Reise ins eigene Empfinden

Reise ins eigene Empfinden

Zurzeit kämpfe ich wieder mit meiner Psyche. Gedanken rauschen wie wild durch den Kopf und ich kann sie nur schwer sortieren, mein Empfinden gleicht einem Slalomlauf. Auch die Belastbarkeit ist nicht so gegeben wie sonst, ein Lied, eine besondere Situation und ich werde extrem emotional. Woher kommt das, diese Frage stelle ich mir selten, denn ich kenne die Faktoren, die dazu führen. Die Frage die sich eher stellt, wie bekomme ich meine Empfindungen in den Griff?

Ich sehe meine Kinder und denke mir, ob ich denn überhaupt dazu in der Lage bin, gesellschaftlich korrekte Werte und Denkweisen zu vermitteln, wenn man scheinbar selbst jahrelang fehlgeleitet durch sein Leben ging. Schließlich hat man nie wirklich gelernt, auf sich selbst zu achten. Wichtig und geradezu in Dauerschleife gepredigt war immer nur „Sei fleißig, gib dein Bestes und du wirst Anerkennung finden!“

Stimmt nicht! Man macht die Arbeit die kein anderer machen will und letztlich ist man nur solange anerkannt, solange man dies so weitermacht. In der Zeit haben andere auf sich geachtet, leben gesund und genießen das Leben. Die innere Leere und Unzufriedenheit wurde bei einem selbst jedoch nicht ausgeglichen.

Schlimm genug, dass man solche Erkenntnisse nicht schon früher erlangt, sondern baut auch noch Selbstzweifel auf, welche jedes Quäntchen an Selbstwert verdrängen. Irgendwann ist man in einem Trott gefangen, der die eigene Gesundheit mehr und mehr vergiftet. Ohne Gefälligkeiten, keine Anerkennung und ohne diese, keine Freude. Man erkauft sich durch Leistung Freunde, welche nach dem Erreichen ihrer Ziele einen anderen Weg einschlagen. Selbst bleibt man auf der Strecke und versucht sich wie ein Junky anderweitig Ersatz zu verschaffen. „Sei fleißig und Du bekommst die Anerkennung die Du verdienst.“ Dieses Denken tötet jeglichen normalen Verstand ab!

All diese Gründe und Situationen lassen eine Unsicherheit entstehen, welche einem jetzt, wo man selbst Vater ist, auf die Füße fallen. Oftmals ertappe ich mich dabei, dass ich in einem Gespräch oder bei bestimmten Situationen überzogen reagiere. Persönlich werde und unfair, weil es an der nötigen Sicherheit fehlt. Zum Glück bemerke ich es mittlerweile und kläre die Situation dann auch prompt.

Diese Momente wurden zum Glück viel seltener und ich bemerke auch, dass die Arbeit an mir selbst, Früchte trägt. Trotzdem macht es einen fertig, wenn man in Situationen, wo es so wichtig wäre entspannt und klar zu reagieren, merklich versagt. Es kommt ein spürbarer Hass auf sich selbst auf.

Ich werde noch lange brauchen und ich befürchte sogar, dass ich damit mein ganzes Leben beschäftigt sein werde, mich zum einen neu einzustellen und weiter dafür zu sorgen, dass ich mich irgendwann mal selbst bedingungslos lieben kann und mit mir zufrieden bin. Meine Familie soll später mal gerne zu mir kommen wollen, sich freuen, die Zeit genießen und nicht darunter leiden, dass es mir an Aufmerksamkeit mangelt und ich in meiner eigenen zurecht gebogenen Realität gefangen bin.

Meine Kinder jedoch möchte ich nicht zu einer Kopie meiner selbst machen, sondern dafür Sorge tragen, dass Sie sich zu eigenen individuellen Wesen mit gesunder Denkweise und einem korrekten Werte-Verständnis und Weitblick entwickeln.

Und wenn ich es recht überlege, so ganz um sonst waren meine Bemühungen bisher nicht. Empathie habe ich entwickelt, den Tellerrand und die Scheuklappen abgeschafft, unbedachtes Urteilen über Menschen und Situationen gegen gesunden und weiter ausbaufähigen Menschenverstand getauscht.

Es gilt den Weg weiterzugehen, einen Fuß vor den anderen, eine Pilgerreise ins Ich, der Weg ist das Ziel!

Schwarz und Weiß – perfide Gegensätze

In Aleppo/Syrien stirbt gerade eine Familie, weil sie das Pech hatte, zu nah an einem mit Sprengstoff beladenen Auto vorbei zu laufen. Einzig der kleine vierjährige Sohn überlebt schwerstverletzt. Anderswo auf der Welt feiern Menschen ihre Idole auf einem Rockkonzert. Alle tanzen, sind glücklich und haben keine Angst.

Wir machen uns Sorgen ob das Wetter am nächsten Tag für den geplanten Ausflug oder das BBQ hält. Ein paar tausend Kilometer weiter sorgt sich ein Vater ob er morgen Wasser für seine Kinder bekommt. Die Quelle hat Nestlé privatisiert. Das dreckige Wasser wurde ihnen gelassen. Sie haben die Wahl, ob Sie an dreckigen Wasser oder Durst verrecken.

Wir teilen unser Essen im Netz, posten jeden Shit unseres belanglosen Tages mit der Hoffnung Zuspruch und Anerkennung zu finden. Likes häufen sich. Ein paar Städte weiter wird gerade ein Kind brutal vergewaltigt, weil es Freunde im Netz suchte. Die Täter kommen vergleichsweise milde davon. Das Mädchen kann von Glück reden, wenn es von einem guten Psychologen vom Suizid bewahrt wird.

Dies sind Gegensätze, die ich bewusst brutal geschrieben habe, weil ich denke, dass uns die Median total abstumpfen lassen. Man sieht das Elend jeden Tag, es ist weit weg, wir können ja eh nichts machen… Resignation, Hilflosigkeit bis hin zu Ignoranz.

Scheuklappen auf, Playstation an. Reicht ja nicht, dass ein paar tausend Kilometer weiter Menschen ausgelöscht werden, radieren wir virtuell auch noch ein paar Menschen aus. Denken wird überbewertet…

Unangenehm, diesen Text zu lesen, oder? Glaubt mir, es ist ebenso unangenehm ihn zu schreiben, aber es ist wichtig! Die Medien sind gesteuert. Wir erfahren das, was wir auch erfahren sollen.

Wenn die Zeit reif ist, gibt’s mal wieder Griechenland, oder dann nen anderen Finanzskandal, an dem sich der Pöbel aufreiben kann, während die deutsche Armee als plumpe Söldnertruppe die Drecksarbeit für die Nato macht. Keiner hats bemerkt, niemanden interessiert es.

Ich weiß, dass nach dem alten Sprichwort, der Fisch immer am Kopf das stinken anfängt. Aber statt auf den Obrigkeiten rumzuhacken, sollte jeder in seinem Dunstkreis ändern und verbessern, wo er in der Lage dazu ist.

Schimpfen und meckern, klagen und Jammern ändert nichts. Aber viele kleine Wunder, werden Vielleicht irgendwann zu was großem!

Älter werden rockt!

Modische Sneaker, eine perfekt geschnittene 5-Poket Jeans, lässig das moderne Hemd darüber mit Motiv und Schrift. Die Sweatjacke mit Kaputze und Jeansaplikationen offen darüber getragen.

Sportlich wirkt er, geht zweimal in der Woche Sport machen, liebt es mit seinem Fahrrad Touren zu fahren und ist für so manchen Blödsinn zu haben.

Wenn die Sonne nicht so sehr herunter brennt, holt er schon mal das Cabrio aus der Garage. Seine Frau trägt gerne Kleider, wenn sie nicht gerade im Sportdress auf ihren Cardiogeräten ihrem wöchentlichen Workout nachgeht.

Heute aber sieht man auch sie in figurbetonten Jeans, mit Ballerinas und einer schicken Bluse. Das Haar zur Tour im Cabrio passend frisiert und vorfreudig lächelnd.

Die beiden sind Anfang sechzig! Was man eigentlich nur an ihm so recht erkennt, da er mit seinem gepflegten grauen Vollbart und den modisch geschnittenen grauen Haaren in etwa das Alter vermuten lässt. Die Lebensfreude, dieses lässige und die spürbar ausgeglichene Art stecken an.

Da stehen, wenn man es kommuliert, 120 Jahre Lebenserfahrung und Wissen, die auf ihrer Art so jugendlich wirken, dass selbst mancher mittvierziger dagegen alt aussieht.

Ich möchte das auch! Und ich frage mich, ob ich das noch schaffen kann. Schließlich habe ich auch meine Geschichte, die körperlich wie auch seelisch Spuren hinterließ. Ich kam zum Schluss, dass weniger die körperliche Fitness und Klamottengrößen darüber entscheiden, ob man im Alter noch jugendlich wirkt, sondern die innere Einstellung eines jeden selbst.

Ich kenne Menschen, die trotz Übergewicht toll aussehen. Ich kenne aber auch schlanke, sichtlich trainierte, die menschliche Blindgänger sind.

Es ist in der Tat die innere Zufriedenheit die einem nach außen hin ein gewisses Sexappeal beschert. Ich selbst bemerke, dass ich mich mit jedem Jahr, wo ich älter werde, schöner finde. Gut…. Was den Bauch angeht, da kann man nu drüber streiten. Ich finde ihn nicht schön. Aber ansonsten finde ich mich schon recht geil. So langsam erkenne ich nämlich an, was andere schon lange von mir sagten, ich aber immer als unsinnig empfand.

Ich möchte später so ein cooler sechzigjähriger sein, der mit seinem Sohn im Biergarten mal eins trinken geht, ohne für ihn peinlich zu sein. Ausserdem finde ich Klischees Kacke! Und jeder, der sich dann hinstellt, mit dem Finger auf mich zeigt und meckert, ist im Grunde nur neidisch, weil er selbst gerne so wäre!

Mit jedem grauen Haar das ich bekomme, liebe ich mich mehr. Mit jeder Erfahrung die ich mache, achte ich mich mehr. Mit jedem sanfen Wort und Gedanke von mir, werde ich glücklicher!

Der Kampf mit mir selbst

Mein ganzes bisheriges Leben war ein Kampf mit mir selbst! Was andere über mich denken, wie andere hinter meinem Rücken über mich urteilen, wie ich in der Gesellschaft ankomme.

Immerzu war es mir wichtig zu wissen, was in den Köpfen anderer vorgeht, dass ich das Leben garnicht unbeschwert genießen konnte. Besondere Leistung zu erbringen, um angenommen zu werden, war mein tägliches Bestreben.

Alles was ich geschafft habe, empfand ich selbst als nicht gut genug, weil es andere gewiss auch nicht gut fanden. Ich habe keine gehobene Schulbildung, kein Studium, keinen besonderen Titel.

Ich bin einer unter Millionen, ein Wassertropfen im Meer, unsicher und unsichtbar. Und immerzu war da das Gefühl sich mit anderen vergleichen zu müssen, was selten gelang, weil Individualität schlecht vergleichbar ist.

Selbst heute, nach einer Psychotherapie, einem Buch das ich geschrieben habe und weiß Gott was ich früher alles geschafft habe, ist es immernoch so, dass ich manchmal an mir zweifle.

Jeden Tag aufs Neue ermutige ich mich und sage mir, dass ich gut bin, so wie ich bin und jeden Tag ist es ein Kampf. Aber es lohnt sich, weil ich auf einem guten Weg bin, mich selbst zu akzeptieren.

Bitte ermutigt eure Kinder, lernt sie Aufmerksamkeit und Selbstvertrauen, bestärkt sie in ihrem Handeln, helft ihnen behutsam aber bestimmt ins Leben, lehrt sie nicht das Leben, sondern zeigt ihnen, wie sie ihr Leben erlernen.

Seid Freund, seid aufmerksam und transferiert nicht eure ureigenen Wünsche und Sehnsüchte auf die Kinder. Sie ersticken unter der Last!

Danke euch!

Die Sonne, unser Energielieferant

Nach trüben und verregneten Tagen, scheint endlich wieder die Sonne. Helle freundliche Tage, alles duftet, Vögel zwitschern und jede Menge Menschen trifft man an und die Eisdielen sind schlagartig stark frequentiert.

Sofort merkt man einen Energieschub der durch den Körper strömt. Positive Gedanken gesellen sich zu einem Gefühl der Leichtigkeit. Und diesem gesunden wohligen Gefühl des seins.

Wie sehr wir von diesem gelbgold leuchtenden Himmelskörper abhängig sind, wird einem dann jedes Mal aufs neue bewusst.

Man giert förmlich nach den warmen Strahlen, wie sie der Haut schmeicheln und neben dem Erwerb von Vitamin D auch die Produktion von Endorphinen ankurbeln. Glücklich sein, frei und unbeschwert sein!

Wir beschäftigen uns zu wenig im Freien, genießen dieses tolle Wetter zu selten und eilen ständig irgendwelchen Wichtigkeiten hinterher, die bei genauer Betrachtung garnicht mal so wichtig sind.

Wie rauben uns damit selbst die Freiheit, uns zu entfalten und das zu tun, was uns gut tut.

Gehen wir hinaus, mit dem Vorsatz nichts weiter, als uns selbst Gutes zu tun. Hängen wir die Füße ins Wasser, Strecken wir unser Gesicht in die Sonne, Armen wir tief ein und wiedet aus. Leben kehrt ein in uns, eine besondere Energie die unser Handeln bestätigt.

Wir leben, wir heilen, wir denken klar und wir lauschen den Klängen des Lebens!

Mit wachem Verstand und innerer Ruhe ist es ein leichtes, sich Themen zu widmen, die Energie kosten, da wir mit genug davon ans Werk gehen können. Gelassenheit ist zu spüren, innere Ruhe lässt sich fühlen und nichts kann uns erschüttern.

Daher ist es so unglaublich wichtig, dass wir Unnötiges vermeiden, uns den wichtigen Dingen widmen, wie etwa die Familie oder Freunde.

Wir werden zufriedener  und strahlen das auch aus, freundlich mit einem Lächeln im Gesicht und Lebensbejaend. Gibt es wunderbareres?

Reflektiert selbst, stellt euer bisheriges Sein auf den Prüfstand. Mistet aus, was Energie und Kraft nur unnötig vergeudet. Schafft Luft und stellt euch neu auf! Euch selbst werdet ihr es danken, da bin ich mir sicher, aber auch euer Umfeld profitiert ganz automatisch und steht euch positiv gegenüber!