Staatenlenker, deren Schachfiguren und das brave Volk

Eigentlich bin ich nicht der Fan von politisch orientierten Statements, weil es eigentlich schon genug zeigefingerwedelnde Artgenossen gibt. Ich hingegen bin ein unbeschriebenes Blatt, ein Normalo, somit kein gescheiterter Promi der mit Gutmenschentum sein Image aufpolieren will.

Mich stören existenzielle Dinge, nämlich jene, die unsere Spezies eigentlich ausmacht und unsere Polit-Promis und Laiendarsteller vertreten sollten, statt sich gegenseitig schwänzchenhaltend wie eine volksverarschende, bunt gepinselte Elefantenkarawane zur Polonaise hinreißen zu lassen. Aber lest selbst, was mir so durch die Hirnwindungen schießt, wenn ich gerade Zeit zum Nachdenken habe. Ja Zeit zum Denken! 


Eine Schulbildung der elitären Art, eine nachweisbare Intelligenz und Auffassungsgabe und doch blind!

Ein finanzielles Feedback das seines Gleichen sucht, Güter und prunkvolle Anwesen nennt man sein Eigen und doch arm!

Retorisch gut gebildet, können sie einem den Himmel in den dollsten Farben ausmalen und doch zeichnen sie Leid.

Staatenlenker, Menschen mit unglaublicher Macht. Die Hand am Knopf, die gewählten Worte scharf und unbedacht. Der Kopf, der Intellekt wird nicht genutzt!

Machtbesessenheit und Gier lese ich in den Gesichtern. Schamlose unüberlegte Handlungen zum Leid und Verderben vieler Menschen. Ein Tun, wie es einem Menschen in solch einer Position nicht gut zu Gesicht steht und von Humanität weit entfernt ist.

Vetternwirtschaft und Kungeleien wohin das Auge reicht, Marionetten Medien erzählen nur was die Obrigkeit freigibt. Das Volk dumm gehalten, pikt es die Brotkrumen, die ihm vor die Füße geworfen werden. Die wenigen, mit hellem Geist und eigener Meinung werden verpönt und ihre Meinung als haltlos dargestellt.

Während dessen werden weiter fleißig Konzerninteressen durch politische Hand vertreten. Im nahen Osten der Weg geebnet, um noch die letzten Bodenschätze zu plündern und Ländereien in die eigene Gewalt zu bringen.

Wo kein Krieg ist, wird eben einer inszeniert. Dem braven RTL-Zuschauer oder Nutzer anderer Fastfood-Medien-Ketten wird das Hirn mit Bauern, Schwiegertöchtern und Promitorten gequirlt. Sollte dies nicht mehr ausreichen, fährt mal wieder ein Laster in ein Einkaufszentrum und alle haben was zum diskutieren und tauschen Ihrer Profilbilder auf Facebook. Auf politischer Ebene wird derweil die nächste Sauerei geplant und die Staatschefs schieben ihre Schachfiguren ungehindert in Position.

Aufwachen wäre langsam angebracht. Statt den Fernseher zu nutzen, lieber mal lesen, denken und eine eigene Meinung bilden. Meine jedenfalls ist nicht Mainstreamtauglich und da bin ich stolz drauf.

Eventuell, ziehen die Herrschaften Staatenlenker ja mal nach und beginnen ebenfalls zu denken. Territoriale Ansprüche, Machtansprüche und die total überzogene Selbstdarstellung mal runterzufahren, zum Wohle aller Völker! Humanität ist nicht mit Planet der Affen zu vergleichen!

Schmerzen

Schmerzen

Einiges ist man gewohnt, man kann so manches aushalten.
Man hat schon alles mögliche erlebt, sollte man denken…
Die Multiple Sklerose zeigt einem ja bei jeder sich bietender Gelegenheit, wer der Chef in meinem Körper ist.

Mich erschüttert so schnell nichts mehr! Dachte ich. Dann muss ich feststellen, dass es noch viel fiesere Schmerzen gibt. Du Monster!
Ein zentraler Punkt, ein gar wichtiger Bereich des Körpers, die Halswirbelsäule. Habe ihr wie schon den anderen Bereichen der Wirbelsäule nie eine große Beachtung geschenkt. Ist da, funktioniert und gut.

Stets mit Übergewicht und schwerer Arbeit habe ich sie traktiert. Habe im Laufe der Jahre vier Bandscheibenvorfälle davon getragen. Zwei davon in der HWS. Noch immer habe ich nicht viel darüber nachgedacht. Ab und an etwas Verspannungen. Vergeht wieder!

Nein, vergeht jetzt nimmer! Nun ist der Punkt erreicht, wo mich die Schmerzen zermürben. Mein kopfloses Handeln, mein unbeachteter Körper rächen sich nun. Jammern und klagen bringen ohnehin nichts. Nun gilt es, das Maximum rauszuholen aus dem ohnehin recht wenigen das einem bleibt.

Aufgeben? Ich? Hehe… wer mich kennt, weiß dass dies keine Option für mich ist! Nicht klagen, sondern kämpfen lautet die Devise!

Ich drücke euch mal ganz vorsichtig, mit dem linken Arm, weil mehr grad nicht drin ist. Aber die Geste zählt ja bekanntlich!

Kopfmensch vs. Bauchmensch

Steht einem die eigene Intelligenz im Weg?

Diese Frage stelle ich mir zur Zeit häufiger, wenn ich Menschen beobachte und mich dann mit ihnen vergleiche. Steh ich mir selbst im Weg?

Warum ich mir diese Frage stelle? Weil ich mich oft dabei ertappe, alles zu bedenken. Alles muss durchdacht werden, nichts geschieht einfach so. Geht’s ums Weggehen Abends, stellt sich direkt die Frage, was man anziehen soll, damit man auf andere nicht irgendwie blöd wirkt. Warum?

Was interessieren andere? Oder eine Anschaffung. Alles muss bis aufs Kleinste geplant werden. Wenn man einen Ausflug machen, oder an einen Badesee fahren möchte, geht dies nicht ohne Planung.

Überhaupt ist man ständig mit nachdenken beschäftigt was Energie raubt und wichtige Recourcen im Kopf belegt, die wichtiger wären um kreativ zu sein.
Dabei kam mir die Idee dass es tatsächlich damit zusammenhängen muss, dass Menschen, die weniger denken und mehr fühlen bzw. aus dem Bauch entscheiden, glücklicher Leben.

Gewiss sind dann manche Entscheidungen nüchtern betrachtet absolut überzogen, aber das ist dem jenigen erstmal egal. Es fühlte sich gut an und das zählt. Menschen wie ich jedoch sind an der Stelle nüchterne Rechner und wägen ständig irgendwelche Risiken ab, was uns zwangsläufig zu Kontrollfreaks macht.

Wir denken zu viel und haben es verlernt, auf unsere Instinkte zu vertrauen. Wir verpassen dabei womöglich einzigartige Momente, weil wir noch mit abschätzen der eventuellen Risiken beschäftigt sind.

Allein deshalb können wir nicht so frei agieren wie mancher Bauchmensch. Und da kommt mir ein passendes Bibelzitat in den Sinn, was wie folgt lautet:

Und selig sind die geistig Armen, denn Ihnen ist das Himmelreich!

Man darf das Zitat dabei nicht wortwörtlich verstehen sondern muss den wahren Sinn deuten. Wer weniger denkt, ist seiner Bestimmung, seinem Ziel näher, als jener der immerzu mit denken beschäftigt ist. Während der eine noch plant, trinkt der andere schon sein Feierabendbier am Ziel seiner Träume.

Toxische Menschen, deren Realität und deren Entstehung

Toxische Menschen
Jeder von uns kennt es, wir sind gut drauf, sind schon mit einem Lächeln im Gesicht aufgestanden und freuen uns auf das, was uns der Tag so bringen mag. Und was bringt er uns? Einen Grantler, einen durchweg negativ gestimmten Menschen. Seine schlechte Aura beginnt bereits nach kurzer Zeit unsere eigene zu vergiften, hüllt quasi alles in negatives Feeling. Wie ein schwarzes Loch saugt dieser Mensch alles Positive auf und nährt damit scheinbar seine schlechte Aura. Ich fühle mich in Anwesenheit solcher Personen nicht wohl und versuche den Kontakt aufs Wesentliche zu begrenzen. Sich diesem Personenkreis hinzugeben, wäre tatsächlich als selbst-verletzend zu betrachten.

Schließlich passiert genau das, die eigene Seele wird verletzt, quasi vergiftet. Zumeist ist man tagelang mit dem Aufeinander-treffen und der daraus entstandenen Konversation beschäftigt. Es bremst uns in unserer Kreativität, in unserem Handeln aus und lässt sich je nach dem, mit wem man es zu tun hat nur schwer verarbeiten. Man ist damit beschäftigt zu ergründen, worum es der Person überhaupt ging, worauf sie hinaus wollte. Diese Frage bleibt aber meist ungeklärt und man ist bemüht, seine eigene Aura wieder aufzufrischen, positiv zu bleiben.

Am problematischsten ist es, wenn es sich bei dieser toxischen Person um ein Mitglied der Familie handelt. In Loyalität verhaftet fällt es besonders schwer sich dieser ungesunden Ausstrahlung zu entziehen. Es ist vor allem dann ein Problem, wenn man als Kind in Abhängigkeit zu dieser Person lebt und nicht fähig ist, sich zu entziehen. Schnell nimmt man dieses negative Gedankengut auf, die verkehrte Realität in welcher diese Person lebt, überträgt sich auf die anderen Familienmitglieder, welche damit beginnen, diese erfundene Realität als wahrhaftig zu empfinden. Wesentlich ist dabei, dass dies von der ausgehenden Person nicht bemerkt wird, da sie ja selbst in dieser „Realität“ lebt. Die Kinder wachsen über Jahre hinweg in diesem Umfeld auf laufen Gefahr ebenfalls an dieser psychischen Störung zu erkranken.

Erst die Distanz im Alter erlaubt einem Abstand zu nehmen und den Blick zu verändern, sofern man dazu überhaupt noch in der Lage ist. Wichtiger ist aber die Frage, wie es denn erst zu solch einem destruktiven Verhalten kam. Was muss der Auslöser sein, so depressiv zu werden um sich eine eigene heile Welt zu erdenken, der Realität zu entfliehen?
Ich versuche verschiedene Punkte aufzufassen. Als erster fiele mir da gefühlte Unzulänglichkeit ein. Man fühlt sich nutzlos, wertlos und unbrauchbar. Man versucht sich zu präsentieren, doch es gelingt nicht. Menschen mit dieser Störung neigen nicht selten dazu, irgendetwas zu tun, nur um Beachtung zu finden. Herausragende Leistung wäre ein Beispiel, das man nennen könnte. Das eigentliche Problem ist aber viel tiefer angesiedelt. Warum benötigt man die Anerkennung anderer? Wieso ist man nicht selbst stolz auf sich und mit seiner Leistung zufrieden?

Das eigene Ego stellt einem gerne ein Bein und wenn man nicht acht gibt fällt man darüber. Sicher muss es in der Vergangenheit Punkte gegeben haben, die dieses Ego so getriggert haben, dass es zu diesem empfinden kam. Dabei müssen gar nicht mal absichtliche Handlungen vollzogen worden sein. Oftmals reicht es aus, wenn der Gegenüber abgelenkt ist und der Erkrankte, bzw sein Ego das sofort als abwertend deutet. „Er beachtet mich nicht, ich bin nicht gut genug!“ Man muss wissen, dass das Ego hungrig ist, ja gar ein wahrer Vielfrass, denn es benötigt immerzu Nahrung in Form von besonderer Anerkennung. Zumindest ist es bei jenen Mitmenschen der Fall, die sich ihrer eigenen Stärken, ja ihrer Person nicht bewusst sind.

Ein völlig verzerrtes Bild der Realität. Es wird erdacht, dass man nur durch besondere Leistung die ersehnte Anerkennung findet, was zwangsläufig dazu führt, dass man sich seine Freunde und sein Ansehen erkaufen mag. „Ich tu Dir gutes, also muss ich für Dich ja ein super Freund, etwas besonderes sein!“
Die Seifenblase platzt, der erhoffte und wahrlich fragwürdige Erfolg stellt sich nicht ein. Das Loch, in der die Person steckt, wird immer tiefer!

Als nächstes wären da jene zu nennen, die sich ohne Skrupel ein gigantisches Kartenhaus aufstellen. Eine überzogene Selbstdarstellung ist auch hier neben einer selbst erfundenen Realität und dem Teil des krankhaft falsch gelebten Sinn für Gerechtigkeit das Problem.

Die Personen versuchen sich mit erfundenen Erlebnissen, einer im Geiste veränderten und passend ausgelegten Vergangenheit eine Stellung in der Gesellschaft zu sichern. Manch einer mag sehr geschickt im Umgang damit sein und dieses Konstrukt möglichst lange aufrecht erhalten können. Andere hingegen verraten sich, weil sie sich in Widersprüche verstricken. Dem Partner mag es vielleicht nicht direkt auffallen, oder es wird als Versehen/Verwechslung abgetan. Aber immer öfter kommt es zu diesen Momenten und es bedarf nur einem Funken und etwas Wind, damit diese Lüge bis auf die Grundmauern niederbrennt.

Warum frag ich mich, macht man dies? Es muss doch klar sein, dass man irgendwann aufliegt? Man erzählt diesen Seemannsgarn so vielen Menschen im Laufe der Zeit, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es heraus kommt. Aber wieso, macht man dies? Ganz klar zu nennen wäre da wohl mangelndes Selbstvertrauen. Kein Durchsetzungsvermögen und um es bildlich darzustellen, man ist immer der letzte am Wasserloch. Nimm was übrig ist! Das was andere nicht möchten, nimmt man dankbar auf und verkauft es dann geschickt als großen Wurf. Damit das ganze nicht zu unwichtig wirkt, man nicht als unfähig erscheint, schmückt man diese „Realität“ noch etwas aus. Mit jedem Mal wirkt dies realer, man läuft Gefahr dies tatsächlich als Wirklichkeit anzunehmen, fällt auf seine eigenen Geschichten herein.

Nicht selten sind es peinliche Momente, an denen einem dieses Konstrukt, diese Story mit Wucht um die Ohren fliegt, weil die Widersprüchlichkeiten von anderen hinterfragt werden. In dem Moment ist alles weg und es stellt sich heraus, wer man wirklich ist. Traurig ist es, wenn man zu solchen Mitteln greifen muss und es wäre an der Stelle gut, sich Hilfe zu suchen.

Letztlich kommt es nicht auf Materielles oder einen Titel an, diese Dinge werden einem an der Himmelspforte eh genommen. Das letzte Hemd hat keine Taschen und dem Fährmann kümmert es wenig, wie du angeredet werden möchtest, aber wie dich deine Mitmenschen in Erinnerung behalten, ehrlich, aufrichtig und rechtschaffen, als reine Seele, lieber Freund und geschätztes Familienmitglied, das macht den Unterschied. Ich selbst lege großen Wert drauf, authentisch zu sein, daran wird man letztlich gemessen.

Kindheit Damals und Heute

Glücklicher in der Vergangenheit?

Im Internet, auf allen Kanälen werden täglich neue Spiele vorgestellt, von Pokémon Go bis zu irgendwelchen Alien-metzelnden Firstperson-Shooter gibt es alles, was das Zockerherz begehrt. Stunden und Tage werden damit verbracht, die jeweiligen Episoden durchzuspielen. Gelobt wird, was mit aller Gewalt aus der Realität zerrt. Ist diese doch noch nicht unerträglich genug, führt man seinen eigenen Krieg zuhause in seinen vier Wänden fort.

Mario und Luigi

Computerspiele und ihre Helden

Während des Tages seinem spießbürgerlichen Dasein fristen, automatisiert wie Roboter seiner Tätigkeit nachgehen und bloß keinen Gedanken für irgendetwas wichtiges verschwenden. Denken fällt ja ohnehin schon schwer, also versucht man es besser erst gar nicht, tackert weiter seinen Stempel auf die Durchschläge, schiebt fleißig Pakete weiter und bemüht den Scanner an der Supermarkt-Kasse. Oh ja, ein schönes Leben ist das! Nach Feierabend noch eben irgendwas zu essen in die Mikrowelle geworfen und ran an den PC, die künstlich erschaffene Realität wartet.

Traurig dieser Gedanke solch ein Dasein zu fristen, trostlos und hoffnungslos. Bei dem Versuch sich in solch eine Person hineinzuversetzen, kommt ein beklemmendes Gefühl auf. Allein sein unter vielen KI’s wie man diese Gegenspieler, die künstliche Intelligenz nennt. Und selbst wenn es um ein Spiel geht was von mehreren im Verbund gespielt wird. Ist es trotzdem nur ein Spiel mit Menschen, die man nicht wirklich kennt. Einsamkeit ist also in solch einem Fall gewiss keine Seltenheit.

 

Ich denke gerne an früher zurück, bin mittlerweile vierzig Jahre alt und zu unserer Zeit gab es maximal eine Atari Spielkonsole. Zwei Balken, welche einen Ball hin und her schubsten, Tennis… Als ich dann etwas älter war, ich dürfte 13 gewesen sein, war es der erste Gameboy. Woohoo… dennoch gehörten wir einer Generation an, die sich ohne diesen Kram zu beschäftigen wusste!Den ganzen Tag im Freien, egal wie das Wetter war, mit alten Kassettenbändern Angeln bauen, man hat nichts gefangen, aber man hatte Spaß am Bach.

Sich mit der Natur beschäftigen, Schwimmen und Radfahren gehen. Wir hatten eine Stelle am Bahndamm, damals dürfte ich noch keine zehn gewesen sein, da gab es einen Schwarm Libellen. Wunderschöne Tiere, wie ich heute finde, aber damals wurde uns erzählt, dass die böse beißen. Wir sahen die Tiere und nahmen unsere Beine in die Hand. Wir rannten wie vom Teufel verfolgt, nur um diesen blutsaugenden Riesenlibellen zu entkommen. Ich lache heute noch darüber und diese Erinnerung nimmt mir keiner mehr!

Ich weiß nicht, aber ich finde, dass wir früher unbeschwerter und glücklicher gelebt haben. Klar, ich erinnere mich an früher und mir geht das Herz auf, die Kids heute kennen „Früher“ nur aus Erzählungen, was Mama und Papa alles erlebt haben. Wie sagt mein Sohn heute, er wird im August dreizehn: „Is ja voll achtziger!“ Ja, danke Sohn, ich weiß, dass ich nimmer zwanzig bin. Aber er hat recht! Er lebt im hier und jetzt, diese Zeit und die Möglichkeiten von heute sind seine Kindheit. Wir sehen es als schlimm und negativ an, aber es ist der Lauf der Dinge. Sie werden in eine andere Zeit geboren als wir es wurden. Ist das nun gut oder schlecht, das kommt auf die Perspektive an und auch auf das Alter derer, die ihre Sicht auf das ganze darstellen. Wir sind alt! Achtziger, oder wie in meinem Fall Siebziger!

Freude am Spiel

Spielende Kinder

Wir „Älteren“ dürfen uns nicht gegen alles verwehren, wir sollten uns darin üben, Verständnis zu zeigen, Interesse zu zeigen um zu verhindern, dass wir den Faden zu unseren Kindern verlieren. Ich denke es gibt nichts Schlimmeres als sich unverstanden zu fühlen. Klar werden wir zu diesen heutigen Spielen und Beschäftigungen keinen Weg mehr finden, aber wir müssen ganz einfach respektieren, dass es das gibt.

Stattdessen sollte man sich lieber darum bemühen, dass man mit den Kindern zusammen einen Weg findet, dass es von der investierten Zeit in solche Spiele nicht überhand nimmt. Ausgleich schaffen, gemeinsame Unternehmung, ein Eis geht immer und das holt man sich zu Fuß oder mit dem Rad!

Und um es mal ganz klar zu sagen, hätte es all diese Spiele und Freizeitmöglichkeiten von heute schon damals gegeben, hätten wir sie ebenso genutzt. Unser Glück war einfach nur, dass wir früh genug auf der Welt waren und unsere Kindheit noch etwas einfacher und unbeschwerter verbringen konnten. Vielleicht auch phantasievoller, denn ein gewisses Maß an Kreativität war stets gefordert um Spielmöglichkeiten zu erschaffen. Vielleicht können wir einfach davon unseren Kindern etwas vermitteln. Eventuell wird auch in dem Bereich Retro der neue Chic!

Aber eins liegt mir noch auf dem Herzen, beziehungsweise kommt mir gerade in den Sinn. Ich weiß es wurde schon oft und zur Genüge zitiert und dargestellt, aber früher haben wir mehr Eigenverantwortung gelebt, es wurde mehr beigebracht und mit den Kindern beschäftigt. Es gab früher keine Sicherheitsschraubverschlüsse, Steckdosenabdeckungen, bitter schmeckende Reiniger oder Tücher um ein keimfreies Zuhause zu erschaffen. Mit uns wurde sich früher beschäftigt und wir haben von unseren Eltern, Omas und Opas gelernt wie das Leben funktioniert. Die Kinder, beziehungsweise die jungen Erwachsenen kommen aus den Schulen, sollten für das Leben vorbereitet sein, haben aber genau genommen, keine Ahnung was sie erwartet!

Heute überlassen wir es diesen Helferlein im Haushalt, auf unsere Kinder zu achten, weil es uns an der Zeit mangelt. Man geht zu zweit arbeiten, weil man alleine kaum den Unterhalt bestreiten kann und die Familie kommt dadurch zu kurz. Die Kinder versauern in ihren Zimmern, an ihren Fernsehern und Spielekonsolen oder sind den ganzen Tag mit dem Smartphone zu Gange, was mittlerweile sogar uns Erwachsenen immer mehr zur Last wird, uns zur Geisel macht. Wir kommunizieren zu wenig und schweigen zu viel, wie eingangs schon erwähnt, wird der Kopf ausgeschalten und der Job gemacht, die künstliche Intelligenz Smartphone denkt für einen mit.

Ich selbst bemerke das sehr und es muss dagegen angekämpft werden. Man darf sich nicht kopflos ergeben, auch wenn diese Technik uns vieles abnimmt. Das Leben allerdings, sollten wir uns davon nicht abnehmen lassen!