Der Mensch

Bunt und vielseitig, künstlerisch einzigartig und fähig wunderbare Dinge zu erschaffen. Technische Meisterleistungen, welche das Leben erleichtern, Kunstwerke in Farbe und Form, aus verschiedensten Materialien, in ihrer Einzigartigkeit und Schönheit kaum in Worte zu fassen. Effizienz, Nachhaltigkeit und Wertschöpfung stehen ganz oben auf der Agenda.

Nicht um sonst wurden uns Hände gegeben um all diese wunderbaren Dinge zu erschaffen. Nicht um sonst haben wir solch ein komplexes und leistungsfähiges Gehirn erhalten, um uns all diese Dinge auszudenken.

Nicht um sonst sind wir zu all dem fähig!

Trotzdem nutzen wir die meiste Energie und Zeit dazu, uns stets mit anderen zu vergleichen. Wir befinden uns in unseren Köpfen in einem steten Wettkampf. Besser sein, effizienter sein, das Rad am  Besten neu erfinden.

Hauptsache man ist seinem Konkurrenten einen Schritt voraus. Was daraus resultiert ist eine Geschwindigkeit, die alles mitreißt. Es gibt keine Ruhe mehr, keine Besonnenheit. Nur noch Kampf.

Ob in Konzernen oder auf politischer Ebene. Alles gleicht nur noch einem Schauplatz, einer Arena. Die Gladiatoren, wollen wir uns das mal sinnbildlich darstellen, kämpfen jeden Tag um die Spitze.

Wer nicht mithalten kann, wird überrannt, den Löwen zum fraß vorgeworfen. Wer nicht stark genug ist hat das überleben nicht verdient.

Damals im alten Rom feierten die Menschen auf den Rängen ihre Helden, während der Herausforderer starb. Unter tosendem Beifall und Rufen badete der Sieger in der Begeisterung der Menge. Heute ist das ganze etwas anders.

Während in den Arenen der Neuzeit kämpfe ausgefochten werden, sind die Opfer dieser Duelle, die Menschen auf den Rängen. Wer jetzt noch Beifall klatscht, ist wie ein Schaf, das seinen eigenen Schlachter feiert.

Denn heute geht es nur noch um schnelles Geld, technologischen Vorsprung, wer zu erst den neusten Wurf landet.

Während die Menschheit den neuen Trends nachjagd und immer weniger „Mensch“ ist, wird an anderer Stelle mit atomaren Kriegsmitteln ein Wettkampf im Säbelrasseln aufgeführt.

Wo sind all die Dichter und Denker, Künstler und Philosophen? Wo ist der Mensch? Wo stehen wir im einundzwanzigsten Jahrhundert? Es wird einem Bange!

4:50 – Schmerzen

Eine echt blöde Uhrzeit! Bis hier hin habe ich es geschafft, mich zu quälen, etwas Schlaf zu finden.

Es ist nun schon über eine Woche, wo ich mich so herumquäle. Schlafen geht nur auf dem Rücken liegend, sehr zum Leidwesen meiner Frau, weil ich scheinbar ne Kolonie Seelöwen vor Neid erblassen lasse. Zwischendrin wache ich ständig auf, weil ich wohl immer versuche mich in die gewohnte Schlafposition zu drehen. Blöd ist nur, dass es ausgerechnet die Rechte Seite ist, wo auch die Schulter lädiert ist. Kein Problem, hat man ja noch die linke Seite. Nö, geht auch nicht, weil dann der rechte Arm so schmerzt, dass man keine Position findet, wo er schmerzfrei ruhen kann.

Also wieder zurück auf den Rücken gedreht. Nun wird erstmal ne weile gewartet, bis die Schmerzen wieder auf ein erträgliches Level gesunken sind. In der Zeit geht einem alles Mögliche durch den Kopf. Von „ich will weinen wie ein Baby“ bis „kann mir einer bitte den Arm abnehmen?“

Irgendwann lassen die Schmerzen etwas nach. Langsam aber sicher geht es Richtung 6 Uhr morgens. Aufstehen müssen wir jetzt. Die Kinder müssen in die Schule und wir wollen gemeinsam frühstücken. Zuerst werf ich mir mal auf nüchternen Magen eine Tramal Schmerztablette ein, in der Hoffnung, dass sie wirken möge. Nach einer Weile sinkt der Schmerz auf einer Skala von 1 – 10, auf eine erträgliche 7!

Ich mache Frühstück, wecke die Kids, leg mir meine MS-Medis zurecht, welche ich mir noch einwerfe, während ich mein Müsli mümmel. Ich habe in dieser Nacht, wie schon in den Nächten zuvor kaum geschlafen. Bin mehr auf der Couch, als im Bett, weils erträglicher ist, im Sitzen noch etwas zu dösen.

Ich hoffe, es findet sich bald eine Lösung und ich kann mal wieder einen schmerzfreien Tag genießen. Scheiß auf Geld und Schickimicki ich will nur mal wieder schmerzfrei schlafen!

Typisch deutsches Tellerranddenken

Eben habe ich wieder eins meiner Lieblingsvideos auf YouTube angesehen. Ich bin ja unheimlicher Fan von Kabarett und könnte da jedes Mal feiern, wenn Größen wie Hagen Rether, Urban Priol oder Volker Pispers losfeuern. Schön mitten rein ins Schmerzzentrum der Eliten und derer die sich Dafür halten.

Bei all dem Spaß und der Freude am Sarkasmus und dem rhetorischen Watschenbaum der an jedem dieser Abende umfällt, wird mir mehr und mehr bewusst, wie engstirnig oder gar kleingeistig manche Mitmenschen tatsächlich denken mögen.

Über den oft zitierten Tellerrand traut sich keiner blicken, in meinem Umfeld ist die Welt doch noch in Ordnung, was interessiert mich der nahe Osten, wo er doch noch so fern ist? Einen Gedanken daran zu verschwenden, wie schnell der nahe Osten tatsächlich hier ist, tut keiner. Dann passiert ein Attentat und alle fallen in Schockstarre. Niemand hätte das ja jemals für möglich gehalten.

Doch… hätte man, wenn man mal aus seiner heilen Welt in die Realität zurückkehrt und den Denkapparat anwirft. In der Realität essen wir keine Fischstäbchen mit einem bärtigen Seemann, Polizeiarbeit ist auch nicht Cobra11 und Der Bauer sucht auch nur im Fernsehen eine Frau! Aufwachen wäre nun wichtig! Aber das würde ja bedeuten, dass alle anfangen müssten zu Denken.

Bei einigen Artgenossen kann man nicht viel erwarten. Laufen Sie mit kahlem Kopf, hässlichen Klamotten und noch hässlicherer Gesinnung durch die Gegend, grillen Asylantenwohnheime und kommen sich dabei auch noch wie Helden vor. Man darf für diese Herrschaften von Glück sprechen, dass Atmen ein Reflex ist. Wobei… es würde sich so manches in Wohlgefallen auflösen?

Sei es drum, wir Deutschen sind größtenteils Schubladen-Denker und alles was nicht in unsere erdachte, unsere gewünschte Realität passt wird ignoriert. Wir stehen als gute Bürger im Vorgarten, gießen unsere Blümchen, während der Roboter den Rasen mäht, rücken unsere Hosenträger zurecht, damit die Hose nicht von der wohlgenährten Wampe rutscht und zeigen, weil wir ja Multitasking-fähig sind, während dessen noch mit dem Finger auf alles was nicht in unsere heile Welt passt.

Uns interessiert der Haufen, den Nachbars Hund auf der Straße hat fallen lassen mehr, als die Tatsache, dass wieder irgendwo Flüchtlinge ersoffen sind. Kommen die Nachrichten im Radio und solche Schock-Meldungen werden vom Moderator angesprochen, macht man ihn leiser oder gar aus, weil einem ja sonst das Essen nimmer schmeckt.

Überall auf der Welt herrscht Not, weil sich eine Hand voll Diktatoren und machtbesessene, hohle Blondschöpfe profilieren wollen und auf höchster Ebene mit Pimmelfechten beschäftigt sind, während durch ihr perfides Spiel tausende Unschuldige Menschen sterben. Zu gerne würde ich die Herrschaften alle zusammen in einen kleinen Raum sperren. Dann möchte ich sehen, wie Erdogan, Putin, Trump, Kim Jong-un und wie Sie alle heißen noch die Fresse aufreißen, wenn keine tausenden Kilometer und Atomsprengköpfe dazwischen stünden.

Ein Wunschgedanke, klar, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen! Zurück zur schmerzenden Realität. Atomwaffentests in Nordkorea, Erdogans Wunsch nach Alleinherrschaft und Todesstrafe, Trump der gerade wieder seine Raketen an Syrien testet und zuhause der Todesstrafe frönt. Putin der immer noch wegen der Krim im Clinch mit der Nato liegt. Und überall mischen wir braven deutschen Bürger mit, weil wir uns wir uns wie hirnlose Söldner vor den Karren spannen lassen.

Ich muss schon sagen, für eine reine Verteidigungsarmee sind wir schon recht präsent auf dem Globus. Will nun immer noch einer sagen, dass uns die Welt nichts angeht? Ja?

Wir sorgen mit unserer Militärtechnik für Aufklärung in den Krisengebieten, damit die Amis ungehindert bombardieren können. Wir liefern Waffen an Gebiete, die dann ebenfalls bombardiert werden, weil wir im NATO Bündnis die Hand gehoben und zugestimmt haben. Ja warum, Herrgott, liefern wir dann erst Waffen da hin?

Wir schieben der Türkei Milliarden in den Hals, welche sich im Gegenzug darum kümmern, dass nicht mehr so viele lästige Flüchtlinge aus den Gebieten zu uns kommen, wo wir zuvor für die Amis den Weg zu deren Schweinerei geebnet haben. Im gleichen Moment baut sich Erdogan Stück für Stück eine eigene Diktatur auf und tritt der Demokratie mit Anlauf den in den Allerwertesten. Was macht die Politik? Sucht sich derweil andere Schauplätze um den Bürger dank der Medien, von den offensichtlichen Schweinerein abzulenken.

Die Medien laufen auf Hochtouren, tanzen nach der Pfeife der Politik und sorgen mit geschickt gesteuerter Massenverblödung dafür, dass selbst noch der letzte Bürger den Kopf ausknippst und bei Chips und Bier vor der Glotze das Kissen vollsabbert, währen Bruce Willis mal wieder heldenhaft die Welt rettet. Wohl gemerkt spielt sich in diesen Filmen die Welt nur immer in Amerika ab.

Sonntags rennen wir dann wieder alle brav in die Kirche, lassen uns unsere Sünden vergeben und werfen ein paar Groschen in den Klingelbeutel, Auf dem Weg aus der Kirche de-konterminieren wir uns noch am Weihwasser von den Grausamkeiten auf der Welt. Dabei bin ich der Meinung, dass es damit nicht einfach getan ist, denn Wegsehen wiegt meiner Meinung nach ebenso schwer wie selbst den Knopf gedrückt zu haben! Bei dem Gedanken fühlt man sich gleich gar nicht mehr so gut. Seltsam oder?

Schreiben ist Seelenheil

Der Wille etwas Positives zu erschaffen, Texte zu schreiben, Menschen zu erreichen, Gutes zu tun ist ungebrochen, ja gar präsenter als sonst.

Tage an denen ich nicht schreibe, sehe ich als verloren an und es bedeutet jedes mal großes Glück, wenn ich wieder einen Text verfasst habe. Jeder dieser Texte ist ein Zeugnis darüber, wie meine Fähigkeiten des Schreibens von mal zu mal wachsen, wie ein Kind.

Man erlebt wie die Gedanken laufen lernen, wie sie in die Öffentlichkeit getragen und angenommen werden. Es erfüllt mit Stolz und Freude, dies zu verfolgen.

Jeder meiner Texte ist entweder durch eine persönliche Erfahrung, oder aus tiefster Überzeugung entstanden, spiegelt meine Seele und meinen Charakter wieder.

Dies ist etwas, was ich mich lange nicht getraut habe, aus Angst falsch verstanden oder verhöhnt zu werden. Mit den Jahren und dem zunehmenden Alter ist es mir egal geworden, was andere von mir halten.

Ich genieße es zu schreiben, tue dies wann immer mir etwas in den Sinn kommt und genieße dieses Gefühl wenn die Seele wieder an emotionalem Gewicht verliert, leichter und unbeschwerter wirkt. Heilsam ist es dazu, weil man reflektiert und über sich selbst lernt.

Jeder wäre dazu im Stande, doch tun es die wenigsten. Aus Angst vielleicht? Aus Scham? Weils Mühe kostet? Schade, denn sie hindern sich selbst daran, mehr über sich zu lernen. Die innere Mitte finden, eins sein mit sich selbst und Zufriedenheit empfinden.

Was kann es schöneres geben, ausgeglichen zu sein und somit seine  Liebsten mit Aufmerksamkeit zu beschenken.

Schreiben ist Seelenheil!

Staatenlenker, deren Schachfiguren und das brave Volk

Eigentlich bin ich nicht der Fan von politisch orientierten Statements, weil es eigentlich schon genug zeigefingerwedelnde Artgenossen gibt. Ich hingegen bin ein unbeschriebenes Blatt, ein Normalo, somit kein gescheiterter Promi der mit Gutmenschentum sein Image aufpolieren will.

Mich stören existenzielle Dinge, nämlich jene, die unsere Spezies eigentlich ausmacht und unsere Polit-Promis und Laiendarsteller vertreten sollten, statt sich gegenseitig schwänzchenhaltend wie eine volksverarschende, bunt gepinselte Elefantenkarawane zur Polonaise hinreißen zu lassen. Aber lest selbst, was mir so durch die Hirnwindungen schießt, wenn ich gerade Zeit zum Nachdenken habe. Ja Zeit zum Denken! 


Eine Schulbildung der elitären Art, eine nachweisbare Intelligenz und Auffassungsgabe und doch blind!

Ein finanzielles Feedback das seines Gleichen sucht, Güter und prunkvolle Anwesen nennt man sein Eigen und doch arm!

Retorisch gut gebildet, können sie einem den Himmel in den dollsten Farben ausmalen und doch zeichnen sie Leid.

Staatenlenker, Menschen mit unglaublicher Macht. Die Hand am Knopf, die gewählten Worte scharf und unbedacht. Der Kopf, der Intellekt wird nicht genutzt!

Machtbesessenheit und Gier lese ich in den Gesichtern. Schamlose unüberlegte Handlungen zum Leid und Verderben vieler Menschen. Ein Tun, wie es einem Menschen in solch einer Position nicht gut zu Gesicht steht und von Humanität weit entfernt ist.

Vetternwirtschaft und Kungeleien wohin das Auge reicht, Marionetten Medien erzählen nur was die Obrigkeit freigibt. Das Volk dumm gehalten, pikt es die Brotkrumen, die ihm vor die Füße geworfen werden. Die wenigen, mit hellem Geist und eigener Meinung werden verpönt und ihre Meinung als haltlos dargestellt.

Während dessen werden weiter fleißig Konzerninteressen durch politische Hand vertreten. Im nahen Osten der Weg geebnet, um noch die letzten Bodenschätze zu plündern und Ländereien in die eigene Gewalt zu bringen.

Wo kein Krieg ist, wird eben einer inszeniert. Dem braven RTL-Zuschauer oder Nutzer anderer Fastfood-Medien-Ketten wird das Hirn mit Bauern, Schwiegertöchtern und Promitorten gequirlt. Sollte dies nicht mehr ausreichen, fährt mal wieder ein Laster in ein Einkaufszentrum und alle haben was zum diskutieren und tauschen Ihrer Profilbilder auf Facebook. Auf politischer Ebene wird derweil die nächste Sauerei geplant und die Staatschefs schieben ihre Schachfiguren ungehindert in Position.

Aufwachen wäre langsam angebracht. Statt den Fernseher zu nutzen, lieber mal lesen, denken und eine eigene Meinung bilden. Meine jedenfalls ist nicht Mainstreamtauglich und da bin ich stolz drauf.

Eventuell, ziehen die Herrschaften Staatenlenker ja mal nach und beginnen ebenfalls zu denken. Territoriale Ansprüche, Machtansprüche und die total überzogene Selbstdarstellung mal runterzufahren, zum Wohle aller Völker! Humanität ist nicht mit Planet der Affen zu vergleichen!