sowie laut was eine vernünftige Konversation ohnehin im Keim erstickte. Es ist generell wohl alles schlecht und nur dazu da um einen übers Ohr zu hauen. Neue Technik wird verteufelt und überhaupt scheinen alle Neuerungen schlecht. Es wird nicht ansatzweise versucht etwas Positives daran zu finden. Im Gegenteil, man findet stetig Gründe dafür wieso dies alles schlecht ist, selbst wenn man diese zusammendichtet und völlig aus dem Zusammenhang gerissen hat. Ein Veto wird nicht oder nur schwer akzeptiert, wobei man Glück haben muss, einen Satz zu ende führen zu dürfen.

Es belastet mich, da ich eben nicht zu der Type Mensch gehöre die es schaffen die Lautstärke ihrer Stimme solange stufenlos zu erhöhen, bis sie sich gar nur noch selbst wahrnehmen. Auch eine Möglichkeit seine Meinung anzubringen, nur ist dies vielleicht nicht die Beste. Eine gute Konversation kann kein Monolog sein, deshalb ist es schon wichtig sich an gewisse Gesprächsregeln zu halten. Aber was Hänschen nicht lernt,…..Ich wäre gerne etwas ins Detail gegangen und hätte durchaus meinen sachlichen Anteil dazu leisten können, eben weil es teils auch Themen waren, welche ich interessieren, aber das war nicht wirklich möglich. Wenn ich ehrlich bin hätte ich mich ohnehin gerne über andere Themen unterhalten. Themen die mich interessieren wie etwa Psychologie…. Gott bewahre, das wäre was geworden, muss mir dabei geradezu das schmunzeln verkneifen.

Ich für meinen Teil werde einfach dafür Sorge tragen, dass die Gefahr solcher Unterhaltungen eher klein gehalten wird. Danach jedenfalls benötige ich immer eine Weile, die Fragmente in meinem Kopf zu sortieren und unbrauchbares rauszuwerfen, um wieder Kreativ zu sein. Das ist es was mich letztlich weiter bringt, denn das ist es, wozu wir geschaffen wurden, um Kreativität auszuleben.

Ich Familienmensch

Morgens, etwa um acht Uhr erwachen und die Wärme spüren, welche meine Frau ausstrahlt. Eingekuschelt liegt sie da, so unschuldig wirkend wie ein Engel  und ich genieße es noch einige Minuten, sie einfach nur anzusehen. Mir geht es dabei gut, es berührt mein Herz und ich denke mir derweil aus, was wir heute alles machen könnten. Schlussendlich kommt es gewiss anders, aber mit ihr kann ich mir alles vorstellen.

Aus dem hinteren Teil der Wohnung höre ich schon die Kinder toben. Sie dürften wie meistens schon länger wach sein. Lachen, kreischen, quieken, sie haben Spaß und sind unbeschwert. Ich höre ihnen gerne zu, drücke mein Kopfkissen zurecht und döse noch etwas, denke an viele Dinge, etwa wie ich meine Webseite erfolgreicher gestalte, wie es mit meinem Buch weiter geht, oder was ich am Abend zu essen machen könnte. Viele Gedanken die in meinem Kopf herumschwirren, während ich die Augen geschlossen halte und die Gedanken fließen lasse. Ich könnte ja Frühstück machen, kommt es mir in den Sinn, aber das Bettchen ist so kuschelig und unter dem Betthimmel, den ich kürzlich installierte, lässt es sich gemütlich verweilen. Beinahe schläft man wieder ein,wären da nicht unsere Stubentiger! Spätestens wenn Jerry auf einem steht, seine feuchtkalte Nase ins Gesicht stupst und mit den Hinterläufen auf der Blase steht, ist es mit der Gemütlichkeit vorbei. Ich drehe mich meist, genieße noch etwas den Anblick meiner Frau, ehe ich dann aus dem Bett steige um dann doch Frühstück zu machen.

Das ist es, was mir den Antrieb dazu verleiht, jeden Morgen aufzustehen und mein Bestes zu geben. Ich bin durch und durch Familienmensch, brauche das wie die Luft zum atmen! Meine Tochter, mit ihrer Art jeden zu umsorgen. Sie ist eine wunderbare kleine große Maus. Mein Sohn, welcher mit seinen Späßen aufzumuntern weiß, welcher aber auch ganz schön gesprächig ist. Meine Frau in ihrer liebevollen Art, mit ihrem sanften Lächeln und ihrem großen Herz. Könnte mir Besseres passieren? Ich glaube nicht. Denn ich haben schon das Beste! Das ist wahrer Reichtum und ist mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen.

Was würde ich verpassen, hätte ich meine Familie nicht. Gut ich würde es dann wohl auch nicht wissen, aber der Gedanke daran fühlt sich nicht gut an. Ich bin froh, dass es ist, wie es ist, wollte das auch nicht mehr missen! Wir haben zusammen schon so einiges erlebt, nicht nur Positives, sind daran gewachsen und es hat uns fest zusammen geschweißt. Wir sind eben ein tolles Team.