Kopfmensch vs. Bauchmensch

Steht einem die eigene Intelligenz im Weg?

Diese Frage stelle ich mir zur Zeit häufiger, wenn ich Menschen beobachte und mich dann mit ihnen vergleiche. Steh ich mir selbst im Weg?

Warum ich mir diese Frage stelle? Weil ich mich oft dabei ertappe, alles zu bedenken. Alles muss durchdacht werden, nichts geschieht einfach so. Geht’s ums Weggehen Abends, stellt sich direkt die Frage, was man anziehen soll, damit man auf andere nicht irgendwie blöd wirkt. Warum?

Was interessieren andere? Oder eine Anschaffung. Alles muss bis aufs Kleinste geplant werden. Wenn man einen Ausflug machen, oder an einen Badesee fahren möchte, geht dies nicht ohne Planung.

Überhaupt ist man ständig mit nachdenken beschäftigt was Energie raubt und wichtige Recourcen im Kopf belegt, die wichtiger wären um kreativ zu sein.
Dabei kam mir die Idee dass es tatsächlich damit zusammenhängen muss, dass Menschen, die weniger denken und mehr fühlen bzw. aus dem Bauch entscheiden, glücklicher Leben.

Gewiss sind dann manche Entscheidungen nüchtern betrachtet absolut überzogen, aber das ist dem jenigen erstmal egal. Es fühlte sich gut an und das zählt. Menschen wie ich jedoch sind an der Stelle nüchterne Rechner und wägen ständig irgendwelche Risiken ab, was uns zwangsläufig zu Kontrollfreaks macht.

Wir denken zu viel und haben es verlernt, auf unsere Instinkte zu vertrauen. Wir verpassen dabei womöglich einzigartige Momente, weil wir noch mit abschätzen der eventuellen Risiken beschäftigt sind.

Allein deshalb können wir nicht so frei agieren wie mancher Bauchmensch. Und da kommt mir ein passendes Bibelzitat in den Sinn, was wie folgt lautet:

Und selig sind die geistig Armen, denn Ihnen ist das Himmelreich!

Man darf das Zitat dabei nicht wortwörtlich verstehen sondern muss den wahren Sinn deuten. Wer weniger denkt, ist seiner Bestimmung, seinem Ziel näher, als jener der immerzu mit denken beschäftigt ist. Während der eine noch plant, trinkt der andere schon sein Feierabendbier am Ziel seiner Träume.

Toxische Menschen, deren Realität und deren Entstehung

Toxische Menschen
Jeder von uns kennt es, wir sind gut drauf, sind schon mit einem Lächeln im Gesicht aufgestanden und freuen uns auf das, was uns der Tag so bringen mag. Und was bringt er uns? Einen Grantler, einen durchweg negativ gestimmten Menschen. Seine schlechte Aura beginnt bereits nach kurzer Zeit unsere eigene zu vergiften, hüllt quasi alles in negatives Feeling. Wie ein schwarzes Loch saugt dieser Mensch alles Positive auf und nährt damit scheinbar seine schlechte Aura. Ich fühle mich in Anwesenheit solcher Personen nicht wohl und versuche den Kontakt aufs Wesentliche zu begrenzen. Sich diesem Personenkreis hinzugeben, wäre tatsächlich als selbst-verletzend zu betrachten.

Schließlich passiert genau das, die eigene Seele wird verletzt, quasi vergiftet. Zumeist ist man tagelang mit dem Aufeinander-treffen und der daraus entstandenen Konversation beschäftigt. Es bremst uns in unserer Kreativität, in unserem Handeln aus und lässt sich je nach dem, mit wem man es zu tun hat nur schwer verarbeiten. Man ist damit beschäftigt zu ergründen, worum es der Person überhaupt ging, worauf sie hinaus wollte. Diese Frage bleibt aber meist ungeklärt und man ist bemüht, seine eigene Aura wieder aufzufrischen, positiv zu bleiben.

Am problematischsten ist es, wenn es sich bei dieser toxischen Person um ein Mitglied der Familie handelt. In Loyalität verhaftet fällt es besonders schwer sich dieser ungesunden Ausstrahlung zu entziehen. Es ist vor allem dann ein Problem, wenn man als Kind in Abhängigkeit zu dieser Person lebt und nicht fähig ist, sich zu entziehen. Schnell nimmt man dieses negative Gedankengut auf, die verkehrte Realität in welcher diese Person lebt, überträgt sich auf die anderen Familienmitglieder, welche damit beginnen, diese erfundene Realität als wahrhaftig zu empfinden. Wesentlich ist dabei, dass dies von der ausgehenden Person nicht bemerkt wird, da sie ja selbst in dieser „Realität“ lebt. Die Kinder wachsen über Jahre hinweg in diesem Umfeld auf laufen Gefahr ebenfalls an dieser psychischen Störung zu erkranken.

Erst die Distanz im Alter erlaubt einem Abstand zu nehmen und den Blick zu verändern, sofern man dazu überhaupt noch in der Lage ist. Wichtiger ist aber die Frage, wie es denn erst zu solch einem destruktiven Verhalten kam. Was muss der Auslöser sein, so depressiv zu werden um sich eine eigene heile Welt zu erdenken, der Realität zu entfliehen?
Ich versuche verschiedene Punkte aufzufassen. Als erster fiele mir da gefühlte Unzulänglichkeit ein. Man fühlt sich nutzlos, wertlos und unbrauchbar. Man versucht sich zu präsentieren, doch es gelingt nicht. Menschen mit dieser Störung neigen nicht selten dazu, irgendetwas zu tun, nur um Beachtung zu finden. Herausragende Leistung wäre ein Beispiel, das man nennen könnte. Das eigentliche Problem ist aber viel tiefer angesiedelt. Warum benötigt man die Anerkennung anderer? Wieso ist man nicht selbst stolz auf sich und mit seiner Leistung zufrieden?

Das eigene Ego stellt einem gerne ein Bein und wenn man nicht acht gibt fällt man darüber. Sicher muss es in der Vergangenheit Punkte gegeben haben, die dieses Ego so getriggert haben, dass es zu diesem empfinden kam. Dabei müssen gar nicht mal absichtliche Handlungen vollzogen worden sein. Oftmals reicht es aus, wenn der Gegenüber abgelenkt ist und der Erkrankte, bzw sein Ego das sofort als abwertend deutet. „Er beachtet mich nicht, ich bin nicht gut genug!“ Man muss wissen, dass das Ego hungrig ist, ja gar ein wahrer Vielfrass, denn es benötigt immerzu Nahrung in Form von besonderer Anerkennung. Zumindest ist es bei jenen Mitmenschen der Fall, die sich ihrer eigenen Stärken, ja ihrer Person nicht bewusst sind.

Ein völlig verzerrtes Bild der Realität. Es wird erdacht, dass man nur durch besondere Leistung die ersehnte Anerkennung findet, was zwangsläufig dazu führt, dass man sich seine Freunde und sein Ansehen erkaufen mag. „Ich tu Dir gutes, also muss ich für Dich ja ein super Freund, etwas besonderes sein!“
Die Seifenblase platzt, der erhoffte und wahrlich fragwürdige Erfolg stellt sich nicht ein. Das Loch, in der die Person steckt, wird immer tiefer!

Als nächstes wären da jene zu nennen, die sich ohne Skrupel ein gigantisches Kartenhaus aufstellen. Eine überzogene Selbstdarstellung ist auch hier neben einer selbst erfundenen Realität und dem Teil des krankhaft falsch gelebten Sinn für Gerechtigkeit das Problem.

Die Personen versuchen sich mit erfundenen Erlebnissen, einer im Geiste veränderten und passend ausgelegten Vergangenheit eine Stellung in der Gesellschaft zu sichern. Manch einer mag sehr geschickt im Umgang damit sein und dieses Konstrukt möglichst lange aufrecht erhalten können. Andere hingegen verraten sich, weil sie sich in Widersprüche verstricken. Dem Partner mag es vielleicht nicht direkt auffallen, oder es wird als Versehen/Verwechslung abgetan. Aber immer öfter kommt es zu diesen Momenten und es bedarf nur einem Funken und etwas Wind, damit diese Lüge bis auf die Grundmauern niederbrennt.

Warum frag ich mich, macht man dies? Es muss doch klar sein, dass man irgendwann aufliegt? Man erzählt diesen Seemannsgarn so vielen Menschen im Laufe der Zeit, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es heraus kommt. Aber wieso, macht man dies? Ganz klar zu nennen wäre da wohl mangelndes Selbstvertrauen. Kein Durchsetzungsvermögen und um es bildlich darzustellen, man ist immer der letzte am Wasserloch. Nimm was übrig ist! Das was andere nicht möchten, nimmt man dankbar auf und verkauft es dann geschickt als großen Wurf. Damit das ganze nicht zu unwichtig wirkt, man nicht als unfähig erscheint, schmückt man diese „Realität“ noch etwas aus. Mit jedem Mal wirkt dies realer, man läuft Gefahr dies tatsächlich als Wirklichkeit anzunehmen, fällt auf seine eigenen Geschichten herein.

Nicht selten sind es peinliche Momente, an denen einem dieses Konstrukt, diese Story mit Wucht um die Ohren fliegt, weil die Widersprüchlichkeiten von anderen hinterfragt werden. In dem Moment ist alles weg und es stellt sich heraus, wer man wirklich ist. Traurig ist es, wenn man zu solchen Mitteln greifen muss und es wäre an der Stelle gut, sich Hilfe zu suchen.

Letztlich kommt es nicht auf Materielles oder einen Titel an, diese Dinge werden einem an der Himmelspforte eh genommen. Das letzte Hemd hat keine Taschen und dem Fährmann kümmert es wenig, wie du angeredet werden möchtest, aber wie dich deine Mitmenschen in Erinnerung behalten, ehrlich, aufrichtig und rechtschaffen, als reine Seele, lieber Freund und geschätztes Familienmitglied, das macht den Unterschied. Ich selbst lege großen Wert drauf, authentisch zu sein, daran wird man letztlich gemessen.

Kindheit Damals und Heute

Glücklicher in der Vergangenheit?

Im Internet, auf allen Kanälen werden täglich neue Spiele vorgestellt, von Pokémon Go bis zu irgendwelchen Alien-metzelnden Firstperson-Shooter gibt es alles, was das Zockerherz begehrt. Stunden und Tage werden damit verbracht, die jeweiligen Episoden durchzuspielen. Gelobt wird, was mit aller Gewalt aus der Realität zerrt. Ist diese doch noch nicht unerträglich genug, führt man seinen eigenen Krieg zuhause in seinen vier Wänden fort.

Mario und Luigi

Computerspiele und ihre Helden

Während des Tages seinem spießbürgerlichen Dasein fristen, automatisiert wie Roboter seiner Tätigkeit nachgehen und bloß keinen Gedanken für irgendetwas wichtiges verschwenden. Denken fällt ja ohnehin schon schwer, also versucht man es besser erst gar nicht, tackert weiter seinen Stempel auf die Durchschläge, schiebt fleißig Pakete weiter und bemüht den Scanner an der Supermarkt-Kasse. Oh ja, ein schönes Leben ist das! Nach Feierabend noch eben irgendwas zu essen in die Mikrowelle geworfen und ran an den PC, die künstlich erschaffene Realität wartet.

Traurig dieser Gedanke solch ein Dasein zu fristen, trostlos und hoffnungslos. Bei dem Versuch sich in solch eine Person hineinzuversetzen, kommt ein beklemmendes Gefühl auf. Allein sein unter vielen KI’s wie man diese Gegenspieler, die künstliche Intelligenz nennt. Und selbst wenn es um ein Spiel geht was von mehreren im Verbund gespielt wird. Ist es trotzdem nur ein Spiel mit Menschen, die man nicht wirklich kennt. Einsamkeit ist also in solch einem Fall gewiss keine Seltenheit.

 

Ich denke gerne an früher zurück, bin mittlerweile vierzig Jahre alt und zu unserer Zeit gab es maximal eine Atari Spielkonsole. Zwei Balken, welche einen Ball hin und her schubsten, Tennis… Als ich dann etwas älter war, ich dürfte 13 gewesen sein, war es der erste Gameboy. Woohoo… dennoch gehörten wir einer Generation an, die sich ohne diesen Kram zu beschäftigen wusste!Den ganzen Tag im Freien, egal wie das Wetter war, mit alten Kassettenbändern Angeln bauen, man hat nichts gefangen, aber man hatte Spaß am Bach.

Sich mit der Natur beschäftigen, Schwimmen und Radfahren gehen. Wir hatten eine Stelle am Bahndamm, damals dürfte ich noch keine zehn gewesen sein, da gab es einen Schwarm Libellen. Wunderschöne Tiere, wie ich heute finde, aber damals wurde uns erzählt, dass die böse beißen. Wir sahen die Tiere und nahmen unsere Beine in die Hand. Wir rannten wie vom Teufel verfolgt, nur um diesen blutsaugenden Riesenlibellen zu entkommen. Ich lache heute noch darüber und diese Erinnerung nimmt mir keiner mehr!

Ich weiß nicht, aber ich finde, dass wir früher unbeschwerter und glücklicher gelebt haben. Klar, ich erinnere mich an früher und mir geht das Herz auf, die Kids heute kennen „Früher“ nur aus Erzählungen, was Mama und Papa alles erlebt haben. Wie sagt mein Sohn heute, er wird im August dreizehn: „Is ja voll achtziger!“ Ja, danke Sohn, ich weiß, dass ich nimmer zwanzig bin. Aber er hat recht! Er lebt im hier und jetzt, diese Zeit und die Möglichkeiten von heute sind seine Kindheit. Wir sehen es als schlimm und negativ an, aber es ist der Lauf der Dinge. Sie werden in eine andere Zeit geboren als wir es wurden. Ist das nun gut oder schlecht, das kommt auf die Perspektive an und auch auf das Alter derer, die ihre Sicht auf das ganze darstellen. Wir sind alt! Achtziger, oder wie in meinem Fall Siebziger!

Freude am Spiel

Spielende Kinder

Wir „Älteren“ dürfen uns nicht gegen alles verwehren, wir sollten uns darin üben, Verständnis zu zeigen, Interesse zu zeigen um zu verhindern, dass wir den Faden zu unseren Kindern verlieren. Ich denke es gibt nichts Schlimmeres als sich unverstanden zu fühlen. Klar werden wir zu diesen heutigen Spielen und Beschäftigungen keinen Weg mehr finden, aber wir müssen ganz einfach respektieren, dass es das gibt.

Stattdessen sollte man sich lieber darum bemühen, dass man mit den Kindern zusammen einen Weg findet, dass es von der investierten Zeit in solche Spiele nicht überhand nimmt. Ausgleich schaffen, gemeinsame Unternehmung, ein Eis geht immer und das holt man sich zu Fuß oder mit dem Rad!

Und um es mal ganz klar zu sagen, hätte es all diese Spiele und Freizeitmöglichkeiten von heute schon damals gegeben, hätten wir sie ebenso genutzt. Unser Glück war einfach nur, dass wir früh genug auf der Welt waren und unsere Kindheit noch etwas einfacher und unbeschwerter verbringen konnten. Vielleicht auch phantasievoller, denn ein gewisses Maß an Kreativität war stets gefordert um Spielmöglichkeiten zu erschaffen. Vielleicht können wir einfach davon unseren Kindern etwas vermitteln. Eventuell wird auch in dem Bereich Retro der neue Chic!

Aber eins liegt mir noch auf dem Herzen, beziehungsweise kommt mir gerade in den Sinn. Ich weiß es wurde schon oft und zur Genüge zitiert und dargestellt, aber früher haben wir mehr Eigenverantwortung gelebt, es wurde mehr beigebracht und mit den Kindern beschäftigt. Es gab früher keine Sicherheitsschraubverschlüsse, Steckdosenabdeckungen, bitter schmeckende Reiniger oder Tücher um ein keimfreies Zuhause zu erschaffen. Mit uns wurde sich früher beschäftigt und wir haben von unseren Eltern, Omas und Opas gelernt wie das Leben funktioniert. Die Kinder, beziehungsweise die jungen Erwachsenen kommen aus den Schulen, sollten für das Leben vorbereitet sein, haben aber genau genommen, keine Ahnung was sie erwartet!

Heute überlassen wir es diesen Helferlein im Haushalt, auf unsere Kinder zu achten, weil es uns an der Zeit mangelt. Man geht zu zweit arbeiten, weil man alleine kaum den Unterhalt bestreiten kann und die Familie kommt dadurch zu kurz. Die Kinder versauern in ihren Zimmern, an ihren Fernsehern und Spielekonsolen oder sind den ganzen Tag mit dem Smartphone zu Gange, was mittlerweile sogar uns Erwachsenen immer mehr zur Last wird, uns zur Geisel macht. Wir kommunizieren zu wenig und schweigen zu viel, wie eingangs schon erwähnt, wird der Kopf ausgeschalten und der Job gemacht, die künstliche Intelligenz Smartphone denkt für einen mit.

Ich selbst bemerke das sehr und es muss dagegen angekämpft werden. Man darf sich nicht kopflos ergeben, auch wenn diese Technik uns vieles abnimmt. Das Leben allerdings, sollten wir uns davon nicht abnehmen lassen!

 

Verrückt sein macht Spaß und befreit!

Ernst ist das Leben, jeden Tag aufs neue sind wir alle gefordert, uns den wichtigen Dingen zu widmen, uns regelrecht diesem Regelwerk zu unterwerfen, was irgendwann mal, irgendwelche schlauen Köpfe beschlossen haben. Sicherlich ist nicht alles schlecht, ganz gewiss nicht. Was wäre die Welt ohne Regeln und was wären wir, wenn wir nicht ein „geregeltes Leben“ hätten. Wir würden wie planlose Hühner durch die Gegend irren und alles ginge drunter und drüber. Es ist also von Nöten, dass wir einem gewissen Regelwerk folgen und uns zivilisiert benehmen, weil dies eine Zivilisation wie die unsrige erst ausmacht.

Gut, sieht man sich manche Mitmenschen so an, fragt man sich schon, wer deren Regeln verfasst hat, oder ob sie Regeln überhaupt für sinnvoll erachten. Benehmen Sie sich doch wie Bestien, dieser Begriff erscheint mir passend, weil sie als Tiere zu bezeichnen, wäre eine Beleidigung für die Tierwelt. Ich möchte da aber nun gar nicht auf einzelne Namen eingehen, zumal ich diesen Beitrag nicht mit politischem Geschwätz vergiften mag. Dennoch finde ich es schlimm, dass Menschen mit so wenig emotionaler Intelligenz und Verstand solch wichtige Positionen begleiten dürfen. Ich denke man muss sich dann nicht wundern, wieso Vieles so ist wie es eben ist.

Aber um diesem Irrsinn zu entfliehen, muss man auch einfach mal Fünfe grade sein lassen. Dem Clown den man gefrühstückt hat mal Auslauf geben. Eben einfach für einen Moment kindisch sein. Es heilt die Seele, schafft Platz, weil man negative Gedanken verdrängt. Und wenn die Seele erstmal durchgefegt ist, kann man sich auch wieder alltäglichem Wahnsinn hingeben.

Unsere Seele und unser Verstand, ich trenne das ganz gerne bewusst voneinander, sind wie Gläser. Irgendwann sind diese so voll, dass nichts mehr hinein passt. Daher ist es zwingend notwendig, durch eine Entleerung der Gefäße Platz zu schaffen. Es erleichtert, bringt Schwung und regeneriert Kräfte, welche wichtig für unser Bewusstsein sind. Erst wenn wir uns voll und ganz unserem Umfeld bewusst sind, uns Situationen stellen und uns behaupten können, sind wir ganz bei uns! Wenn es also dazu nur nötig ist, ab und an etwas Verrücktes zu tun und einfach mal Kind zu sein, dann sollte dies doch eine leichte Übung sein?

Gewiss nicht, denn wir verlernen es Kind zu sein. Wir sind so in unserem täglichen Trott verhaftet, dass wir uns nicht mehr wirklich daran erinnern, wie es sein mag Kind zu sein. Dabei ist gerade das so wichtig. Lachen, Spaß haben, völlig egal ob es einfach nur Blödsinn ist. Eine wunderbare Kissenschlacht, toben im Garten, sich blöde Grimassen schneiden und einfach herzlich darüber lachen. Es tut so unheimlich gut und befreit! Vor allem aber, wenn man sich diesem Versuch hingibt und man Erfolg hat, so erlangt man auch wieder Kreativität. Sei es nur sich seinen Alltag etwas umzustrukturieren oder gar eine Fähigkeit bei sich zu finden die ein Hobby, oder gar eine berufliche Veränderung bedeuten könnte. Warum nicht? Denkt mal darüber nach.

Natürlich würde ich mich wieder über Kommentare und Ideen von Euch freuen!

Euer Mark