Schreiben ist Seelenheil

Der Wille etwas Positives zu erschaffen, Texte zu schreiben, Menschen zu erreichen, Gutes zu tun ist ungebrochen, ja gar präsenter als sonst.

Tage an denen ich nicht schreibe, sehe ich als verloren an und es bedeutet jedes mal großes Glück, wenn ich wieder einen Text verfasst habe. Jeder dieser Texte ist ein Zeugnis darüber, wie meine Fähigkeiten des Schreibens von mal zu mal wachsen, wie ein Kind.

Man erlebt wie die Gedanken laufen lernen, wie sie in die Öffentlichkeit getragen und angenommen werden. Es erfüllt mit Stolz und Freude, dies zu verfolgen.

Jeder meiner Texte ist entweder durch eine persönliche Erfahrung, oder aus tiefster Überzeugung entstanden, spiegelt meine Seele und meinen Charakter wieder.

Dies ist etwas, was ich mich lange nicht getraut habe, aus Angst falsch verstanden oder verhöhnt zu werden. Mit den Jahren und dem zunehmenden Alter ist es mir egal geworden, was andere von mir halten.

Ich genieße es zu schreiben, tue dies wann immer mir etwas in den Sinn kommt und genieße dieses Gefühl wenn die Seele wieder an emotionalem Gewicht verliert, leichter und unbeschwerter wirkt. Heilsam ist es dazu, weil man reflektiert und über sich selbst lernt.

Jeder wäre dazu im Stande, doch tun es die wenigsten. Aus Angst vielleicht? Aus Scham? Weils Mühe kostet? Schade, denn sie hindern sich selbst daran, mehr über sich zu lernen. Die innere Mitte finden, eins sein mit sich selbst und Zufriedenheit empfinden.

Was kann es schöneres geben, ausgeglichen zu sein und somit seine  Liebsten mit Aufmerksamkeit zu beschenken.

Schreiben ist Seelenheil!

Staatenlenker, deren Schachfiguren und das brave Volk

Eigentlich bin ich nicht der Fan von politisch orientierten Statements, weil es eigentlich schon genug zeigefingerwedelnde Artgenossen gibt. Ich hingegen bin ein unbeschriebenes Blatt, ein Normalo, somit kein gescheiterter Promi der mit Gutmenschentum sein Image aufpolieren will.

Mich stören existenzielle Dinge, nämlich jene, die unsere Spezies eigentlich ausmacht und unsere Polit-Promis und Laiendarsteller vertreten sollten, statt sich gegenseitig schwänzchenhaltend wie eine volksverarschende, bunt gepinselte Elefantenkarawane zur Polonaise hinreißen zu lassen. Aber lest selbst, was mir so durch die Hirnwindungen schießt, wenn ich gerade Zeit zum Nachdenken habe. Ja Zeit zum Denken! 


Eine Schulbildung der elitären Art, eine nachweisbare Intelligenz und Auffassungsgabe und doch blind!

Ein finanzielles Feedback das seines Gleichen sucht, Güter und prunkvolle Anwesen nennt man sein Eigen und doch arm!

Retorisch gut gebildet, können sie einem den Himmel in den dollsten Farben ausmalen und doch zeichnen sie Leid.

Staatenlenker, Menschen mit unglaublicher Macht. Die Hand am Knopf, die gewählten Worte scharf und unbedacht. Der Kopf, der Intellekt wird nicht genutzt!

Machtbesessenheit und Gier lese ich in den Gesichtern. Schamlose unüberlegte Handlungen zum Leid und Verderben vieler Menschen. Ein Tun, wie es einem Menschen in solch einer Position nicht gut zu Gesicht steht und von Humanität weit entfernt ist.

Vetternwirtschaft und Kungeleien wohin das Auge reicht, Marionetten Medien erzählen nur was die Obrigkeit freigibt. Das Volk dumm gehalten, pikt es die Brotkrumen, die ihm vor die Füße geworfen werden. Die wenigen, mit hellem Geist und eigener Meinung werden verpönt und ihre Meinung als haltlos dargestellt.

Während dessen werden weiter fleißig Konzerninteressen durch politische Hand vertreten. Im nahen Osten der Weg geebnet, um noch die letzten Bodenschätze zu plündern und Ländereien in die eigene Gewalt zu bringen.

Wo kein Krieg ist, wird eben einer inszeniert. Dem braven RTL-Zuschauer oder Nutzer anderer Fastfood-Medien-Ketten wird das Hirn mit Bauern, Schwiegertöchtern und Promitorten gequirlt. Sollte dies nicht mehr ausreichen, fährt mal wieder ein Laster in ein Einkaufszentrum und alle haben was zum diskutieren und tauschen Ihrer Profilbilder auf Facebook. Auf politischer Ebene wird derweil die nächste Sauerei geplant und die Staatschefs schieben ihre Schachfiguren ungehindert in Position.

Aufwachen wäre langsam angebracht. Statt den Fernseher zu nutzen, lieber mal lesen, denken und eine eigene Meinung bilden. Meine jedenfalls ist nicht Mainstreamtauglich und da bin ich stolz drauf.

Eventuell, ziehen die Herrschaften Staatenlenker ja mal nach und beginnen ebenfalls zu denken. Territoriale Ansprüche, Machtansprüche und die total überzogene Selbstdarstellung mal runterzufahren, zum Wohle aller Völker! Humanität ist nicht mit Planet der Affen zu vergleichen!

Schmerzen

Schmerzen

Einiges ist man gewohnt, man kann so manches aushalten.
Man hat schon alles mögliche erlebt, sollte man denken…
Die Multiple Sklerose zeigt einem ja bei jeder sich bietender Gelegenheit, wer der Chef in meinem Körper ist.

Mich erschüttert so schnell nichts mehr! Dachte ich. Dann muss ich feststellen, dass es noch viel fiesere Schmerzen gibt. Du Monster!
Ein zentraler Punkt, ein gar wichtiger Bereich des Körpers, die Halswirbelsäule. Habe ihr wie schon den anderen Bereichen der Wirbelsäule nie eine große Beachtung geschenkt. Ist da, funktioniert und gut.

Stets mit Übergewicht und schwerer Arbeit habe ich sie traktiert. Habe im Laufe der Jahre vier Bandscheibenvorfälle davon getragen. Zwei davon in der HWS. Noch immer habe ich nicht viel darüber nachgedacht. Ab und an etwas Verspannungen. Vergeht wieder!

Nein, vergeht jetzt nimmer! Nun ist der Punkt erreicht, wo mich die Schmerzen zermürben. Mein kopfloses Handeln, mein unbeachteter Körper rächen sich nun. Jammern und klagen bringen ohnehin nichts. Nun gilt es, das Maximum rauszuholen aus dem ohnehin recht wenigen das einem bleibt.

Aufgeben? Ich? Hehe… wer mich kennt, weiß dass dies keine Option für mich ist! Nicht klagen, sondern kämpfen lautet die Devise!

Ich drücke euch mal ganz vorsichtig, mit dem linken Arm, weil mehr grad nicht drin ist. Aber die Geste zählt ja bekanntlich!

Kopfmensch vs. Bauchmensch

Steht einem die eigene Intelligenz im Weg?

Diese Frage stelle ich mir zur Zeit häufiger, wenn ich Menschen beobachte und mich dann mit ihnen vergleiche. Steh ich mir selbst im Weg?

Warum ich mir diese Frage stelle? Weil ich mich oft dabei ertappe, alles zu bedenken. Alles muss durchdacht werden, nichts geschieht einfach so. Geht’s ums Weggehen Abends, stellt sich direkt die Frage, was man anziehen soll, damit man auf andere nicht irgendwie blöd wirkt. Warum?

Was interessieren andere? Oder eine Anschaffung. Alles muss bis aufs Kleinste geplant werden. Wenn man einen Ausflug machen, oder an einen Badesee fahren möchte, geht dies nicht ohne Planung.

Überhaupt ist man ständig mit nachdenken beschäftigt was Energie raubt und wichtige Recourcen im Kopf belegt, die wichtiger wären um kreativ zu sein.
Dabei kam mir die Idee dass es tatsächlich damit zusammenhängen muss, dass Menschen, die weniger denken und mehr fühlen bzw. aus dem Bauch entscheiden, glücklicher Leben.

Gewiss sind dann manche Entscheidungen nüchtern betrachtet absolut überzogen, aber das ist dem jenigen erstmal egal. Es fühlte sich gut an und das zählt. Menschen wie ich jedoch sind an der Stelle nüchterne Rechner und wägen ständig irgendwelche Risiken ab, was uns zwangsläufig zu Kontrollfreaks macht.

Wir denken zu viel und haben es verlernt, auf unsere Instinkte zu vertrauen. Wir verpassen dabei womöglich einzigartige Momente, weil wir noch mit abschätzen der eventuellen Risiken beschäftigt sind.

Allein deshalb können wir nicht so frei agieren wie mancher Bauchmensch. Und da kommt mir ein passendes Bibelzitat in den Sinn, was wie folgt lautet:

Und selig sind die geistig Armen, denn Ihnen ist das Himmelreich!

Man darf das Zitat dabei nicht wortwörtlich verstehen sondern muss den wahren Sinn deuten. Wer weniger denkt, ist seiner Bestimmung, seinem Ziel näher, als jener der immerzu mit denken beschäftigt ist. Während der eine noch plant, trinkt der andere schon sein Feierabendbier am Ziel seiner Träume.

Toxische Menschen, deren Realität und deren Entstehung

Toxische Menschen
Jeder von uns kennt es, wir sind gut drauf, sind schon mit einem Lächeln im Gesicht aufgestanden und freuen uns auf das, was uns der Tag so bringen mag. Und was bringt er uns? Einen Grantler, einen durchweg negativ gestimmten Menschen. Seine schlechte Aura beginnt bereits nach kurzer Zeit unsere eigene zu vergiften, hüllt quasi alles in negatives Feeling. Wie ein schwarzes Loch saugt dieser Mensch alles Positive auf und nährt damit scheinbar seine schlechte Aura. Ich fühle mich in Anwesenheit solcher Personen nicht wohl und versuche den Kontakt aufs Wesentliche zu begrenzen. Sich diesem Personenkreis hinzugeben, wäre tatsächlich als selbst-verletzend zu betrachten.

Schließlich passiert genau das, die eigene Seele wird verletzt, quasi vergiftet. Zumeist ist man tagelang mit dem Aufeinander-treffen und der daraus entstandenen Konversation beschäftigt. Es bremst uns in unserer Kreativität, in unserem Handeln aus und lässt sich je nach dem, mit wem man es zu tun hat nur schwer verarbeiten. Man ist damit beschäftigt zu ergründen, worum es der Person überhaupt ging, worauf sie hinaus wollte. Diese Frage bleibt aber meist ungeklärt und man ist bemüht, seine eigene Aura wieder aufzufrischen, positiv zu bleiben.

Am problematischsten ist es, wenn es sich bei dieser toxischen Person um ein Mitglied der Familie handelt. In Loyalität verhaftet fällt es besonders schwer sich dieser ungesunden Ausstrahlung zu entziehen. Es ist vor allem dann ein Problem, wenn man als Kind in Abhängigkeit zu dieser Person lebt und nicht fähig ist, sich zu entziehen. Schnell nimmt man dieses negative Gedankengut auf, die verkehrte Realität in welcher diese Person lebt, überträgt sich auf die anderen Familienmitglieder, welche damit beginnen, diese erfundene Realität als wahrhaftig zu empfinden. Wesentlich ist dabei, dass dies von der ausgehenden Person nicht bemerkt wird, da sie ja selbst in dieser „Realität“ lebt. Die Kinder wachsen über Jahre hinweg in diesem Umfeld auf laufen Gefahr ebenfalls an dieser psychischen Störung zu erkranken.

Erst die Distanz im Alter erlaubt einem Abstand zu nehmen und den Blick zu verändern, sofern man dazu überhaupt noch in der Lage ist. Wichtiger ist aber die Frage, wie es denn erst zu solch einem destruktiven Verhalten kam. Was muss der Auslöser sein, so depressiv zu werden um sich eine eigene heile Welt zu erdenken, der Realität zu entfliehen?
Ich versuche verschiedene Punkte aufzufassen. Als erster fiele mir da gefühlte Unzulänglichkeit ein. Man fühlt sich nutzlos, wertlos und unbrauchbar. Man versucht sich zu präsentieren, doch es gelingt nicht. Menschen mit dieser Störung neigen nicht selten dazu, irgendetwas zu tun, nur um Beachtung zu finden. Herausragende Leistung wäre ein Beispiel, das man nennen könnte. Das eigentliche Problem ist aber viel tiefer angesiedelt. Warum benötigt man die Anerkennung anderer? Wieso ist man nicht selbst stolz auf sich und mit seiner Leistung zufrieden?

Das eigene Ego stellt einem gerne ein Bein und wenn man nicht acht gibt fällt man darüber. Sicher muss es in der Vergangenheit Punkte gegeben haben, die dieses Ego so getriggert haben, dass es zu diesem empfinden kam. Dabei müssen gar nicht mal absichtliche Handlungen vollzogen worden sein. Oftmals reicht es aus, wenn der Gegenüber abgelenkt ist und der Erkrankte, bzw sein Ego das sofort als abwertend deutet. „Er beachtet mich nicht, ich bin nicht gut genug!“ Man muss wissen, dass das Ego hungrig ist, ja gar ein wahrer Vielfrass, denn es benötigt immerzu Nahrung in Form von besonderer Anerkennung. Zumindest ist es bei jenen Mitmenschen der Fall, die sich ihrer eigenen Stärken, ja ihrer Person nicht bewusst sind.

Ein völlig verzerrtes Bild der Realität. Es wird erdacht, dass man nur durch besondere Leistung die ersehnte Anerkennung findet, was zwangsläufig dazu führt, dass man sich seine Freunde und sein Ansehen erkaufen mag. „Ich tu Dir gutes, also muss ich für Dich ja ein super Freund, etwas besonderes sein!“
Die Seifenblase platzt, der erhoffte und wahrlich fragwürdige Erfolg stellt sich nicht ein. Das Loch, in der die Person steckt, wird immer tiefer!

Als nächstes wären da jene zu nennen, die sich ohne Skrupel ein gigantisches Kartenhaus aufstellen. Eine überzogene Selbstdarstellung ist auch hier neben einer selbst erfundenen Realität und dem Teil des krankhaft falsch gelebten Sinn für Gerechtigkeit das Problem.

Die Personen versuchen sich mit erfundenen Erlebnissen, einer im Geiste veränderten und passend ausgelegten Vergangenheit eine Stellung in der Gesellschaft zu sichern. Manch einer mag sehr geschickt im Umgang damit sein und dieses Konstrukt möglichst lange aufrecht erhalten können. Andere hingegen verraten sich, weil sie sich in Widersprüche verstricken. Dem Partner mag es vielleicht nicht direkt auffallen, oder es wird als Versehen/Verwechslung abgetan. Aber immer öfter kommt es zu diesen Momenten und es bedarf nur einem Funken und etwas Wind, damit diese Lüge bis auf die Grundmauern niederbrennt.

Warum frag ich mich, macht man dies? Es muss doch klar sein, dass man irgendwann aufliegt? Man erzählt diesen Seemannsgarn so vielen Menschen im Laufe der Zeit, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es heraus kommt. Aber wieso, macht man dies? Ganz klar zu nennen wäre da wohl mangelndes Selbstvertrauen. Kein Durchsetzungsvermögen und um es bildlich darzustellen, man ist immer der letzte am Wasserloch. Nimm was übrig ist! Das was andere nicht möchten, nimmt man dankbar auf und verkauft es dann geschickt als großen Wurf. Damit das ganze nicht zu unwichtig wirkt, man nicht als unfähig erscheint, schmückt man diese „Realität“ noch etwas aus. Mit jedem Mal wirkt dies realer, man läuft Gefahr dies tatsächlich als Wirklichkeit anzunehmen, fällt auf seine eigenen Geschichten herein.

Nicht selten sind es peinliche Momente, an denen einem dieses Konstrukt, diese Story mit Wucht um die Ohren fliegt, weil die Widersprüchlichkeiten von anderen hinterfragt werden. In dem Moment ist alles weg und es stellt sich heraus, wer man wirklich ist. Traurig ist es, wenn man zu solchen Mitteln greifen muss und es wäre an der Stelle gut, sich Hilfe zu suchen.

Letztlich kommt es nicht auf Materielles oder einen Titel an, diese Dinge werden einem an der Himmelspforte eh genommen. Das letzte Hemd hat keine Taschen und dem Fährmann kümmert es wenig, wie du angeredet werden möchtest, aber wie dich deine Mitmenschen in Erinnerung behalten, ehrlich, aufrichtig und rechtschaffen, als reine Seele, lieber Freund und geschätztes Familienmitglied, das macht den Unterschied. Ich selbst lege großen Wert drauf, authentisch zu sein, daran wird man letztlich gemessen.