Pessimismus in Reinkultur

Was Pessimismus schafft.

Ich habe in den letzten Jahren sehr hart an mir gearbeitet um endlich so zu sein ich eben bin. Authentisch, ehrlich und zu meinen Gefühlen stehend. So, wie ich eigentlich schon immer war und es nur versteckt habe, um so zu sein wie andere mich gerne haben wollten. Ich sehe vieles anders und nutze gerne die Fähigkeit, meinen Blickwinkel zu verändern, um das Wesentliche zu betrachten. Die Medaille hat eben nicht nur eine Seite! Tätigt man also den oft zitierten „Blick über den Tellerrand“ eröffnen sich einem völlig neue Perspektiven. Des weiteren liebe ich die Stille, denn wer es schafft, mit sich selbst im Stillen allein zu sein und es ihm dabei nicht unangenehm erscheint, der hat vollkommen zu sich gefunden! Das ist es, was so unheimlich wichtig ist um seiner Gedanken und seinem Tun Herr zu sein.

Was ich dabei total verlernt habe und worum ich auch froh bin, ist mit lauten Menschen und Umgebungen umzugehen. Diese Umstände schaden mir, lassen Unruhe in mir aufkeimen und hindern mich, meine Kreativität auszuleben, ja auch einfach zu leben. Ich weiß dass ich zu den HSP gehöre, den hoch sensibilisierten Personen. Das habe ich mit Tests von seriösen Anbietern ausgiebig getestet und es bleibt kein zweifel bestehen. Daher auch mein hohes Maß an Empathie und extremer Hilfsbereitschaft. Wenn ich einfach die Umgebung und was geschieht, auf mich wirken lasse, kommen mir die besten Ideen zu Texten. So wie ich dieser hier aus einer Situation heraus entstanden ist.

Die Überschrift verrät es schon und deshalb war die Einleitung auch so wichtig, damit man versteht was mich da beschäftigt hat. Das Gespräch um das es geht war sehr pessimistisch und aggressiv, sowie laut was eine vernünftige Konversation ohnehin im Keim erstickte. Es ist generell wohl alles schlecht und nur dazu da um einen übers Ohr zu hauen. Neue Technik wird verteufelt und überhaupt scheinen alle Neuerungen schlecht. Es wird nicht ansatzweise versucht etwas Positives daran zu finden. Im Gegenteil, man findet stetig Gründe dafür wieso dies alles schlecht ist, selbst wenn man diese zusammendichtet und völlig aus dem Zusammenhang gerissen hat. Ein Veto wird nicht oder nur schwer akzeptiert, wobei man Glück haben muss, einen Satz zu ende führen zu dürfen.

Es belastet mich, da ich eben nicht zu der Type Mensch gehöre die es schaffen die Lautstärke ihrer Stimme solange stufenlos zu erhöhen, bis sie sich gar nur noch selbst wahrnehmen. Auch eine Möglichkeit seine Meinung anzubringen, nur ist dies vielleicht nicht die Beste. Eine gute Konversation kann kein Monolog sein, deshalb ist es schon wichtig sich an gewisse Gesprächsregeln zu halten. Aber was Hänschen nicht lernt,…..Ich wäre gerne etwas ins Detail gegangen und hätte durchaus meinen sachlichen Anteil dazu leisten können, eben weil es teils auch Themen waren, welche ich interessieren, aber das war nicht wirklich möglich. Wenn ich ehrlich bin hätte ich mich ohnehin gerne über andere Themen unterhalten. Themen die mich interessieren wie etwa Psychologie…. Gott bewahre, das wäre was geworden, muss mir dabei geradezu das schmunzeln verkneifen.

Ich für meinen Teil werde einfach dafür Sorge tragen, dass die Gefahr solcher Unterhaltungen eher klein gehalten wird. Danach jedenfalls benötige ich immer eine Weile, die Fragmente in meinem Kopf zu sortieren und unbrauchbares rauszuwerfen, um wieder Kreativ zu sein. Das ist es was mich letztlich weiter bringt, denn das ist es, wozu wir geschaffen wurden, um Kreativität auszuleben.