Ein sch*** Tag!

Ahoi,

heute muss ich mal ein wenig Frust los werden und texte Euch jetzt einfach zu, weglaufen zwecklos…😊

Es ging heute Morgen los, ich musste einiges, was am Freitag wegen der Inventur liegen blieb, wegarbeiten und da am Freitag auch nichts angeliefert wurde, kamen heute zusätzlich noch recht viele Zulieferer.

Es war also vom Fleck weg gleich in der Frühe etwas stressig. Ich arbeite meine Warensendungen ab, ticker ein UPS-Etikett nach dem anderen in den Rechner, als ich mit einem Mal nichts mehr sah.

Auf dem rechten Auge, ist seit der Sehnerventzündung 2014 eh nur noch unscharf und mit Grauschleier, was bei schneller Bildfolge wie der Flug durch einen Asteroidengürtel wirkt und jetzt wars so, dass auf dem linken Auge nur noch punktuell etwas zu erkennen war.

Farbmatsch mit ein paar Bröckchen an Erkennbarem. Gesichter Fehlanzeige, Buchstaben schon garnicht mehr. Ich war echt schockiert und wusste nicht, was ich denn nun machen sollte, wenn das so bleiben würde.

Autofahren zum Neuro? Geht nicht! Also abwarten… Ich habe meinen Kaffee getrunken, habe versucht, im beinahe Blindflug etwas weiter zu arbeiten, um mich abzulenken, was aber wirklich tricky war.

Nach etwa einer halben Stunde ließ es nach, der Blick klarte auf und das linke Auge machte wieder seinen Job, nur stellten sich jetzt Kopfschmerzen ein, die mir eine Weile blieben.

Ich habe keine Ahnung, was das war. Möglicherweise eine Blutdrucksache,  ich weiß es nicht. Jedenfalls hat mir das echt Angst gemacht!

Das Auge war wieder gut und ich ging mir einen Kaffee holen. Etwas Bewegung sollte nun gerade richtig sein. Dachte ich… Die Beine schmerzten und waren schwer, der Kopf fühlte sich wie Watte an, Schwindel war mit von der Partie.

Na prima, dachte ich mir, das kann ja noch heiter werden, weil bis 16 Uhr hatte ich noch vor mir. Also Attacke, das wird schon werden! So nahm ich mich zusammen und machte weiter.

Nun hab ich endlich Feierabend, ich bin durch für Heute und will nur noch schlafen! Naja, gut… Etwas Haushalt und noch Kochen… Aber dann…

So, das wars mal wieder von mir. Sorry fürs rumgenöle, aber ab und an brauch ich das mal 😁

Euer Mark

Besondere Menschen

Durch meine Arbeit in den sozialen Netzwerken, fallen mir immer öfter Menschen auf, die ihre eigene Existenz in Frage stellen. Sie Zweifel an ihrer Person, ihrem Handeln und erkennen nicht, dass sie eigentlich keinen Grund zum Zweifeln haben.

Sie versuchen sich in der Gesellschaft einzuordnen, doch vergebens, weil die Gesellschaft nicht zu diesen Menschen passt. Sie sind gerade in der heutigen Zeit etwas Besonderes und nach Ansicht von manchen, wohl nicht kompatibel!

Es sind Menschen, die sich für andere Zeit nehmen, ob wohl sie die Zeit gut für sich gebrauchen könnten. Die zuhören, obwohl sie selbst dringend ein offenes Ohr bräuchten. Die Mut zusprechen, obwohl sie selbst von Ängsten geplagt sind.

Letztlich sind diese Menschen für andere von solcher Wichtigkeit, dass sie sich für jene aufopfern und es ihnen selbst droht, in Vergessenheit zu geraten. Vielleicht nur gefühlt, aber Gefühle kann man nicht leugnen, weil sie bei dem Versuch nur noch lauter werden.

Die Gesellschaft, also die breite Masse der Menschen ist es, die an sich zweifeln sollte und dabei kann es nicht schaden, sich ein Beispiel an diesen besonderen Menschen zu nehmen! Zu wünschen wäre es jedenfalls…

Untermieter MS

Sehnerventzündung rechts im Juli 2014, hallo MS, drücken wir halt mal ein Auge zu! Damals verstand man als frisch Erkrankter die Zusammenhänge noch nicht und in meinem Falle war ich schon froh, dass aus Finsternis immerhin wieder ein farbiger, unscharfer Brei wurde. Das Leben geht weiter, Kopf hoch!

Anfang 2015, linker Unterarm pelzig. Bei den Fingern angefangen, ging es bis hoch zum Ellenbogen, ehe mit Kortison wieder dagegen angegangen wurde. Aber hey… Der Zeitpunkt war von der MS grad gut gewählt, denn ich hatte einen Tattoo-Termin für genau den Unterarm. Lässig, weil das Tackern somit nicht weh tat.

Ende 2015 Sehnerventzündung links. Ok, langsam wirds blöd! Rechts noch immer Matsch und nun noch Links. Aber Kumpel Kortison hat diesen Plan der MS noch rechtzeitig vereitelt.

Zwischendurch diverse Dümmlichkeiten im vegetativen Nervensystem, aber egal, dann gibt’s halt noch ein paar Medis zusätzlich und wer benötigt schon eine funktionierende Blase? Völlig überbewertet!  Nervenschmerzen und Fatigue, sind ebenfalls recht anhängliche Gesellen.

Ende 2017 nun die Beine. Die Madame findet das scheinbar immer zum Jahresende besonders interessant, mir auf den Sender zu gehen. Auf den Sender? Passt ja, denn da hat fast nichts mehr gesendet. Die Nervenleitgeschwindigkeit von den Beinen war so langsam, dass sie kaum messbar war. Also wieder Kortison, Schwierigkeiten mit dem Laufen, Stöckchen nutzen und Schmerzen ertragen.

Nicht schlecht MS, mal was Neues, aber übe du mal weiter. Ich strecke dir bewundernd meinen Mittelfinger entgegen und schiebe mir damit anschließend lässig die Brille hoch.

Du nicht! Du ärgerst mich nicht!

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Neuer Schub, neue Herausforderung

Donnerstag morgen bin ich aufwacht und fühlte mich schlapp. So gar nicht ausgeruht, wie es sonst der Fall ist, denn irgendwas war anders, als üblich. Ich ging ins Bad und auf dem Weg dahin bemerkte ich schon, dass meine Beine schmerzen und das Laufen eher schleppend ging.

Krampfende und zugleich matschig wirkende Beine, welche an einem normalem Gang hinderten.

Ich war müde und gerädert, machte mich für die Arbeit fertig, fuhr hin und schleppte mich durch den Tag, ging aber früher als sonst nach Hause. Irgendwas stimmte nicht.

War die Dosis des Medikaments gegen die Spastik zu schwach geworden? Beim Hausarzt besprach ich das und ließ mich davon überzeugen, am nächsten Tag zum Neurologen zu fahren.

Nach etwas Wartezeit als „Notfall“ und einem eingehenden Gespräch sollten allerhand Tests folgen. So wurde neben einem EEG auch Tests an den Beinen gemacht und das Problem war gefunden. Die Nervenleitgeschwindigkeit in den Beinen, war katastrophal schlecht, was auf einen Schub schließen ließ und direkt Kortison bedeutete.

Die drei Infusionen sind mittlerweile drin und plagen mich arg! Am schlimmsten ist dabei der total auf den Kopf gestellte Tag/Nacht-Rythmus. Nur mit Schlafmittel, ist mir etwas Nachtschlaf möglich.

Meine Beine fühlen sich wie geschwollen an, ich habe das Gefühl das die Lümpfknoten geschwollen sind und meine Sehschärfe ist unter Kortiaon ebenfalls unterirdisch.

Es fehlt am Appetit, was ich jetzt mal als nicht all zu schlimm erachte. Aber der Schwindel hingegen gibt gerade alles, was bedeutet, dass ich nur mit dem Stock laufe, weil es mich sonst wegen dem Schwindel, der miesen Koordination der Beine, oder wegen der Kombination aus beidem, lang macht.

Ich nehms dennoch, mit in dieser Situation möglichen Humor, viele kennen mich und wissen, dass ich mich nicht unterkriegen lasse. So denke ich, kann man als Beispiel dienen, dass es einem andere gleichtun.

Gruß aus Franken und vom Wellenleben! 😊
Euer Mark 😘

Außergewöhnlich normal

„Du bist doch nicht mehr normal!“ vor einiger Zeit galt das noch als Beschimpfung oder wurde genutzt um die Tatsache darzustellen, dass man, wie auch immer geartet, aus der Reihe tanzt.

Aber heute? Heute sieht es anders aus. Heute muss man sich mit den Worten „Du bist so normal!“ herabwürdigen lassen. Normal sein ist  verpönt. Wer heute noch normal ist, also nicht hipp ist, oder irgendwelchen Hypes hinterher läuft, ist von vorgestern, langweilig und farblos.

Zumindest möchten einem das die Medien glauben lassen. Her mit bescheuerten Frisuren, gewagten Klamotten-Kombinationen, usw. Völlig egal was, Hauptsache bloß nicht normal… Gott bewahre! So wird all das konsumiert und probiert, was einem über jede mögliche Plattform eingetrichtert wird.

Dabei merken die meisten nicht, dass ihr Verhalten eher Abnormal ist, ja gar schädlich für sie Selbst!  Aber hey, an Normal sein ist nichts verwerflich! Wer normal ist und seine sieben Sachen im Griff hat, lebt entspannt und ausgeglichen. Stress, welcher aufkommt, weil man noch diesem und jenem Trend nachjagen muss, bleibt aus.

Man entschleunigt und genießt viel bewusster seine frei gewordene und so kostbare Zeit, welche ohnehin unaufhaltsam durch die Sanduhr rinnt. Abgesehen davon, dass dieses „normale“ Verhalten so viel Raum im Kopf frei macht, dass ein wahres Füllhorn an Kreativität ihren Platz finden kann.

Was uns aber außergewöhnlich sein lässt, ist unser Handeln, unser Fühlen und unser Denken.  Dies alles kann man sich für kein Geld der Welt erkaufen, sondern muss es lernen und leben! Aber dies ist erst möglich, wenn man die Ausfahrt vom Highway der Außergewöhnlichen nimmt und zur Normalität zurück findet.

Irgendwann ist unsere Zeit verstrichen, dann erinnert man sich an das, was unser Wesen ausgemacht hat und das ist dann gewiss extrem außergewöhnlich!