Am Meer

Wohlfühlen am Meer

Morgens die Augen öffnen, ein wundervoller Morgen folgt auf eine angenehme Nacht. Wir kuscheln noch eine Runde im warmen Bettchen, lauschen den Möwen und vernehmen ein leichtes Rauschen der Wellen.

Ich bin glücklich, meine Liebste kuschelt sich noch in meinen Arm und wir verweilen noch etwas.
Die Kinder sind schon wach, man hört sie durch das Haus tippeln, Getuschel, Gekicher und die Schritte wurden langsam leiser. Ich freue mich darüber, dass es uns allen gut geht und drücke meine Frau.

Als nächstes vernehme ich Tellerklappern. Eine richtige Teamarbeit geschieht wohl gerade. Die Kinder decken den Frühstückstisch und ich bin schon ganz gespannt.

Nach einer Weile werden die Tippelschritte wieder lauter. Es klopft an der Türe, leise öffnet sie sich und unsere Mäuse gucken vorsichtig herein.

Als sie merkten, dass wir schon wach waren, gab es kein Halten mehr. Mit Anlauf und hopps saßen sie bei uns im Bett. Familienkuscheln war angesagt, ein Ritual das wir gerne an freien Tagen pflegten. Kuscheln ist gesund! Vor allem für die Kinderseele. Papa genießt das aber auch ganz gerne.

Ein Weilchen noch, dann stehen wir auf. Die Kinder sind ganz ungeduldig. Hoppsen von einem Bein aufs Andere. Wir gehen Richtung Küche und wollten uns am Küchentisch setzen, als die Kinder kicherten. Mit leuchtenden Augen zeigten sie auf die Terrasse.

Dort hatten sie ein wunderbares Frühstück vorbereitet und es mangelte an nichts. Vor allem nicht an Liebe! Es war ein Genuss, so schön zubereitet und lecker.

Es schmeckt aber noch viel besser, weil es kleine flinke Kinderhände mit ganz viel Begeisterung und Freude zubereiteten.

Die Aussicht aufs Meer, ist von der Terrasse aus überwältigend, die Wellen branden leicht an den Strand, die Möwen vollführen ihre Flug- und Jagdkünste, fliegen ihre Manöver um zum Ziel dessen, einen Fisch ihr Eigen zu nennen.

Ganz weit draußen, man kann es kaum erkennen, um was es sich handelt, fährt ein großes Schiff. Ich meine einen Kreuzfahrtdampfer zu erkennen, sicher bin ich mir aber nicht.

Nach dem tollen Frühstück entschließen wir uns zusammen am Strand spazieren zu gehen. So früh am Morgen ist noch kaum einer unterwegs. Man kann die Weite genießen, sein Umfeld ungehindert wahrnehmen. So auch die Düfte.

Vieles nimmt man wahr, so meerestypische Gerüche vom nassen, salzigen Sand, bis hin zur Bepflanzung der Böschung. Der Wind weht mäßig und mit lauer, sehr angenehmer morgendlicher Temperatur.

Gewiss eine Stunde waren wir unterwegs, sammelten schöne Muscheln, sahen kleine Krabben laufen, welche ganz frech mit ihren Scheren winkten und genossen das Wasser, in dem wir Knöcheltief spazierten. Diese Ruhe, pure Entspannung und Seelenmedizin.

Ich denke, ein größeres Glück kann man kaum empfinden!

Die Begabung

Du denkst, du kannst es nicht, dir fehlt der Mut, und du denkst nicht positiv. Dabei existieren die Grenzen, die Dich hindern, nur in deinem Kopf! Du bist zu weit mehr fähig, als Du dir selbst zutraust. Dabei ist diese Sperre in deinem Kopf nichts weiter als Angst!

Garnicht mal die Angst vor Versagen ist dein Problem, was ist wenn du Erfolg hast? Ja, selbst davor kann man Angst haben. Kann ich dieses Level halten? Bin ich wirklich gut? Es werden sich Gedanken über ungelegte Eier gemacht, dabei gilt es einen Fuss vor den anderen zu stellen, denn nur so lernt man das laufen!

Was möchtest du erreichen? Schreib es auf einen Zettel, wenn es Dir hilft und verfolge diese Ziele! Fang klein an und stecke Dir die Rahmen eng. Nutze Zwischenziele um bei Laune zu bleiben, die Motivation zu erhalten. Es gibt nichts schlimmeres, als sich von Beginn an zu viel vorzunehmen, um dann verzweifelt und entkräftet die Flinte ins Korn zu werfen.

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Überlege Dir genau, was du tun willst. Achte dabei auf deine Stärken und lass Dir für diesen Prozess Zeit. Hier schon zu übereilt zu reagieren wäre falsch, denn hektisch nach irgend etwas zu suchen, nur damit man irgendwas hat, geht in den meisten Fällen in die Hose.
Aber ich kann mir gut vorstellen, dass hier viele etwas ganz wunderbares finden werden um sich zu verwirklichen.

Manchmal sind es gar Dinge die auf der Hand liegen und man einfach nicht drauf kommt. Womöglich ist der Buchhalter ein hervorragender Maler, der Zimmermann ein begnadeter Autor und die Krankenschwester eine wunderbare Schmuckdesignerin. Wer weiß!

Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst. Du musst nur fest an Dich glauben! Sei ganz du selbst, sei mutig und drücke deine Gefühle aus. Jeder hat eine besondere Begabung die es zu finden gilt. Mach dein Ding!

Kinder

Es gibt kaum ein Wesen, von dem man so viel lernen kann. Diese unbeschwerte Art mit der es durch das Leben schreitet und mit einem Entdeckergeist gesegnet, der seinesgleichen sucht.

Kein Vorurteil vergiftet seine Gedanken, es reicht die Hand aus purer unverfälschter und ehrlicher Freundlichkeit! Stets aufmerksam und interessiert nimmt es sein Umfeld auf und lächelt sich stets in die Herzen anderer.

Diese Wissbegierde, diese Neugier, dieser unstillbare Drang nach Lernen. Und auf seine ganz unerschrockene, angstlose und unbefremdliche Art Kontakt zu anderen zu knüpfen, ist wunderbar!

Wir können so viel von ihm lernen. Wie man tolerant und großzügig durchs Leben geht. Wie man vorurteilsfrei anderen begegnet, Freunde findet und sein Gegenüber stets respektvoll behandelt.

Ja, Kinder sind wunderbare Geschöpfe und so viel intelligenter als wir Erwachsenen, möchte man meinen! Kinder sind uns in so mancher Hinsicht voraus, weil wir im Laufe des erwachsenwerdens diese  guten Eigenschaften unterdrückt oder vielleicht auch verlernt haben.

Wir sollten wieder mehr auf die Kinder hören, ihnen und ihrem Tun mehr Beachtung schenken. Aber vor allem müssen wir dafür Sorge tragen, dass sie sich möglichst viel dieser positiven kindlichen Eigenschaften bewahren!

Wie sonst soll es irgendwann mal besser werden, wenn wir nicht jetzt den Grundstein dafür legen!
Kinder sind so wichtig!

Der Mensch

Bunt und vielseitig, künstlerisch einzigartig und fähig wunderbare Dinge zu erschaffen. Technische Meisterleistungen, welche das Leben erleichtern, Kunstwerke in Farbe und Form, aus verschiedensten Materialien, in ihrer Einzigartigkeit und Schönheit kaum in Worte zu fassen. Effizienz, Nachhaltigkeit und Wertschöpfung stehen ganz oben auf der Agenda.

Nicht um sonst wurden uns Hände gegeben um all diese wunderbaren Dinge zu erschaffen. Nicht um sonst haben wir solch ein komplexes und leistungsfähiges Gehirn erhalten, um uns all diese Dinge auszudenken.

Nicht um sonst sind wir zu all dem fähig!

Trotzdem nutzen wir die meiste Energie und Zeit dazu, uns stets mit anderen zu vergleichen. Wir befinden uns in unseren Köpfen in einem steten Wettkampf. Besser sein, effizienter sein, das Rad am  Besten neu erfinden.

Hauptsache man ist seinem Konkurrenten einen Schritt voraus. Was daraus resultiert ist eine Geschwindigkeit, die alles mitreißt. Es gibt keine Ruhe mehr, keine Besonnenheit. Nur noch Kampf.

Ob in Konzernen oder auf politischer Ebene. Alles gleicht nur noch einem Schauplatz, einer Arena. Die Gladiatoren, wollen wir uns das mal sinnbildlich darstellen, kämpfen jeden Tag um die Spitze.

Wer nicht mithalten kann, wird überrannt, den Löwen zum fraß vorgeworfen. Wer nicht stark genug ist hat das überleben nicht verdient.

Damals im alten Rom feierten die Menschen auf den Rängen ihre Helden, während der Herausforderer starb. Unter tosendem Beifall und Rufen badete der Sieger in der Begeisterung der Menge. Heute ist das ganze etwas anders.

Während in den Arenen der Neuzeit kämpfe ausgefochten werden, sind die Opfer dieser Duelle, die Menschen auf den Rängen. Wer jetzt noch Beifall klatscht, ist wie ein Schaf, das seinen eigenen Schlachter feiert.

Denn heute geht es nur noch um schnelles Geld, technologischen Vorsprung, wer zu erst den neusten Wurf landet.

Während die Menschheit den neuen Trends nachjagd und immer weniger „Mensch“ ist, wird an anderer Stelle mit atomaren Kriegsmitteln ein Wettkampf im Säbelrasseln aufgeführt.

Wo sind all die Dichter und Denker, Künstler und Philosophen? Wo ist der Mensch? Wo stehen wir im einundzwanzigsten Jahrhundert? Es wird einem Bange!

4:50 – Schmerzen

Eine echt blöde Uhrzeit! Bis hier hin habe ich es geschafft, mich zu quälen, etwas Schlaf zu finden.

Es ist nun schon über eine Woche, wo ich mich so herumquäle. Schlafen geht nur auf dem Rücken liegend, sehr zum Leidwesen meiner Frau, weil ich scheinbar ne Kolonie Seelöwen vor Neid erblassen lasse. Zwischendrin wache ich ständig auf, weil ich wohl immer versuche mich in die gewohnte Schlafposition zu drehen. Blöd ist nur, dass es ausgerechnet die Rechte Seite ist, wo auch die Schulter lädiert ist. Kein Problem, hat man ja noch die linke Seite. Nö, geht auch nicht, weil dann der rechte Arm so schmerzt, dass man keine Position findet, wo er schmerzfrei ruhen kann.

Also wieder zurück auf den Rücken gedreht. Nun wird erstmal ne weile gewartet, bis die Schmerzen wieder auf ein erträgliches Level gesunken sind. In der Zeit geht einem alles Mögliche durch den Kopf. Von „ich will weinen wie ein Baby“ bis „kann mir einer bitte den Arm abnehmen?“

Irgendwann lassen die Schmerzen etwas nach. Langsam aber sicher geht es Richtung 6 Uhr morgens. Aufstehen müssen wir jetzt. Die Kinder müssen in die Schule und wir wollen gemeinsam frühstücken. Zuerst werf ich mir mal auf nüchternen Magen eine Tramal Schmerztablette ein, in der Hoffnung, dass sie wirken möge. Nach einer Weile sinkt der Schmerz auf einer Skala von 1 – 10, auf eine erträgliche 7!

Ich mache Frühstück, wecke die Kids, leg mir meine MS-Medis zurecht, welche ich mir noch einwerfe, während ich mein Müsli mümmel. Ich habe in dieser Nacht, wie schon in den Nächten zuvor kaum geschlafen. Bin mehr auf der Couch, als im Bett, weils erträglicher ist, im Sitzen noch etwas zu dösen.

Ich hoffe, es findet sich bald eine Lösung und ich kann mal wieder einen schmerzfreien Tag genießen. Scheiß auf Geld und Schickimicki ich will nur mal wieder schmerzfrei schlafen!