Die Lüge

Genutzt, um der Realität zu entfliehen, ist sie das Instrument des Egos um eine eigene, bequeme Wahrheit zu erfinden.

Fein ausgeschmückt, um das inszinierte Selbstbild an den Mann zu bringen, oder einfach nur als Notflunkerei dienlich ist.

Die Lüge, sie solls richten, sie wird schon den gewünschten Erfolg bringen.

Doch wenn eine kleine Flunkerei beginnt, extreme Ausmaße anzunehmen, weil sich der, der sie hervorbringt, an der Einfachheit des Lügens gütlich tut, wird sich die Wahrheit das nicht lange gefallen lassen!

Sie wird mächtig zurück schlagen, den Lügner entlarven und sein wahres Bild wird sichtbar. Den geschundenen Blick zum Boden gerichtet und mit hängenden Schultern wie ein Lausbub, wird er dahingehen.

Meist viel zu spät entlarvt, ist die Realität der Fiktion restlos gewichen. Ohne bewusst zu sein, dem Ego völlig verfallen und die Faust geballt erhoben, um das eigene Hirngespinnst als die einzige Wahrheit, ja gar als Realität darzustellen.

Das aber,  weißt auf einen vergifteten Geist ohne jegliche Bewusstheit hin. So wirkt die Lüge auf die Dauer wie ein Gift, was nur dadurch noch zu stoppen ist, wenn man sich seiner bewusst wird.

Wenns dann mal nicht zu spät ist…

Dumm gelaufen

Ich nutzte ein paar Minuten, um mich zu bewegen und frische Luft zu tanken, während Sohnemann sein Essen einnahm. Ich laufe in die Innenstadt, weil ich dabei noch eine Kleinigkeit essen wollte. Ich merke schon auf den ersten Metern, dass es Heute nicht so rund „läuft“ und  dachte noch an meinen Gehstock, welcher, wie das halt so ist, im Kofferraum meines Wagens liegt.

Egal, ich dachte mir, dass es schon gehen wird. Etwas schwankend, wie besoffen, war ich zwar unterwegs, aber es ging und so setzte ich meinen Weg fort. In der Innenstadt angekommen, herrschte ordentlich Publikumsverkehr. Fahrräder, was für Erlangen typisch ist und unzählig viele Fußgänger. Ich musste mich konzentrieren, dass ich nicht stolpere oder jemanden anrempel, was dazu führte, dass man kaum die Möglichkeit hatte, sich in Ruhe umzusehen. Schlimmer noch, ich konnte mit den Augen kaum noch fokussieren, alles war unscharf und rasterig. Man kann es sich wohl so vorstellen als stelle man das Kameraobjektiv bewusst etwas unscharf und schaltet die Bildstabilisierung ab, während man läuft und dabei filmt. Was dabei rauskommt sollte klar sein.

Zu dem Augen Problem gesellte sich noch Schwindel und ein wattiges Gefühl im Kopf… Dies alles gepaart mit dem linken Bein, welches mal schleift, mal einsackt. Ein Hochgenuss quasi! Vor allen dann, wenn man ab der Hälfte der Strecke überlegt, ob das so eine gute Idee war, aber da gab’s nun kein Jammern mehr, da musste nu durch!

Seis drum, ich überstand diesen Ausflug unbeschadet, die Menschen um mich herum übrigens auch! Und es wird mich auch gewiss nicht davon abhalten, öfter mal solche Spaziergänge zu machen.

Bist Du Schlagfertig, oder nicht?

Schlagfertigkeit, in Millisekunden den passenden Spruch auf der Zunge haben… Das müssen doch alles Aliens sein, oder wie schaffen die das?

Wenn mir einer irgendwelche Brocken vor die Füße wirft, bin ich selten dazu in der Lage, direkt mit der passenden Antwort zu kontern.

Meist fällt mir etwas passendes erst kurze Zeit später ein, aber dann is der Zug schon abgefahren. Ärgerlich!

Am schlimmsten ist es, wenn es sich dabei um einen persönlichen Angriff handelt. Meist gehe ich dabei eher einen Schritt zurück und seltener auf Konfrontation. Wahrscheinlich weil ich weniger der Krieger und eher Kopfmensch bin.

Nun zu beginnen, die Situation erst zu bewerten, um vielleicht dadurch eine geeignete Reaktion auf den verbalen Angriff zu finden, ist gerade dann völlig falsch.

In diesem Moment steht man völlig unbewaffnet vor dem Kontrahenten und der schlägt einem rhetorisch gesehen, den Fedehandschuh ins Gesicht.

Wie gern hätte man den passenden Spruch, oder das schlagende Argument, um seinen Gegenüber sofort in die Schranken zu weisen, aber man ist in diesem Moment wie gelähmt, weil man zu viel denkt, statt mit einfachen Mitteln den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Zum Beispiel auf solch eine verbale Attacke mit einer Gegenfrage zu antworten, wie etwa „Worauf willst Du hinaus?“ oder „Was bringt Dich dazu, mich anzugreifen?“

Das sind einfache Mittel, den anderen zu beschäftigen, um in der gewonnenen Zeit geeignete Antworten zu finden.

Möglich wäre es auch mit abgedroschenen Phrasen für Verwirrung zu sorgen. Dies muss man sich zum einen erstmal trauen und zum anderen zieht das nur Fragen nach sich was das denn jetzt sollte.

Darauf dann zu antworten, dass man den anderen damit nur einfach beschäftigen wollte, kommt grad beim Vorgesetzten gewiss nicht so gut an…!

Bestenfalls ist der Angreifer jedoch ganz perplex, weil er mit der gestellten Frage oder solch einem Wortspiel nicht gerechnet hat, ist damit überfordert eine geeignete Begründung zu finden und zieht von dannen.

Die wenigsten werden in solch einem Moment bleiben und sich der Gefahr aussetzen, selbst durch entsprechende Gegenmaßnahmen unter die Räder zu kommen.

Der Grund für eine solche verbale Attacke ist ohnehin meist belanglos und nur der oft zitierte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte.

Vorangegangener Ärger an anderer Stelle, konnte nicht zufriedenstellend aus der Welt geschafft werden.

Das hat die Wut nur genährt, welche sich dann in zuvor beschriebener Situation entlud und man selbst lediglich als Ventil dient.

Wichtig ist in diesem Moment, die Ruhe zu bewahren und nicht noch Öl ins Feuer zu gießen. Letztlich hat der Andere ein Problem und nicht Du, also mache es nicht zu Deinem!

Bleibe gelassen und versuche Dich nicht in ein Wortgefecht ziehen zu lassen, was Dich aus Deiner Bewusstheit reißen würde.

Was Unbewusstheit anrichtet, wie durch den Angreifer ja eindrucksvoll unter Beweis gestellt und womit wir schon bei einem anderen Thema ankommen, dem. Schmerzkörper.

Aber dazu erzähle ich gerne an anderer Stelle etwas.I

Der Verstand und die Unbewusstheit

Aktuell lese ich ein Buch von meinem Lieblingsautor Eckhart Tolle. In diesem Werk beschreibt er bereits anfangs, welche Kraft der Verstand hat und wie er uns dazu bringt, diesen negativen Bildern die er generiert, zu folgen. Dadurch, dass wir uns von unserem Verstand leiten lassen, sind wir vollkommen unbewusst!

Diese These regt zum Nachdenken an. Ist es wirklich so schlimm? Ist man wirklich so an seinen Verstand verhaftet? Bin ich nicht frei im Denken? Ich überlege eine Weile und komme tatsächlich zu dem Schluss, dass Tolle recht hat. In dem Moment, wo ich mich diesen Gedanken und Bildern hingebe, welche mein Verstand erzeugt, bin ich nicht mehr bei mir! Was aber ist die Ursache? Wie geschieht es, dass der Verstand solch eine Macht erhält?

Eckart Tolle beschreibt das sehr präzise mit der Konditionierung, die bereits in der Kindheit beginnt. Das Leid der Eltern, deren unbewusstes und zwanghaftes Handeln, welches durch deren Verstand, der die Kontrolle übernahm, bestimmt wird und somit auf die Kinder übertragen wird. Warum? Weil es in dem Moment, deren gefühlte und gelebte Realität ist, welche aber so unglaublich weit weg von der tatsächlichen Realität entfernt ist.

So geschieht es ganz automatisch, dass die Kinder, welche durch ihre angeborene Loyalität zu den Eltern, diese Denkweise übernehmen und zwangsläufig für richtig halten. Es werden also fehlgeleiteten Konditionierungen weitergegeben, sofern man sich nicht davon befreit. Tolle beschreibt dabei sehr genau, wie man sich dazu bringt, seinen Verstand dabei zu ertappen, diese Macht auf uns auszuüben.

Er beschreibt es so, dass man bewusst als Zuhörer agieren soll. In sich gehen und einfach nur mal zuhören, nicht verurteilen und bewerten, sondern nur zuhören! Die Gedanken verlieren dadurch an Macht, sie verlieren vor allem aber an Kraft und letztlich gewinnt die Bewusstheit an Raum!

Ein schöner Gedanke, welcher gelebt werden möchte! Ich werde nun mal weiter in diesem wunderbaren Werk von Eckhart Tolle lesen. Ich fand während dessen sogar Verknüpfungen zu einem seiner anderen Werke, welche nun in der Kombination einen besonderen Sinn ergeben.

Hätte ich einen Wunsch frei, so würde ich mit ihm gerne mal ein Gespräch führen. Ich bin mir sicher, dass es für mich ein Quell mentaler Energie und Freude wäre! Für mich jedenfalls ist das erforschen des eigenen Bewusstseins zu einer bedeutenden Aufgabe geworden, schon allein, um meinen Kindern etwas ganz Besonderes zu vermitteln, nämlich einen freien Geist und absolute Bewusstheit!

Selbsterkenntnis

Selbsterkenntnis

Was ich nicht mag sind übertrieben laute Menschen, welche stets im Mittelpunkt stehen müssen und diesen auch vollends für sich vereinnahmen. Ich mag keine Lügen, denn abgesehen davon, dass man sich, wenn man lügt immer so viel merken muss, sich selbst nimmer im Spiegel ansehen mag. Ich mag meinen Körper nicht, weil er nicht dem entspricht, was ich gerne hätte, mag deshalb auch mich nicht, weil ich nur schlecht was daran ändern kann.

Ich sehe mich auch irgendwie als eine Mischung aus McGyver und Bruchpilot, ich repariere etwas und fahre auch mal was zu Schrott. In mir schlagen die Herzen eines Boxkämpfers und eines Laienpsychologen und irgendwie wuchert da in irgendeiner Ecke auch etwas Jin und Jang. Ich habe eine sehr ausgeprägte Gefühlswelt und wohne doch in einem Käfig. Manches Mal fühle ich mich, als könnte ich Bäume ausreißen, an anderen Tagen bin ich das Gänseblümchen.

Aber ich mag mich auch irgendwie und es muss wohl ne Hassliebe sein, denn an sich kann ich wohl ganz zufrieden sein. Der Lack blättert zwar, aber unter der Haube ist soweit noch alles ok. Immerhin bin ich von Jahr zu Jahr mehr in der glücklichen Lage, dass es mir scheißegal sein kann, was andere über mich denken. Älterwerden ist also gar nicht mal so schlecht!

Was ich aber am allermeisten mag, ist Menschen zu helfen, ein offenes Ohr zu haben und hier und da mal einen Rat aus meiner „KlugeWorteKiste“ zu kramen.

Daher habe ich beschlossen, einfach zu so bleiben wie ich bin. Das ist gewiss schön für die, die mich mögen. Vielleicht auch nicht so schön für jene, die mich nicht mögen, aber das macht ja nichts, denn ich mag die ja auch nicht!

Es kommt auch gar nicht mal so darauf an, sich selbst zu sehr zu mögen, da einem sonst noch ein narzisstisches Verhalten attestiert wird.

Ich glaube einfach, dass das Perfekte gerade im Unperfekten liegt, dass äußerliche Makel dem Charakter lediglich ein schmuckes Zuhause geben. Und das Zuhause für meinen Charakter, kann sich demnach sowas von sehen lassen. Und eventuell habe ich mit diesen Zeilen, dem einen oder anderen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, dann war es die Mühe wert!

Für den Rest bin ich weiterhin gerne der, der ich bin!