Wünsche

Der Mensch ist immer schnell dabei, wenn es darum geht Wünsche zu äußern. Meist handelt es sich um Materielles oder Utopisches, wie etwa ewiges Leben. Aber wer bitte will schon ewig leben? Was soll ich denn mit so viel Zeit anfangen, wenn ich die, die ich ohnehin schon habe, nicht bewusst und sinnvoll nutze?

Sich materielle Dinge zu wünschen, bringt auf lange Sicht auch keine Genugtuung, sondern nur kurzweilig etwas Freude. Diese wechselt aber schnell in Gewohnheit und oft ertappt man sich dabei, sich selbst zu hinterfragen, wozu man das denn eigentlich braucht.

Was aber, sind sinnvolle Wünsche? Nun, ich habe viel darüber Nachgedacht und ich komme zu dem Schluss, dass wirklich sinnvolle und erreichbare Wünsche, immer Sachen sind, die man sich von sich selbst wünschen sollte. Denken wir alleine an unseren Drang nach Neuem, weil das Alte langweilig wurde. Oder betrachten wir das Spiegelgesetz, dass Dinge die einem an anderen stören, häufig bei uns selbst zu finden sind. Sollte man sich da nicht wünschen, dieses negative Verhalten abzulegen? Ist das nicht ein greifbarer und erfüllbarer Wunsch und bringt uns dieser nicht viel weiter, als alles andere?

Arbeite ich an mir selbst und ändere mein Verhalten, werde ich dadurch auch ganz automatisch zufriedener. Es bedarf dazu keinerlei Hilfsmittel, lediglich den Willen zur Veränderung. Wenn ich mich mit dem was ich bereits besitze, zufriedengebe und mir bewusstmache, dass eine Neuanschaffung keinen Nutzen bringt, außer mein Ego zu pushen, habe ich schon viel gewonnen. Das neue Handy kann auch nur, was das alte schon konnte, vielleicht kann es das besser… na und? Macht es dadurch mich besser?

Wenn ich so darüber nachdenke, kann man durch Transformation seines Denkens nicht nur eigene Zufriedenheit erreichen, sondern strahlt diese positive Kraft auch auf sein Umfeld aus! Eins ist sicher, ein gesunder Geist, ein guter Charakter, kommt niemals aus der Mode!

Geht in euch, reflektiert euer Verhalten und eure Gedanken, fragt euch, was wirklich wichtig ist und strebt danach!

Stress, die Faktoren und Prävention

Stress, dessen Faktoren und Prävention

Wie gehe ich mit Stress um.

 Wir leben in einer Erfolgs- und leistungsorientierten Gesellschaft und unser Terminkalender ist jeden Tag bis zum Bersten gefüllt. Jede freie Minute wird verplant um einhundertfünfzig Prozent zu geben, weil einem dies so eingetrichtert wurde.

Auf Grund der Tatsache, dass wir schon so lange auf diesem hohen Niveau agieren, merken wir nicht, dass auch unser Stress-Level auf einem hohen Niveau angesiedelt ist., was zwangsläufig zu Problemen führt.

 

Probleme, die bei Stress auftreten können, sogenannte Stressreaktionen:

Kopfschmerzen, Verspannungen, Rückenschmerzen, Magenprobleme, Schlafstörungen, erhöhter Blutdruck, schnellere und flache Atmung, Schwächung des Immunsystems und Störung der Sexualfunktion

 

Chronisch auftretende Beschwerden bei Stress-Dauerbelastung:

Herz-Kreislauf-Probleme, psychosomatische Erkrankungen wie etwa Depression, Burnout, Angststörungen, sexuelle Unlust und eine hohe Infektanfälligkeit.

 

Wie sich Stress auswirkt:

Bei normalen Stress-Situationen erhöht sich das Stress-Level kurzzeitig, Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet, die Leistung des Körpers wird gesteigert, man kann so kurzzeitig ein erhöhtes Arbeitspensum leisten. Danach fährt das Stresslevel runter, man entspannt, die Atmung und der Puls normalisieren sich, eine Erholungsphase tritt ein.

Aber bei Menschen mit dauerhafter Stressbelastung, siedelt sich der Stresspegel hoch an, die Erholungsphasen fallen kurz aus und man befindet sich so auf einem dauerhaft hohen Stresspegel.

Dies führt auf Dauer zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen. Abgesehen von den oben bereits beschriebenen gesundheitlichen Nachteilen die auftreten können, sind auch Wirbelsäulenschäden keine Seltenheit, da die Muskulatur im Schulter/Nackenbereich dauerhaft verspannt und so beispielsweise zu Schäden an der Halswirbelsäule führen können.

Da Stress auch als Kampf-Flucht-Reaktion bezeichnet wird, was evolutionsbedingt dazu gedacht ist, Gefahren-Situationen zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren, ist es heute natürlich anders. Man öffnet Montagmorgens sein Email-Postfach und eine Flut an Emails wartet auf Bearbeitung, oder man steht kurz vor dem Urlaub und der Schreibtisch muss noch abgearbeitet werden.

Das ist der Stress den wir heute empfinden. Wir reagieren sofort mit Erhöhung der Herzfrequenz und Transpiration, was auch deutlich wird, wenn man zum Beispiel im Straßenverkehr plötzlich stark bremsen muss, weil ein Ball auf die Straße rollt, oder ähnliches.

Um dann für die Situation gewappnet zu sein, verändert der Körper die Prioritäten. Kampfbereitschaft wird hergestellt. Muskulatur, Atmung und Aufmerksamkeit werden verstärkt mit Energie versorgt, während Verdauung und andere Körperfunktionen heruntergefahren werden.

Bei einer andauernden Stresssituation kann es so auch zu Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt und dem Herz-Kreislauf-System kommen. Nicht selten sind auch Kurzatmigkeit, Appetitlosigkeit und Erschöpfungszustände der Fall.

 

Was kann ich gegen Stress unternehmen?

Nun, man kann zum einen Versuchen, Arbeit umzuverteilen, das Gespräch mit der Geschäftsleitung oder zuerst mit der Vertrauensperson zu suchen, um eine Lösung zu finden. Manchmal reicht schon eine Umverteilung der Tätigkeiten um etwas Luft zu verschaffen.

Dies ist aber nur ein Teil dessen, was man für sich selbst tun kann, denn auch im privaten Bereich gibt es Möglichkeiten und gerade da besteht das meiste Potenzial für Veränderungen.

Der Vorabcheck mittels Auflistung der Tätigkeiten die den Tag über anfallen. Block und Stift zur Hand nehmen und alle Tätigkeiten mit Zeitangabe, wie lange diese gedauert haben, notieren. Dieses, nennen wir es mal Logbuch, ruhig eine ganze Woche lang führen.

Du wirst merken wie voll man sich den Tag packt. Hast Du noch Luft zum Atmen? Tatsächlich? Wie erklärst Du dir dann, dass dein Tag dem Logbuch zur folge 36 Stunden haben müsste? Ein krasses Beispiel ich weiß, aber mach den Test!

Man betrachtet dann die Aufzeichnung und wird schnell merken, dass kaum noch, oder gar keine Zeit mehr bleibt, die man für sich nutzt. Man sollte nun überlegen, ob man nicht Dinge weglässt, bzw. kombiniert. Man sollte mittels Textmarker in verschiedenen Farben die einzelnen Punkte priorisieren.

Was ist wichtig und kann nicht verschoben oder eingespart werden, was kann man getrost weglassen bzw. auf ein oder zwei Tage pro Woche reduzieren, was kann ganz weg und was kann ich womöglich kombinieren. Vier Farben, vier Kategorien.

Schnell wird klar werden, was an Tätigkeiten gespart und an Zeit freigegeben werden kann. Zeit, die nicht für andere Dinge vergeudet wird, sondern Zeit für Dich! Denn da sind wir schon bei dem was wir für uns tun können.

Zum Beispiel ein Hobby, etwas dass Du schon immer tun wolltest. Sei es Sport, oder Model-Bau, Lesen etc. das Angebot ist vielfältig. Ein Hobby bringt Freude, Zufriedenheit und vor allem ein Erfolgserlebnis, was so unheimlich wichtig für das eigene Wohlbefinden ist. Soziale Kontakte pflegen, mit der Familie oder Freunden etwas unternehmen.

Am besten aber wenigstens eine viertel Stunde Auszeit für sich selbst nehmen. Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training eignen sich dazu besonders gut, im hier und jetzt zu sein. Ganz bewusst den eigenen Körper wahrnehmen, um so dem Alltag kurz zu entfliehen, ganz bei sich zu sein.

 

Körper und Gedanken-Check:

Bin ich ganz bei mir, oder bin ich mit meinen Gedanken bei den Dingen die es noch zu erledigen gilt?

Helfen mir meine momentanen Gedanken dabei, dass ich mich besser fühle?

Atme ich gerade in den Bauch oder nur in die Brust? Die Atmung ist der Schlüssel zur Stressbewältigung! Tief in den Bauch atmen und langsamer wieder ausatmen.

 

Empfehlungen zur Stressreduktion:

  • Achtsamkeitsbasierende Stressreduktion nach einer Methode von Jon Kabat Zinn

 

  • Online-Programme der Krankenkassen zur Stressbewältigung und Entspannung

 

  • Stressbewältigungskurse an den Volkshochschulen

 

Literaturtipps:

  • Maren Schneider: Crashkurs Meditation

 

  • Jon Kabat Zinn: Gesund durch Meditation

 

  • Tagebuch für gute und schlechte Tage: vom Mosaik-Verlag zum Ausfüllen, Selbsteinschätzung und Fokussierung des Positiven

 

  • Gefühle verstehen und Probleme bewältigen vom PAL-Verlag

Leben als Zombie?

Morgens das Müsli geistlos in den Hals schaufeln, dabei kurz die Timeline checken, Kaffee reinlaufen lassen und ab geht’s mit den Öffentlichen, wo schon andere blasse, halbschläfrige Zombies auf dem Weg ins eigene mentale Verderben sind.

Kreativität wird selten verlangt, deine Arbeitskraft ist gefragt, dein Wesen in Gefahr.

Kreativität, ein freier Geist, sind wunderbare Voraussetzungen für ein schönes Leben. Angewandt bedeutet es soviel mehr, als etwas zu erschaffen. Es bringt auch Sanftmut und Zufriedenheit mit sich!

Wann hast du das letzte mal wissentlich tief durchgeatmet? Wann hast du das letzte mal die Lungen ganz mit Luft gefüllt?

Wir sind flachatmende Söldner geworden, die jeden Tag für das bisschen Geld einen Großteil ihres Tages damit verschwenden nicht bei sich selbst zu sein!

Wie Roboter, wobei diese ohne Strom nicht funktionieren würden, wir aber dennoch funktionieren, weil wir alle Warnungen unseres Körpers missachten.

Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht und wenn man sich dessen erst bewusst wird, was man alles verpasst und verschenkt hat, weil man dem Irrglauben aufsaß, dass man durch Leistung Bestätigung findet, dies aber nie der Fall ist, muss man acht geben, dass man selbst nicht bricht.

Uns definieren keine Güter, uns definiert unser Handeln, unser Wesen unser Herz! Materielles ist neu Top und wie das Heute morgen schon wieder von Gestern!

Wir lernen und reifen jeden Tag, werden nie weniger sein als wir sind, werden gar wertvoller und bewusster, weil wir über uns lernen!

Irgendwann stehen wir gemeinsam auf einer Anhöhe und betrachten die ganzen armen Teufel, wie sie in der Masse der geistlosen Zombies untergehen. Und vielleicht wachen sie noch wie wir auf und retten sich selbst.

Der Rest wird viel zu spät die Erkenntnis bekommen und traurig auf ein verpasstes Leben zurückblicken, alles verteufeln und schlecht machen um sein eigenes trauriges Herz zu besänftigen.

Wir gehen irgendwann so wie wir gekommen sind und dann definieren uns nicht die Dinge die wir gekauft haben, sondern die Taten die wir getan haben, die Worte die wir gesagt haben und die Menschen für die wir da waren!

Bis dahin aber sollten wir zufrieden und bewusst leben und lieben!

Gefühlstsunami

Ein schöner sonniger Tag, keinerlei Probleme die einem das Leben schwer machen, also alles in allem sehr zufriedenstellend. Man liest gerade etwas, im Hintergrund dudelt leise der Radio und ich genieße während dessen meine Tasse Kaffee.


Plötzlich und unvermittelt schießen mir Tränen in die Augen. Ich habe eine Strophe in einem Lied gehört, welche direkt und ohne Umwege ins Herz ging. Bezüglich des Themas, um welches es sich handelte, hat nichts davon auf mich oder eine bestimmte Situation gepasst, dennoch musste ich schlucken und brauchte etwas, um die Augen trocknen zu lassen. Es schlug richtig durch und ich hatte wieder einmal damit zu tun, zu überlegen wie es dazu kam.

Solche Situationen habe ich oft und ich überlegte tatsächlich, was genau mit mir denn nicht stimmen mag. Ist es womöglich wieder eine Depression? Man spielt nochmal all die letzten Tage und Wochen durch, um eventuell etwas zu finden, woran man dieses, ich nenne es mal Problem, festmachen könnte. Es ist aber nichts zu finden.

Die letzten Monate aber, lernte ich viel über mich selbst und war bzw. bin stets versucht an mir selbst zu arbeiten was Empathie betrifft und ich denke darin liegt der Schlüssel. Zumindest einer der Schlüssel.

Ein weiterer Punkt dürfte sein, dass ich nie wirklich gelernt habe Gefühle zu zeigen. Galt es lange als unmännlich. Nur Mädchen weinen, Jungs müssen stark sein, schön hineingepresst in die Rolle des Beschützers. Und so nahm man diesen Irrglauben an und hielt sich daran. Bis zu einem Moment wo mein Körper und mein Unterbewusstsein das nicht mehr zuließen.

Es waren über die Jahre so viele Situationen und Momente zusammengekommen, die sich aufgestaut hatten, bis an diesem beschriebenen Punkt die Dämme brachen. Hallo Depression, hallo neue ängstlich stimmende Situation.

Nichts ist mehr wie es war, alles muss zuerst bearbeitet und verstanden werden um im nachfolgenden Schritt eine Neuordnung der eigenen Gefühlswelt zu erreichen. Letzteres allerdings braucht am meisten Kraft und Ausdauer.

Ich lernte mich sonst neu kennen. Lernte abzuschließen, was nicht geklärt werden könnte, zu verzeihen, was nicht mehr rückgängig zu machen war um schlussendlich Erleichterung zu finden.

Neben dem erlernen von Selbstliebe und dem finden von Selbstvertrauen, galt es vor allem den Umgang mit seinen Mitmenschen neu zu erlernen. Sie zu lesen, sich reinzuspüren, kurz gesagt Empathie zu erlernen.

Es fühlte sich phantastisch an und man wollte mehr. Ich wurde zunehmend sicherer darin, Menschen bzw. deren befinden an ihren Gesten und ihrer Mimik zu deuten und es gelang zunehmend besser.

Diese Fähigkeit erreicht aber noch etwas ganz anderes. Man wird einfühlsamer. Nicht nur dass man eventuell schon den nächsten Schritt ahnen kann, man spürt auch manchmal, was die Intention war die dahinter steht.

Es kann spannend sein und interessant. Allerdings kann es auch weh tun, wenn man den Schmerz des anderen nachfühlen kann. Und an diesem Punkt bin ich nun wohl angelangt. Ich sehe und verstehe andere nicht nur, ich fühle sie, oder eben Situationen.

All diese Fähigkeiten führen wohl momentan dazu, dass mich ein regelrechter Gefühlstsunami überrannt hat. Diese Masse an Gefühlen und Eindrücken ist kaum noch aufzunehmen und überfordert. Es reicht ein Bild, ein Song oder einfach nur eine Situation und meine Gefühle übermannen mich.

Meist ist das nicht schlimm, geht recht schnell wieder. Blöd wirds hingegen, wenn das zu unpassenden Momenten vorkommt. Aber auch das ist wohl wieder ein Lernprozess, zu selektieren, welche Gefühle und Empfindungen geschehen sollen und welche nicht.

Am Ende bin ich noch lange nicht und ich denke ich habe noch nicht mal den Gipfel erreicht, welcher den Abstieg, das erlangen der Erkenntnisse bedeuten würde.