Gesunde Lebensweise?

Ich habe da heute was Gutes gelesen. Ein toller Gedanke, der dazu anregt weiter zu denken. Es wurde gefragt, wieso man Lebensmittel als Bio kennzeichnen muss und ob es statt dessen nicht besser wäre ungesunde Lebensmittel zu kennzeichnen? Gute Frage. Sollte nicht generell vernünftig und biologisch nachhaltig Gemüse und Obst angebaut werden? Wäre es nicht der Fall, dass bei genereller Angleichung der Art des Anbaus, sowie einem generellen Verbot von Umwelt und Gesundheitsbelastenden Düngemitteln, der Preis für Obst und Gemüse zwar steigen würde, im Vergleich zu den jetzigen Preisen für Bioprodukte aber eventuell sogar günstiger werden würde? Sollte man sich durch den Kopf gehen lassen. Gewiss ginge sowas nicht kampflos. Hinter jeder Einnahmequelle steht eine Lobby, welche ihr Geld haben will.

Aber ich finde die Idee gut, alles was mit chemischen Zusätzen produziert wird, zu kennzeichnen. Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Farbstoffe, Bindemittel usw. all dies hat im Essen nichts zu suchen und sollte weg. Schlimmer noch ist Zucker. Stark zuckerhaltiges kennzeichnen und Isoglykose sofort wieder verbieten. Ich möchte meine Kinder gesund und bewußt ernähren, sie nicht zu Konsumenten pharmazeutischer Erzeugnisse machen.

Aber wenn ich recht überlege, tragen wir Konsumenten doch an all dem eine Mitschuld. Wir erwarten an sechs Tagen pro Woche, von früh 7 Uhr bis Abends 20 Uhr oder teils noch länger, wie es in Teilen NRWs der Fall ist, dass frisches Fleisch in Vielfalt, ebenso wie Wursterzeugnisse, Gemüse usw. verfügbar sind. Und wehe abends um zwanzig vor Acht ist kein Schnitzel mehr in der Kühlung. Wir möchten Salate, Snacks, ja sogar Obst geschält und portiniert in Plastikverpackung. Wir möchten möglichst wenig Aufwand haben und dafür nichts bezahlen. Möchten wir nicht? Wie kann es dann sein, dass man Orangen geschält in Plastikverpackung kaufen kann?

Wir lassen die natürliche Verpackung,  welche Geschmack und Vitamine schützt entfernen und packen es künstlich ein, damit wir eine Verpackung zum wegwerfen haben, die anorganisch ist und die Umwelt belastet. Sind wir echt so bescheuert? Würde da gerne drüber lachen, geht aber nicht! Tiere werden im Eiltempo gemästet, damit der Kunde stets seine Bratwurst auf dem Teller hat. Klar… In Plastik verpackt, mit nem speziellen Gas/Sauerstoff-Gemisch damit man nicht sieht, dass es schon überlagert ist. Immer frisch…. Richtig, wie das Obst in Plastik!

Ich beobachte das ja nur mal alleine bei uns Zuhause. Wie in den letzten Jahren die Menge an Plastikmüll gestiegen ist. Gigantisch! Eigentlich total verrückt! Alles in Kunststoff… Früher is man zum Markt und hat sich sein Obst und Gemüse dort, schön in Papiertüten verpackt geholt. War gut fürs Gemüse und Zuhause hatte man noch einen Anzünder für den Ofen. Getränke? Glasflaschen oder Tetrapack und keine Plastikflaschen. Fleisch und Wurst vom Metzger, frisch und lecker. Brötchen vom Bäcker. Und heute? Klar, alles einem Ort, damit die Bequemlichkeit siegt, der Nachfrage genüge getan wird. h

Hübsch vollgepackt mit Geschmacksverstärkern, Konservierungsmittel und Farbstoff, damit es besser aussieht als es tatsächlich ist. Warum machen wir das…. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins, seit dieser Entwicklung stiegen auch die Produkte von Nahrungsergänzungsmitteln… Zufall?