Wie einem das Ego einen Streich spielt.

Der innere Dämon,

welcher mal leiser und mal lauter, aber unaufhörlich an der eigenen Person zweifeln lässt. Dieses Monster, welches Erfolge abwertet und Misserfolge FETT unterstreicht. Ein Miesepeter, welcher alles Negative immer und immer wieder ins innere Ohr flüstert, bis es wie die Realität erscheint.

„Du bist nichts wert“, „Andere sind immer erfolgreicher als Du!“ Was für ein gemeines destruktives Ego, das einen da quält.

Dabei stimmt das nicht, dabei bist Du tatsächlich einzigartig, nur fühlst Du es nicht mehr, weil Dich diese schlechten Gedanken regelrecht betäuben. Die innere Stimme ist zu laut, man schenkt ihr zu viel Gehör und Aufmerksamkeit, was einen immer unbewusster werden lässt! Aber sollte man das tun?

Nein!

Man darf sich nicht mit anderen vergleichen und messen, weil jeder Mensch so individuell ist wie sein eigener Fingerabdruck. Es macht also keinen Sinn, so sein zu wollen wie andere. Statt dessen wäre es geschickter, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und diese hat jeder in irgendeiner Weise. Ob eine hohe soziale Kompetenz, besonderes handwerkliches  Geschick, oder sonstige Besonderheiten, jeder hat so sein Steckenpferd und das gilt es zu entdecken.

Macht man dies und macht man sich bewusst, wo die eigenen Stärken liegen, wird der innere Dämon Stück für Stück leiser und unbedeutender. Eine Stärke entsteht, welche dazu führt, dass man diese neu erlangte positive Einstellung auch nach außen transportiert.

Hosen runter!

Ich liebe solche Tage wie heute. An solchen Tagen zeigt sich immer mal ganz besonders, wie sehr man dem Thema Psychologie zugetan ist und wie viel es einem schon gebracht hat, sich damit zu befassen.

So kam es zu einem Gespräch, bei dem sich sehr schnell herausstellte bzw. bestätigte, aus welchem Holz der Andere geschnitzt ist. Es muss Treibholz gewesen sein. Aus irgendeinem Fluss gezogen und übelriechend. Jedenfalls ist es schlecht, wenn man sich hochmütig und sicher fühlt, dabei keine Klasse besitzt und nicht auf seine Wortwahl achtet. Vor allem dann, wenn man ohnehin weiß, dass man sich auf sehr dünnem Eis bewegt und Schweigen ganz klar die bessere Option gewesen wäre.

Wie dem auch sei, ich habe es vernommen und ich habe innerlich triumphiert, denn mir war bis zu diesem Erlebnis nicht bewusst, wie tief man die Hosen runterlassen und es dennoch nicht bemerken kann. Ein wahrer Meister darin, sein Ego zu nähren und sich am Leid anderer zu ergötzen, ohne zu bemerken wie unbewusst und dumm man doch selbst ist.

Sicherlich hätte ich darauf hinweisen können, aber viel zu lange hat mich diese Person geärgert, so dass ich schweige, genieße und mich dabei zurücklehne und abwarte, bis dieser Mensch über die eigenen Füße stolpert. Jeder bekommt, was ihm gebührt. Davon bin ich fest überzeugt!

Eigentlich bin ich ja nicht gemein und wer mich kennt, kann das bestätigen, aber dieser kleine Erfolg, sei mir gegönnt! 🙂