Stress, die Faktoren und Prävention

Stress, dessen Faktoren und Prävention

Wie gehe ich mit Stress um.

 Wir leben in einer Erfolgs- und leistungsorientierten Gesellschaft und unser Terminkalender ist jeden Tag bis zum Bersten gefüllt. Jede freie Minute wird verplant um einhundertfünfzig Prozent zu geben, weil einem dies so eingetrichtert wurde.

Auf Grund der Tatsache, dass wir schon so lange auf diesem hohen Niveau agieren, merken wir nicht, dass auch unser Stress-Level auf einem hohen Niveau angesiedelt ist., was zwangsläufig zu Problemen führt.

 

Probleme, die bei Stress auftreten können, sogenannte Stressreaktionen:

Kopfschmerzen, Verspannungen, Rückenschmerzen, Magenprobleme, Schlafstörungen, erhöhter Blutdruck, schnellere und flache Atmung, Schwächung des Immunsystems und Störung der Sexualfunktion

 

Chronisch auftretende Beschwerden bei Stress-Dauerbelastung:

Herz-Kreislauf-Probleme, psychosomatische Erkrankungen wie etwa Depression, Burnout, Angststörungen, sexuelle Unlust und eine hohe Infektanfälligkeit.

 

Wie sich Stress auswirkt:

Bei normalen Stress-Situationen erhöht sich das Stress-Level kurzzeitig, Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet, die Leistung des Körpers wird gesteigert, man kann so kurzzeitig ein erhöhtes Arbeitspensum leisten. Danach fährt das Stresslevel runter, man entspannt, die Atmung und der Puls normalisieren sich, eine Erholungsphase tritt ein.

Aber bei Menschen mit dauerhafter Stressbelastung, siedelt sich der Stresspegel hoch an, die Erholungsphasen fallen kurz aus und man befindet sich so auf einem dauerhaft hohen Stresspegel.

Dies führt auf Dauer zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen. Abgesehen von den oben bereits beschriebenen gesundheitlichen Nachteilen die auftreten können, sind auch Wirbelsäulenschäden keine Seltenheit, da die Muskulatur im Schulter/Nackenbereich dauerhaft verspannt und so beispielsweise zu Schäden an der Halswirbelsäule führen können.

Da Stress auch als Kampf-Flucht-Reaktion bezeichnet wird, was evolutionsbedingt dazu gedacht ist, Gefahren-Situationen zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren, ist es heute natürlich anders. Man öffnet Montagmorgens sein Email-Postfach und eine Flut an Emails wartet auf Bearbeitung, oder man steht kurz vor dem Urlaub und der Schreibtisch muss noch abgearbeitet werden.

Das ist der Stress den wir heute empfinden. Wir reagieren sofort mit Erhöhung der Herzfrequenz und Transpiration, was auch deutlich wird, wenn man zum Beispiel im Straßenverkehr plötzlich stark bremsen muss, weil ein Ball auf die Straße rollt, oder ähnliches.

Um dann für die Situation gewappnet zu sein, verändert der Körper die Prioritäten. Kampfbereitschaft wird hergestellt. Muskulatur, Atmung und Aufmerksamkeit werden verstärkt mit Energie versorgt, während Verdauung und andere Körperfunktionen heruntergefahren werden.

Bei einer andauernden Stresssituation kann es so auch zu Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt und dem Herz-Kreislauf-System kommen. Nicht selten sind auch Kurzatmigkeit, Appetitlosigkeit und Erschöpfungszustände der Fall.

 

Was kann ich gegen Stress unternehmen?

Nun, man kann zum einen Versuchen, Arbeit umzuverteilen, das Gespräch mit der Geschäftsleitung oder zuerst mit der Vertrauensperson zu suchen, um eine Lösung zu finden. Manchmal reicht schon eine Umverteilung der Tätigkeiten um etwas Luft zu verschaffen.

Dies ist aber nur ein Teil dessen, was man für sich selbst tun kann, denn auch im privaten Bereich gibt es Möglichkeiten und gerade da besteht das meiste Potenzial für Veränderungen.

Der Vorabcheck mittels Auflistung der Tätigkeiten die den Tag über anfallen. Block und Stift zur Hand nehmen und alle Tätigkeiten mit Zeitangabe, wie lange diese gedauert haben, notieren. Dieses, nennen wir es mal Logbuch, ruhig eine ganze Woche lang führen.

Du wirst merken wie voll man sich den Tag packt. Hast Du noch Luft zum Atmen? Tatsächlich? Wie erklärst Du dir dann, dass dein Tag dem Logbuch zur folge 36 Stunden haben müsste? Ein krasses Beispiel ich weiß, aber mach den Test!

Man betrachtet dann die Aufzeichnung und wird schnell merken, dass kaum noch, oder gar keine Zeit mehr bleibt, die man für sich nutzt. Man sollte nun überlegen, ob man nicht Dinge weglässt, bzw. kombiniert. Man sollte mittels Textmarker in verschiedenen Farben die einzelnen Punkte priorisieren.

Was ist wichtig und kann nicht verschoben oder eingespart werden, was kann man getrost weglassen bzw. auf ein oder zwei Tage pro Woche reduzieren, was kann ganz weg und was kann ich womöglich kombinieren. Vier Farben, vier Kategorien.

Schnell wird klar werden, was an Tätigkeiten gespart und an Zeit freigegeben werden kann. Zeit, die nicht für andere Dinge vergeudet wird, sondern Zeit für Dich! Denn da sind wir schon bei dem was wir für uns tun können.

Zum Beispiel ein Hobby, etwas dass Du schon immer tun wolltest. Sei es Sport, oder Model-Bau, Lesen etc. das Angebot ist vielfältig. Ein Hobby bringt Freude, Zufriedenheit und vor allem ein Erfolgserlebnis, was so unheimlich wichtig für das eigene Wohlbefinden ist. Soziale Kontakte pflegen, mit der Familie oder Freunden etwas unternehmen.

Am besten aber wenigstens eine viertel Stunde Auszeit für sich selbst nehmen. Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training eignen sich dazu besonders gut, im hier und jetzt zu sein. Ganz bewusst den eigenen Körper wahrnehmen, um so dem Alltag kurz zu entfliehen, ganz bei sich zu sein.

 

Körper und Gedanken-Check:

Bin ich ganz bei mir, oder bin ich mit meinen Gedanken bei den Dingen die es noch zu erledigen gilt?

Helfen mir meine momentanen Gedanken dabei, dass ich mich besser fühle?

Atme ich gerade in den Bauch oder nur in die Brust? Die Atmung ist der Schlüssel zur Stressbewältigung! Tief in den Bauch atmen und langsamer wieder ausatmen.

 

Empfehlungen zur Stressreduktion:

  • Achtsamkeitsbasierende Stressreduktion nach einer Methode von Jon Kabat Zinn

 

  • Online-Programme der Krankenkassen zur Stressbewältigung und Entspannung

 

  • Stressbewältigungskurse an den Volkshochschulen

 

Literaturtipps:

  • Maren Schneider: Crashkurs Meditation

 

  • Jon Kabat Zinn: Gesund durch Meditation

 

  • Tagebuch für gute und schlechte Tage: vom Mosaik-Verlag zum Ausfüllen, Selbsteinschätzung und Fokussierung des Positiven

 

  • Gefühle verstehen und Probleme bewältigen vom PAL-Verlag

Eigene Wahrheit, reine Fiktion

 

Wer kennt es nicht, man sitzt in einer Runde zusammen und spricht über ein Thema. Alle wissen, worum es geht und bringen sich sinnvoll ein, während dieser eine Gesprächsteilnehmer, der so gar keine Ahnung vom Thema hat und dennoch rein redet.

Das längst alle gecheckt haben, dass er Mist erzählt, schreckt ihn nicht davon ab an seiner Meinung festzuhalten, diese als absolut richtig und einzig Wahres darzustellen. Solche Gespräche gehen sehr schnell zu Ende und die einst sehr interessante Unterhaltung ist vorbei.

Schade, denn das war in der Summe sehr lehrreich für alle und vor allem wäre es das auch für den Schlaumeier gewesen, weil er seine „Geschichte“ gegen Fakten hätte tauschen können. Sehr schade!

Oder jene, die sich hinstellen und versuchen, dir ihre Lebensweisheit aufs Auge zu drücken. Die selbst zurechtgeschnitzte Realität wird mit irgendwelchen Erlebnissen präsentiert, die nie stattfanden und einfach erlogen sind, um sich besser darzustellen als sie tatsächlich sind. Bedauernswert!

Warum macht man das? Wieso erfindet man sein Leben und baut daraus ne riesen Fiktion? Das Problem an der Lüge ist ja, dass man sie sehr oft erzählt und vor allem vielen Menschen.

Blöd wird es dann, wenn man selbst über sein Konstrukt stolpert, jeweils was dazu dichtet oder weg lässt und so für Widersprüche sorgt.

Oder wenn ein Verwandter davon etwas mitbekommt und das ganze dann als Lüge aufdeckt. Das ist dann aber schon eher Fremdschämen, weil vor allem der unbeteiligte Angehörige sich für den Blödsinn des anderen rechtfertigen muss, oder es einfach zumindest so empfindet. Schlimm!

Was aber verleitet manche Zeitgenossen dazu sich solche Storys auszudenken? Was hat man davon? Klar, wenn ich versuche mich hineinzuversetzen, mag man sich scheinbar besonders toll vorkommen, wenn man bestaunt oder gar als Held gefeiert wird.

Aber wenn ich nun mal auf meine laienhaften psychologischen Kenntnisse zurückgreife, ist das nichts anderes als der Versuch das Gegenteil von dem zu generieren was man tatsächlich darstellt.

Allem Anschein nach handelt es sich um gesellschaftlich benachteiligte Personen ohne jegliches Selbstvertrauen und wohl auch ohne Selbstwertgefühl, wo des Übels wurzel liegt.

So entsteht diese Situation unbedingt dazugehören zu wollen, bevor man unbeachtet an Rand steht und nicht mit dabei ist. Das nächste was einem dann auffällt ist die Art und Weise, mit der versucht wird, diese Geschichten an den Mann zu bringen.

Unangenehm laut und eindringlich, mit fest entschlossenem Blick und in einer regelrechten Angriffshaltung, gerade so als wolle man zum Sprung ansetzen, wenn Jemand auch nur den Versuch unternimmt, das erzählte anzuzweifeln.

Nicht zu unterschätzen ist auch, dass Menschen mit solch krankhaftem Verhalten kein Ende finden und zu ihrer selbsterschaffenen Realität, alles andere um sich herum herabsetzen um den Versuch zu unternehmen, sich so noch extra emporzuheben.

Wir verstehen uns richtig! Es handelt sich dabei nicht mehr um etwas Seemannsgarn beim Feierabendbier, sondern ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, welche zu diesem Verhalten führt, nur erkennen das die betroffenen Personen selbst nicht.

Weiter ist es auch für Angehörige schwer den Erkrankten darauf aufmerksam zu machen, da die logische Konsequenz für ihn dann der Rückzug ist. Eine Abgrenzung von der Familie ist somit der Fall. Eigene Fehler gibt es in der falschen Realität nicht, es sind immer die Anderen, die falsch liegen!

Es ist schwierig, sich damit auseinanderzusetzen, wenn man selbst jemanden weiß, der diese Anzeichen aufweist. Am besten wird es sein, zu aller erst mal bei einer psychologischen Beratung um Rat zu fragen, bevor man sonst versucht, etwas zu unternehmen, was durchaus kontraproduktiv sein kann.

Auch wäre es ratsam, sich diesem negativen Energiefeld zu entziehen und nicht selbst Schaden zu nehmen.

Leben als Zombie?

Morgens das Müsli geistlos in den Hals schaufeln, dabei kurz die Timeline checken, Kaffee reinlaufen lassen und ab geht’s mit den Öffentlichen, wo schon andere blasse, halbschläfrige Zombies auf dem Weg ins eigene mentale Verderben sind.

Kreativität wird selten verlangt, deine Arbeitskraft ist gefragt, dein Wesen in Gefahr.

Kreativität, ein freier Geist, sind wunderbare Voraussetzungen für ein schönes Leben. Angewandt bedeutet es soviel mehr, als etwas zu erschaffen. Es bringt auch Sanftmut und Zufriedenheit mit sich!

Wann hast du das letzte mal wissentlich tief durchgeatmet? Wann hast du das letzte mal die Lungen ganz mit Luft gefüllt?

Wir sind flachatmende Söldner geworden, die jeden Tag für das bisschen Geld einen Großteil ihres Tages damit verschwenden nicht bei sich selbst zu sein!

Wie Roboter, wobei diese ohne Strom nicht funktionieren würden, wir aber dennoch funktionieren, weil wir alle Warnungen unseres Körpers missachten.

Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht und wenn man sich dessen erst bewusst wird, was man alles verpasst und verschenkt hat, weil man dem Irrglauben aufsaß, dass man durch Leistung Bestätigung findet, dies aber nie der Fall ist, muss man acht geben, dass man selbst nicht bricht.

Uns definieren keine Güter, uns definiert unser Handeln, unser Wesen unser Herz! Materielles ist neu Top und wie das Heute morgen schon wieder von Gestern!

Wir lernen und reifen jeden Tag, werden nie weniger sein als wir sind, werden gar wertvoller und bewusster, weil wir über uns lernen!

Irgendwann stehen wir gemeinsam auf einer Anhöhe und betrachten die ganzen armen Teufel, wie sie in der Masse der geistlosen Zombies untergehen. Und vielleicht wachen sie noch wie wir auf und retten sich selbst.

Der Rest wird viel zu spät die Erkenntnis bekommen und traurig auf ein verpasstes Leben zurückblicken, alles verteufeln und schlecht machen um sein eigenes trauriges Herz zu besänftigen.

Wir gehen irgendwann so wie wir gekommen sind und dann definieren uns nicht die Dinge die wir gekauft haben, sondern die Taten die wir getan haben, die Worte die wir gesagt haben und die Menschen für die wir da waren!

Bis dahin aber sollten wir zufrieden und bewusst leben und lieben!